Partnerportale:
« »

Der Heiligenkalender

Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler

Datum ausschliessen
Land: Europa Deutschland Italien Tirol

11.08.

Nikolaus

Nikolaus von Kues, seit 1450 Bischof von Brixen, durchreiste als päpstlicher Legat ganz Deutschland, um durch seine Visitationen und Predigten (mehr als ein halbes Jhdt vor Luther) eine religiös-kirchliche Erneuerung in die Wege zu leiten. Doch die Zeit war noch nicht reif - Weltliche wie geistliche Institutionen wollten nicht erkennen, wie weit sich die offizielle Kirche bereits von der Lehre Christi entfernt hatte. Die dringend notwendige Reformation scheiterte sogar in der eigenen Diözese - am Widerstand des Grafen Siegmund von Tirol. Der weitblickende Bischof von Brixen, der auch ein bedeutender Humanist war, starb, von den Trägern der Macht unverstanden, am 11. August 1464.

StandBischof
StadtBrixen Bernkastel-Kues (Trier)
BesonderheitenReformer
Datum: 18.08.

18.08.

Claudia

Claudia war die erste Äbtissin des Klarissenklosters zu Genf. Sie starb Ende des 15. Jhdts.

18.08.

Helena (Ilona, Ilka, Jelena, Jelka, Elena, Eleni, Eileen)

Helena (Helene) war die Mutter Konstantins des Großen, jenes römischen Kaisers, der den Christenverfolgungen ein Ende setzte und das Christentum als gleichberechtigte Religion anerkannte. Die Kaiserin-Mutter war die Tochter eines Gastwirtes. Wegen ihrer Schönheit und ihres Charakters hatte sie der später zum Kaiser erhobene Constantinus Chlorus zu seiner Gefährtin auserwählt, musste sie aber auf Druck des Mitkaisers schließlich wegen ihrer niedrigen Herkunft verstoßen. Als Helenas Sohn, der am Kaiserhof erzogene Konstantin, 306 zum Kaiser ausgerufen wurde, nahm er die Mutter zu sich und ließ ihr alle Ehren zuteil werden. Helena ließ sich noch vor ihrem Sohn, im Jahre 312, taufen. Eifrig bemühte sie sich danach um die Ausbreitung des Christentums, entfaltete eine reiche karitative Tätigkeit und ließ mit Unterstützung ihres Sohnes zahlreiche Kirchen errichten, u.a. die Geburtskirche in Bethlehem. Auch die Basilika Santa Croce (Heiliges Kreuz), eine der sieben Pilgerkirchen in Rom, geht auf Kaiserin Helena zurück. Hier wurde das Kreuz Christi aufbewahrt, das auf die Initiative der Kaiserin hin gesucht und gefunden worden war. Heute befinden sich hier nur noch drei größere Bruchstücke des Heiligen Kreuzes, Teile der Dornenkrone sowie ein Nagel, der vom Kreuz Christi stammen soll. Die Vorkämpferin des Christentums starb sieben Jahre vor ihrem Sohn am 18.August 330. Helena ist Patronin von Frankfurt/M., der Diözesen Trier und Basel, der Färber, Nadler (Nadelhersteller), Schatzgräber, Schutzheilige gegen Blitz und Feuer sowie Helferin für die Aufdeckung von Diebstählen. (Ilona, Ilka, Jelena, Jelka, Elena, Eleni, Eileen)

StadtTrier

18.08.

Rainald (Rinaldo)

Rainald (Rinaldo), Erzbischof von Ravenna, bemühte sich als päpstlicher Legat vergeblich, die Vernichtung des Templerordens, der 1119 als Ritterorden zum Schutz der Christen im Heiligen Land, neben dem einstigen Tempel Salomons, gegründet worden war, durch den französischen König Philipp IV., den Schönen, zu verhindern. Dieser hatte es auf die Güter des Ordens abgesehen und die Templer bei der französischen Inqisition der "Häresie, der Blasphemie sowie der Unzucht" angeklagt. Unter der Folter wurden die notwendigen "Geständnisse" erpresst. Trotz heftiger Kritik vieler Kirchenmänner und obwohl der letzte Großmeister des Ordens auf dem Scheiterhaufen im Angesicht des Todes feierlich die Unschuld der Ordensritter beteuert und die gegen sie vorgebrachten Anschuldigungen als Verleumdungen hingestellt hatte, wurde der Templerorden 1312 durch den eingeschüchterten Clemens V., den ersten Papst, der in Avignon unter Aufsicht des französischen Königs residierte, aufgehoben. Der Besitz des Ordens sollte nach dem Spruch der Inquisition an andere Ritterorden fallen. Doch in Frankreich und England wurde das reiche Vermögen durch die Könige konfisziert, die es für die Kriegsführung gegen einander benötigten. Die ehrlichen Bemühungen des Erzbischofs und päpstlichen Legaten, als unparteiischer Friedens-stifter zwischen England und Frankreich zu vermitteln, waren meist vergebens. + 18.8. 1321.

StandBischof
StadtRavenna