Der Heiligenkalender

Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler

Datum ausschliessen
Land: Europa Frankreich (Elsass)

21.02.

Gunhild (Gunthild, Gunilla, Gunna, Gunilda)

Gunhild (Gunthild) war die erste Äbtissin des Klosters Biblisheim im Elsass. Sie starb am 21. Februar 1231 „im Ruf der Heiligkeit und der Wunderkraft“. (Gunilla, Gunna).

20.03.

Irmgard

Irmgard von Tours, die wohltätige Gattin von Kaiser Lothar I., war Gründerin des Klosters Erstein im Elsaß und eine große Förderin der Kirche. + 20.3.851

15.04.

Una (Unna, Huna, Oona)

Una (Unna, Huna, Oona) die Wäscherin, war die Witwe eines vornehmen Edelmanns im Elsass. Sie betreute alleinstehende und allein gelassene Kranke mit großer Hingabe und wusch auch ihre Wäsche. + um 687. Sie ist die Patronin der Wäscherinnen

StandAdel
BesonderheitenSozialengagement

03.06.

Morand

Morand war zuerst Mönch in der berühmten Reformabtei Cluny. Dann kam er ins Elsaß, wo er eine so hingebungsvolle seelsorgerische Tätigkeit ausübte, dass man ihn bald den "Apostel des Sundgaus" nannte. + 3. Juni um 1115..

StadtCluny
BesonderheitenReformer

22.06.

Rotraud (Rotrud)

Rotraud (Rotrud) lebte im 9. Jhdt und war die erste Äbtissin des Klosters Erstein im Elsaß..

21.07.

Arbogast

Arbogast gründete als Bischof von Straßburg zahlreiche Kirchen und Klöster und festigte das noch junge Christentum im Elsaß. + 618 (?).

StandBischof
StadtStrassbourg

26.09.

Eugenie

Eugenie war Nichte und Nachfolgerin der hl Ottilia als Äbtissin von Hohenburg, + um 735

07.11.

Florentius

Florentius lebte im 6. Jhdt und wurde als Nachfolger des hl Arbogast (21.7) Bischof von Straßburg. Er gründete Klöster und wirkte für die weitere Christianisierung des Elsass.

StandBischof
StadtStrassbourg
BesonderheitenGewaltopfer

08.12.

Reinmar (Romaricus, Romarich)

Reinmar (Romaricus, Romarich) war Gründer und erster Abt des Klosters Reimersberg (Remiremont) in den Vogesen, das er auf einem eigenen Stück Land, das er dafür gerodet hatte, errichten ließ. + 8.12. 655.

09.12.

Reinmar (Romaricus, Romarich, Raimarius)

Reinmar (Romaricus, Romarich, Raimarius) war Gründer und erster Abt des Klosters Reimersberg (Remiremont) in den Vogesen, das er auf einem eigenen Stück Land, das er dafür gerodet hatte, errichten ließ. + 8.12 655. Anmerkung: Der Name Reinmar wurde später durch einen anderen Elsässer, den Minnesänger Reinmar von Hagenau bekannt, dessen formal vollendete Lieder am reinsten den Begriff der „hohen Minne“ verkörpern. Walther von der Vogelweide rühmte ihn als seinen Lehrmeister.

Datum: 24.08.

24.08.

Amadeus

Amadeus, Bischof von Lausanne, + 24.(27.?) 8.1159, siehe 30.8.

24.08.

Bartholomäus

Bartholomäus, der Apostel, hieß wahrscheinlich mit ursprünglichem Namen Nathanael und stammte aus Kana in Galiläa. Er war durch den Apostel Philippus zu Christus gekommen, der den neuen Jünger mit den Worten empfing: „Seht, ein wahrer Israelit, an dem kein Falsch ist.“ Nach Jesu Tod und Auferstehung zog der Apostel als Wanderprediger durch Armenien, Mesopotamien und Indien. Berühmt wurde er vor allem durch seine Fähigkeit, „Besessene“ zu heilen. So soll die Tochter des Königs von Armenien durch ihn wieder gesund geworden sein, was dazu führte, dass die ganze armenische Königsfamilie christlich wurde (Die Armenier waren das erste Volk, das in seiner Gesamtheit christlich wurde). Doch Bartholomäus starb als Märtyrer. Die heidnische Partei unter der Führung des Bruders des Königs ließ den Apostel gefangen nehmen und zur „persischen Todesstrafe“ verurteilen: Bei lebendigem Leib wurde ihm die Haut abgezogen, dann wurde er gekreuzigt. Das Jahr seines Todes lag um die Mitte des 1. Jhdts. Der Apostel ist Patron des Bistums Lüttich, der Metzger, Schneider, Buchbinder, Bauern, Winzer, Hirten, Sattler, Gerber, Schuhmacher, Stuckateure und Helfer gegen Zuckungen und Nervenkrankheiten. Historisches: Traurige Berühmtheit erlangte die Bartholomäusnacht des Jahres 1572, auch „Pariser Bluthochzeit“ (Vermählung des Calviners Heinrich von Bourbon und Navarra mit Marguerite Valois, der Schwester des katholischen Königs Karl IX.) genannt, in Frankreich. Etwa 2.000 Hugenotten (Protestanten) wurden auf Befehl der Königsmutter Caterina von Medici, die sich übergangen fühlte und um ihren Einfluss fürchtete, in Paris - und am folgenden Tag in ganz Frankreich - ermordet. Die Gründe dafür waren weitgehend politischer Natur. Bauernregeln: "Sankt Bartholomä treibt das Korn in die Höh'." "Wie sich das Wetter am Bartheltag stellt ein, so soll es den ganzen September sein." "Bartholomä, wer Korn hat, der säe, wer Gras hat, der mähe, wer Hafer hat, der reche, wer Äpfel hat, der breche." "Zu Sankt Bartholomä geht man im Sommer in die Kirche und im Herbst wieder hinaus." "Bartholomäus pflücket die Nuß." "Am Bartheltag bau's Korn, und warte nicht bis morg'n." - "Bartholomä, wenn's regnet, o weh." "Bleiben Störche und Reiher noch nach Bartholomä, dann kommt ein Winter, der tut uns nicht weh."

BesonderheitenBiblische Gestalt Märtyrer

24.08.

Emilia (Emilie, Emily, Milena, Milla)

Emilia de Vialar war ein Mädchen aus einer reichen und angesehenen Familie im Städtchen Gaillac in Südfrankreich. Als sie nach der Ausbildung in einem Mädchenpensionat nach Hause zurückgekehrt war, wurde ihr Elternhaus bald zum Sammelpunkt für Arme und Kranke. Aus dieser Sorge um die Bedürftigen entwickelte sich der Orden der "St.Josephs-Schwestern", die sich besonders der Armen und Kranken annehmen und heute hauptsächlich in Afrika und Indien tätig sind. + 24.8.1856.

BesonderheitenSozialengagement

24.08.

Johanna-Antida (Jeanne-Antide)

Johanna-Antida (Jeanne-Antide) Thouret war 1788 in Paris Vinzentiner-Schwester gewor-den. 1795 musste sie vor der Französischen Revolution in die Schweiz fliehen, um ihr Leben zu retten. Am Bieler See arbeitete sie dann als Lehrerin. 1799 gelang es ihr, nach der Rück-kehr in die Heimat, in Besançon (Franche Comté) ein Haus zu erwerben und eine Kongre-gation zu gründen, die sich karitativen Werken und der Mädchenerziehung widmen sollte. Dabei fand die Ordensfrau sogar die Unterstützung von Letizia Buonaparte, Napoleons Mutter. In Neapel, wo sie ein weiteres Ordenshaus errichtet hatte, starb Mutter Thouret nach einem erfüllten Leben im Dienste der Mitmenschen am 24. August 1826.

BesonderheitenSozialengagement

24.08.

Michaela (Miguela)

Michaela (Miguela) Desmaisières, 1809 als Tochter eines Grafen in Madrid geboren, zeigte schon als Kind, wie sehr ihr Leid und Not anderer Menschen zu Herzen gingen. Das Mitleid mit dem Nächsten sollte auch für die erwachsene Frau der Anstoß für ihr Handeln sein. So gründete die sozial denkende Gräfin in Madrid 1845 ein Haus für "gefallene" und gefährdete Mädchen und rief die Kongregation "Dienerinnen des Heiligsten Sakraments" ins Leben. Sie selbst opferte sich regelrecht auf im Einsatz für Gestrauchelte und Außenseiter, wofür sie (wegen ihres "fragwürdigen Umgangs") oft nur beschimpft, verleumdet und auch verachtet wurde. Sie starb am 24.August 1865 in Valencia während einer Choleraepidemie.

StandAdel
StadtMadrid
BesonderheitenSozialengagement