Der Heiligenkalender

Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler

Datum ausschliessen
Land: Europa Europa Frankreich

15.03.

Louise

Louise de Marillac, in Paris geboren, wurde schon in jungen Jahren Witwe und stellte ihr Leben nunmehr ganz in den Dienst der christlichen Nächstenliebe. Gemeinsam mit Vinzenz von Paul (siehe 27.9.) gründete sie den Orden "Filles de la Charité" ("Töchter der Nächsten-liebe"), meist "Barmherzige Schwestern" oder "Vinzentinerinnen" genannt. Sie selbst opferte sich auf im Dienste an Alten, Kranken und Gebrechlichen. + 15.3.1660.

StadtParis
BesonderheitenOrdensgründerin Sozialengagement

09.12.

Valerie (Valeria, Valeska)

Valerie (Valeria) von Limoges stammte aus einer angesehenen und vermögenden gallischen Familie und war mit einem heidnischen Fürstensohn verlobt. Als sie Christin geworden war, wollte sie die Verlobung in aller Stille lösen. Doch der junge Mann geriet aus gekränkter Ehre darüber so in Wut, dass er die Braut als Christin anzeigte. Daraufhin wurde Valeria gefoltert und enthauptet. Das alles soll um das Jahr 300 geschehen sein.

StadtLimoges
BesonderheitenGewaltopfer

31.12.

Cathérine (Katharina)

Cathérine Labouré (Taufname: Zoë) wurde als neuntes von 17 Kindern einer armen Bauernfamilie in Ostfrankreich geboren. Sie arbeitete zuerst als Dienstmagd, wurde dann aber, 1830, bei den Barmherzigen Schwestern (Vinzentinerinnen) in Paris aufgenommen. Bis zu ihrem Tode kümmerte sich die Ordensfrau bis zur Selbstaufopferung um alte Menschen. Sie hatte mehrere Erscheinungen der Gottesmutter, was zur Prägung der sogenannten "Wundertätigen Medaille" führte, die große Verbreitung fand. Die Mystikerin starb am 31.Dezember 1876. Ihr Leib blieb bis heute unverwest.

Besonderheiteneinfache, arme Leute Mystikerin
Datum: 27.05.

27.05.

Augustin (August)

Augustin (August), später Erzbischof von Canterbury, war von Papst Gregor dem Großen im Jahr 596 mit 40 anderen Mönchen als Glaubensbote nach Britannien entsandt worden. In Kent, dem größten Teilkönigreich der Angelsachsen, wurden die christlichen Missionare von König Edelbert, der mit der christlichen fränkischen Prinzessin Bertha verheiratet war, freundlich aufgenommen. Nicht nur, weil die christliche Königin die fremden Priester maßgeblich unterstützte, war ihre Missionsarbeit so erfolgreich. Augustin, der bald zum Erzbischof von Canterbury ernannt wurde, verbot die Zerstörung der heidnischen Göttertempel und Kultstätten und ließ diese in christliche Gotteshäuser umgestalten. Ebenso versuchte er germanische und keltische Elemente in die christliche Religionsausübung einzubeziehen. Und gerade diese Toleranz und Aufgeschlossenheit gegenüber anderen Religionen war die Hauptursache für die großen Missionserfolge der christlichen Glaubensboten. Der erfolgreiche "Apostel Englands" starb vermutlich an einem 26.Mai um 604 in der jungen Bischofsstadt Canterbury.

StandBischof
StadtCanterbury

27.05.

Bruno

Bruno (Brun), Bischof von Würzburg, der Sohn Herzog Konrads von Kärnten, galt als einer der bedeutendsten und geachtetsten Kirchenvertreter seiner Zeit, denn er hatte eine hohe Auffassung von den Aufgaben seines bischöflichen Amtes. Er begann mit dem Bau des Würzburger Domes und förderte Bildung und Moral des Klerus. Mit Kaiser Heinrich III. zog er 1045 nach Ungarn. In Persenbeug an der Donau brach, während der Kaiser mit seinen Begleitern zu Tische saß, die Decke des Saales ein und begrub die Anwesenden unter den Trümmern. + 27.5.1045.

StandBischof
StadtWrzburg

27.05.

Margaret

Margaret Pole war zur Erzieherin von Maria (der Katholischen), der ältesten Tochter König Heinrichs VIII. von England bestellt worden. Nachdem ihr Sohn, Erzbischof Reginald, gegen die Kirchenpolitik des Königs Stellung bezogen hatte, wurde auch die Mutter verhaftet und am 27. Mai 1541, ohne irgendwelchen Schuldbeweis, hingerichtet..

BesonderheitenGewaltopfer

27.05.

Matthias (Mathias)

Matthias Kalemba, ein afrikanischer Christ, war Leiter des Trommelorchesters am Hof des Königs von Uganda. Er hatte eine Verschwörung des Katikiro, des obersten Hofbeamten, gegen den König aufgedeckt. Seltsamerweise war es dem Hofschranzen aber wieder gelungen, sich beim König einzuschmeicheln. In einer vom Katikiro inszenierten Aktion musste Matthias Kalemba, wie viele andere Christen (siehe Karl Lwanga u. Gef. siehe 3.6.), auf eine unglaublich grausame Weise sterben. Sie hatten nämlich, wie der Hofbeamte dem König erfolgreich eingeredet hatte, „die Götter erzürnt“. + 27.5.1886.

BesonderheitenMärtyrer

27.05.

Randolph

Randolph, ein vorbildlicher christlicher Vater, starb um 700 zu Arras (F) als Märtyrer.