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Der Heiligenkalender

Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler

Datum ausschliessen
Name: Erasmus (Rasmus, Asmus, Elmo, Elms, Erasmo)

02.06.

Erasmus (Rasmus, Asmus, Elmo, Elms, Erasmo)

Erasmus (Rasmus, Elmo, Asmus, Arras), Bischof von Antiochia, der Hauptstadt der Provinz Syrien (heute Antakiye, Südosttürkei), floh vor der diokletianischen Christenverfolgung ins Libanongebirge. Als er wieder in seine Heimatstadt zurückkehrte, wurde er gefangen genommen, aber von Freunden aus dem Gefängnis befreit. Auf einem Boot gelangte er mit anderen Verfolgten nach einer abenteuerlichen, lebensgefährlichen Fahrt nach Italien, von wo er als Glaubensbote nach Illyrien (Kroatien) ging. Hier soll er als Märtyrer gestorben sein. Es wird überliefert, man habe ihm die Eingeweide herausgerissen. + um 303. - Erasmus ist der Patron der Seefahrer, weil man sein Attribut, die Winde, mit der man ihm die Eingeweide herausgerissen haben soll, für einen Anker hielt. Eine Legende berichtet wiederum, er soll durch sein inständiges Gebet das Schiff, auf dem er sich befand, während eines schweren Sturms vor dem Untergang gerettet haben. Weiters ist Erasmus Patron der Seiler, Weber, Garnwinder und Drechsler, Schutzheiliger gegen Krämpfe, Koliken, Unterleibsbeschwerden sowie Magenkrankheiten und einer der 14 Nothelfer. Das bei Gewittern auf der Mastspitze der Schiffe auftretende St.-Elms-Feuer (elektrische Entladungen) ist nach dem Heiligen benannt. Anmerkung: Berühmt geworden ist der Humanist und Theologe Erasmus von Rotterdam (1466-1536), der in einer „Philosophie Christi“ christlichen Glauben und antike Philosophie zu vereinen suchte. Er stand der Reformation anfangs freundlich gegenüber, sagte sich aber von Luther los, als dieser die Willensfreiheit des Menschen bestritt (Gnadenlehre) und griff nicht mehr in die religiösen Auseinandersetzungen ein.

StandBischof
StadtAntiochia
BesonderheitenMärtyrer
Datum: 12.12.

12.12.

Dietrich (Dieter, Dirk)

Dietrich (Theoderich), Mönch in der Reformabtei Gorze in Lothringen, wurde um 1082 zum Abt des Klosters in Kremsmünster (Oberösterreich) berufen, in dem er erfolgreich die Hirsauer Reform durchführte. Als Bischof Altmann von Passau (9.8) während des Investiturstreits von Kaiser Heinrich IV. aus seiner Bischofsstadt vertrieben wurde, fand er Zuflucht in Kremsmünster. + an einem 12..12. bald nach 1082

LandEuropa
BesonderheitenReformer

12.12.

Hartmann

Hartmann von Brixen, Propst in Herrenchiemsee, war von Markgraf Leopold III. von Österreich (siehe 15.11.) nach Klosterneuburg berufen worden. Wegen seiner Erfolge als Reformer wurde der Geistliche schließlich zum Bischof von Brixen erhoben. Er erneuerte auch hier überaus erfolgreich - vor allem durch sein eigenes Vorbild - das religiöse Leben. Der Ruf des großen Mannes drang weit über die Grenzen von Tirol und Österreich hinaus. + 23.12.1164.

StandBischof
StadtBrixen
BesonderheitenReformer

12.12.

Johanna (Hanna, Hannah, Jana, Janina, Janine, Joana, Joanna, Gianna, Jenny, Jovanka, Jeannette, Ivana)

Johanna Franziska von Chantal; stand nach 9 Jahren glücklicher Ehe, als ihr Gatte durch einen Jagdunfall ums Leben gekommen war, mit vier kleinen Kindern allein da. Von dem Schicksalsschlag zutiefst erschüttert, widmete sie sich ganz ihren Kindern und Werken der Barmherzigkeit. Nachdem sie im Jahr 1604 Franz von Sales (siehe 24.1.), den charismatischen Bischof von Genf, kennengelernt hatte, entwickelte sich zwischen beiden eine innige geistige Freundschaft. Gemeinsam gründeten sie den Orden "Von der Heimsuchung Mariä", deren Mitglieder heute meist "Salesianerinnen" genannt werden. Er sollte Mädchen und Frauen die Möglichkeit geben, ein gottgefälliges Leben zu führen, ohne strenge Ordensregeln erfüllen zu müssen. Die Schwestern kümmer(te)n sich um Arme und Kranke, die sie in deren Wohnungen und Häusern aufsuch(t)en. Schwere körperliche Leiden machten die letzten Lebensjahre der Johanna von Chantal zu einem Martyrium. Doch sie ertrug alles, ohne zu klagen, mit einer immer gleich bleibenden Sanftmut. Sie hatte ihr Leben in die Hände Gottes gelegt und sah jeden Schmerz als Prüfung an. Nach einem schweren, aber erfüllten Leben starb die Dulderin am 13.Dezember 1641. Franz von Sales hat einmal über Johanna geschrieben: "Ich habe in Madame de Chantal jene vollkommene Frau gefunden, die Salomon in Jerusalem gesucht, aber nicht gefunden hat." Historisches: Die im Mittelalter entstandenen Orden waren meist beschauliche Orden, für die das Gebot "Bete und arbeite" galt. Dazu kamen dann die Bettelorden. Erst in der Zeit der Gegenreformation (16./17. Jhdt) änderte sich das vollkommen. Jetzt wurden zahlreiche Orden ins Leben gerufen, die sich soziale Tätigkeit, vor allem Krankenpflege und Unterricht, zur Aufgabe machten. So entstanden die Orden der Ursulinen, der Barmherzigen Brüder und Schwestern und zahlreiche andere, die mitten unter den Menschen wirkten.

BesonderheitenOrdensgründerin Sozialengagement

12.12.

Konrad (Corrado)

Konrad (Corrado) von Offida, geboren 1237, trat bereits mit 15 Jahren in das Franziskaner-Kloster in Ascoli Piceno (Mittelitalien) ein. Er verzichtete auf seinen Besitz, brach sein Studium ab, entsagte Freunden und Familie und zog als Almosensammler durch die Straßen der Stadt. Vom Charisma des jungen Ordensmannes angezogen, strömten Scharen von Menschen zu seinen Predigten. Man nannte Konrad bald den „zweiten Franziskus“. + 12.121306.

12.12.

Vicelin (Witold, Wetzel)

Vicelin war 1126 von Norbert von Xanten zum Priester geweiht worden. Kurz darauf wurde ihm vom Erzbischof von Bremen der Auftrag erteilt, bei den Wenden in Ostholstein zu missionieren. + 12.12.1154..