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Der Heiligenkalender

Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler

Datum ausschliessen
Name: Klaus (Nikolaus)

25.09.

Klaus (Nikolaus)

Klaus (Nikolaus) von der Flüe einer der letzten großen Mystiker des Mittelalters, ist zugleich einer der seltsamsten Heiligen. Sein Handeln ist nur schwer zu verstehen. Das mag wohl auch der Grund dafür gewesen sein, dass "Bruder Klaus", der von seinen Zeitgenossen wie ein Heiliger verehrt wurde, erst 1947 offiziell heilig gesprochen wurde. Nikolaus kam im Jahr 1417 auf dem Flüeli bei Sachseln im Schweizer Kanton Obwalden zur Welt und heiratete 1444 Dorothee Wyss, die ihm im Laufe der Jahre 10 Kinder schenkte. Er war ein freier Bauer, Ratsherr und Ortsrichter und zählte zu den angesehensten Persönlichkeiten der Gegend. Daher war es für alle überraschend, als der 50-jährige plötzlich nach 23 Jahren glücklicher Ehe Frau und Kinder verließ und beschloss, fortan als Einsiedler zu leben, weil er nur ein weltabgewandtes Leben als Erfüllung ansah. In der Ranft-Schlucht hoch im Gebirge, baute sich der Weltflüchtling eine Zelle, und hier lebte "Bruder Klaus" 19 Jahre lang. Er nahm keine Nahrung zu sich und ernährte sich nur von der Eucharistie, die er an den Sonntagen im Bergkirchlein von Sachseln empfing. Eine vom Erzbischof angeordnete Untersuchung bestätigte diese Tatsache. Immer häufiger wurde der Eremit als Ratgeber für die Großen und Mächtigen aufgesucht, die oft von weither angereist kamen, aber ebenso stand er den Bergbauern der Umgebung mit Rat und Tat zur Seite. Hauptsächlich durch seinen Einfluss und sein großes Ansehen konnte auf der "Tagsatzung von Stanz" 1481 die Einheit der Schweizer Eidgenossenschaft gerettet werden. Am 21. März 1487 starb der hochgeachtete Einsiedler, 70 Jahre alt, in seiner Klause. Bis heute wird er als Patron der Schweiz, insbesondere der Schweizer Urkantone (Schwyz, Uri, Unterwalden, verehrt.

StandEhemann
BesonderheitenEinsiedler
Datum: 12.12.

12.12.

Dietrich (Dieter, Dirk)

Dietrich (Theoderich), Mönch in der Reformabtei Gorze in Lothringen, wurde um 1082 zum Abt des Klosters in Kremsmünster (Oberösterreich) berufen, in dem er erfolgreich die Hirsauer Reform durchführte. Als Bischof Altmann von Passau (9.8) während des Investiturstreits von Kaiser Heinrich IV. aus seiner Bischofsstadt vertrieben wurde, fand er Zuflucht in Kremsmünster. + an einem 12..12. bald nach 1082

LandEuropa
BesonderheitenReformer

12.12.

Hartmann

Hartmann von Brixen, Propst in Herrenchiemsee, war von Markgraf Leopold III. von Österreich (siehe 15.11.) nach Klosterneuburg berufen worden. Wegen seiner Erfolge als Reformer wurde der Geistliche schließlich zum Bischof von Brixen erhoben. Er erneuerte auch hier überaus erfolgreich - vor allem durch sein eigenes Vorbild - das religiöse Leben. Der Ruf des großen Mannes drang weit über die Grenzen von Tirol und Österreich hinaus. + 23.12.1164.

StandBischof
StadtBrixen
BesonderheitenReformer

12.12.

Johanna (Hanna, Hannah, Jana, Janina, Janine, Joana, Joanna, Gianna, Jenny, Jovanka, Jeannette, Ivana)

Johanna Franziska von Chantal; stand nach 9 Jahren glücklicher Ehe, als ihr Gatte durch einen Jagdunfall ums Leben gekommen war, mit vier kleinen Kindern allein da. Von dem Schicksalsschlag zutiefst erschüttert, widmete sie sich ganz ihren Kindern und Werken der Barmherzigkeit. Nachdem sie im Jahr 1604 Franz von Sales (siehe 24.1.), den charismatischen Bischof von Genf, kennengelernt hatte, entwickelte sich zwischen beiden eine innige geistige Freundschaft. Gemeinsam gründeten sie den Orden "Von der Heimsuchung Mariä", deren Mitglieder heute meist "Salesianerinnen" genannt werden. Er sollte Mädchen und Frauen die Möglichkeit geben, ein gottgefälliges Leben zu führen, ohne strenge Ordensregeln erfüllen zu müssen. Die Schwestern kümmer(te)n sich um Arme und Kranke, die sie in deren Wohnungen und Häusern aufsuch(t)en. Schwere körperliche Leiden machten die letzten Lebensjahre der Johanna von Chantal zu einem Martyrium. Doch sie ertrug alles, ohne zu klagen, mit einer immer gleich bleibenden Sanftmut. Sie hatte ihr Leben in die Hände Gottes gelegt und sah jeden Schmerz als Prüfung an. Nach einem schweren, aber erfüllten Leben starb die Dulderin am 13.Dezember 1641. Franz von Sales hat einmal über Johanna geschrieben: "Ich habe in Madame de Chantal jene vollkommene Frau gefunden, die Salomon in Jerusalem gesucht, aber nicht gefunden hat." Historisches: Die im Mittelalter entstandenen Orden waren meist beschauliche Orden, für die das Gebot "Bete und arbeite" galt. Dazu kamen dann die Bettelorden. Erst in der Zeit der Gegenreformation (16./17. Jhdt) änderte sich das vollkommen. Jetzt wurden zahlreiche Orden ins Leben gerufen, die sich soziale Tätigkeit, vor allem Krankenpflege und Unterricht, zur Aufgabe machten. So entstanden die Orden der Ursulinen, der Barmherzigen Brüder und Schwestern und zahlreiche andere, die mitten unter den Menschen wirkten.

BesonderheitenOrdensgründerin Sozialengagement

12.12.

Konrad (Corrado)

Konrad (Corrado) von Offida, geboren 1237, trat bereits mit 15 Jahren in das Franziskaner-Kloster in Ascoli Piceno (Mittelitalien) ein. Er verzichtete auf seinen Besitz, brach sein Studium ab, entsagte Freunden und Familie und zog als Almosensammler durch die Straßen der Stadt. Vom Charisma des jungen Ordensmannes angezogen, strömten Scharen von Menschen zu seinen Predigten. Man nannte Konrad bald den „zweiten Franziskus“. + 12.121306.

12.12.

Vicelin (Witold, Wetzel)

Vicelin war 1126 von Norbert von Xanten zum Priester geweiht worden. Kurz darauf wurde ihm vom Erzbischof von Bremen der Auftrag erteilt, bei den Wenden in Ostholstein zu missionieren. + 12.12.1154..