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Der Heiligenkalender

Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler

Datum ausschliessen
Name: Heimo (Heimerad)

27.06.

Heimo (Heimerad)

Heimo (Heimrad) von Meßkirch, ein Bauernsohn aus dem Schwarzwald, ist wohl einer der ungewöhnlichsten Heiligen. Er war voll Begeisterung Priester geworden, pilgerte durch halb Europa und ins Heilige Land, konnte aber wegen seiner Ruhelosigkeit und seines wenig gepflegten Aussteiger-Aussehens erst nach langem Suchen Aufnahme in einem Kloster finden. Doch dann wollte er sich doch nicht einkleiden lassen und bat um die Entlassung. Der Abt war darüber so sehr aufgebracht, dass er den Wankelmütigen mit einer Rute züchtigen ließ. Heimo betet währenddessen laut den Psalm Miserere (Herr, erbarme dich!) und wurde im Anschluss daran davongejagt. Als man den eigenwilligen Burschen dann probeweise als Seelsorger in einer kleinen Pfarre einsetzte, schien ein sehnlicher Wunsch endlich in Erfüllung gegangen zu sein. Doch da er sich auch als Pfarrer - selbst gegenüber Höhergestellten - kein Blatt vor den Mund nahm und stets, was er sich dachte, auch gleich sagte, wurde er schon bald aus seiner Pfarre ungnädig entfernt. So zog sich der überall Unerwünschte schließlich als Einsiedler auf den Hasunger Berg bei Kassel (Hessen) zurück, wo er vom Volk anfangs als „heiliger Narr“ verlacht wurde. Doch der Eremit, der immer wieder eindringlich die Nächstenliebe als obersten christlichen Leitwert nicht nur predigte, sondern auch selber vorlebte, wurde von der Bevölkerung allmählich respektiert und bald auch verehrt, und sogar hochgestellte Persönlichkeiten suchten das Gespräch mit ihm. + 28.6.1019. Zwei Jahre nach dem Tod des Einsiedlers ließ der Erzbischof von Köln über seiner Grabstätte ein Kirche errichten. - Als Bistumsheiliger wird Heimos Gedächtnis am 27.6. gefeiert, sonst am 28. 6.

BesonderheitenEinsiedler
Datum: 15.12.

15.12.

Carlo

Carlo Steeb stammte aus Tübingen in Württemberg und lehrte als Theologieprofessor in Verona. Seine Hauptaufgabe sah er jedoch in der Seelsorge in den Armenvierteln, Krankenhäusern und Gefängnissen der Stadt, wo er unzähligen "Mühseligen und Beladenen" Trost spenden und Hilfe leisten konnte. + 15.12.1856.

StadtTübingen Verona
BesonderheitenSozialengagement

15.12.

Christiane (Christiana, Nina, Christa)

Christiane heißt "Christusbekennerin" und war anfangs nur ein Beiname. Der ursprüngliche Name der hl. Christiane von Georgien lautete wohl Nina oder Nunia. Die junge Frau war mit anderen Christen in Georgien (Grusinien) im Kaukasus in Kriegsgefangenschaft geraten. In den Jahren der Haft verliehen ihr Mut und ihr nie verzagendes Gottvertrauen den Mitgefangenen die Kraft, nicht aufzugeben. Durch ihre starke Persönlichkeit hatte die Frau die Aufmerksamkeit jener erregt, die ihr die Freiheit genommen hatten. Durch ihre Überzeugungskraft, ihren vorbildlichen Lebenswandel und ihr beeindruckendes Auftreten gelang es Christiana zuletzt sogar, die georgische Königsfamilie für den Glauben an Christus zu gewinnen. Um das Jahr 330 schloss die bewunderungswürdige Frau die Augen für immer.

15.12.

Paola

Paola di Rosa (On: Sr.Maria Crucifixa) half während der Cholera-Epidemie in Brescia 1836 mit großem Einsatz bei der Betreuung der Kranken. Durch diese Tätigkeit angeregt, gründete sie 1840 die religiöse Genossenschaft "Mägde der Nächstenliebe", deren Mitglieder sich der Krankenpflege innerhalb und außerhalb der Spitäler widme(te)n. + 15.12.1855.

StadtBrescia
BesonderheitenOrdensgründerin Sozialengagement

15.12.

Silva

Silva starb in nicht mehr feststellbarer Zeit als Märtyrin zu Konstantinopel.

StadtKonstantinopel
BesonderheitenMärtyrerin

15.12.

Wunibald

Wunibald war der Bruder des hl Willibald (siehe 7.7.) und der hl Walburga (siehe 25.2.). Winfried Bonifatius, der "Apostel der Deutschen", gewann ihn 737/738 für die Mission in Thüringen und Mainfranken, wo Wunibald das später berühmt gewordene Kloster Heidenheim gründete, in dem er seine letzten Lebensjahre verbrachte und am 18.Dezember 761 dahinschied.