Der Heiligenkalender

Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler

Datum ausschliessen
Land: Europa Irland

15.01.

Deïrdre

Deïrdre (Dierdre, Dirdre), auch Ita genannt, war Gründerin und erste Äbtissin des Klosters Clúaincredal, in Killeedy, Irland, wo ihr große Verehrung zuteil wurde. Um ihre Person ranken sich viele Legenden. Sie starb um das Jahr 570 (577?).

01.02.

Name: Brigitta (Brigida, Brigitte, Britta, Gitta)

Brigitta (Brigida, Brigid) von Kildare, die zweite Patronin von Irland, wurde um das Jahr 453 geboren und soll noch vom hl Patrick, dem großen Apostel der Iren, getauft worden sein. Aus ihrer kleinen Zelle unter einer mächtigen Eiche entwickelte sich das berühmte frühchristliche Kloster Kildare (d.h. “Eichenzelle“), das erste Frauenkloster in Irland. Brigitta wurde dessen erste Äbtissin. Diese Abtei, zu der später noch ein Männerkloster hinzukam, spielte in der religiösen Geschichte Irlands eine wichtige Rolle. Die besondere Liebe der als Wundertäterin angesehen Frau galt den Kindern, vor allem den unehelich geborenen. Sie liebte aber nicht nur die Menschen, sie wird auch als eine besondere Freundin der Tiere dargestellt. - Als „Mary of the Gael“ scheint sie in alten Sagen auf. Brigida genoss, besonders als Patronin der Kinder, lange Zeit in ganz Westeuropa große Verehrung. + 1.2. 523. – Die Heilige ist Patronin der Kinder, der Wöchnerinnen, der Tiere, besonders der Haustiere, sowie Schutzheilige gegen Unglück und Verfolgung.

18.02.

Koloman (Colman)

Koloman (Colman) war Abtbischof von Lindisfarne im frühchristlichen Irland. Er war der Gründer der Abtei Mayo. + 676.

17.03.

Patrick (Patricius)

Patricius, so hieß der heilige Patrick, ursprünglich, Apostel der Iren, erblickte um das Jahr 385 in Britannien, das damals eine römische Provinz war, als Sohn eines christlichen Unteroffiziers das Licht der Welt. Als Knabe wurde er bei einem Plünderungszug von irischen Seeräubern entführt und in Irland als Sklave verkauft. Als junger Mann konnte er sechs Jahre später fliehen und in die Heimat zurückkehren. Dann ging er nach Gallien, um sein Wissen zu vertiefen und studierte im Inselkloster Lérins und in Auxerre. Immer stärker festigte sich in Patrick der Gedanke, er müsse den wilden Iren das Christentum bringen. So kehrte er schließlich als Glaubensbote um das Jahr 432 nach Irland zurück und begann hier seine unermüdliche Missionstätigkeit. Große Schwierigkeiten bereiteten ihm dabei die Druiden, die keltischen Priester, die ihm nach dem Leben trachteten. Wurde Patricius zuerst von Missionshelfern aus Britannien und Gallien unterstützt, so konnte er schon bald immer häufiger dafür Einheimische heranziehen - und Irland wurde bald die „Insel der Heiligen“ genannt. + 17.3.461. St. Patrick ist Patron von Irland, wurde in der Normandie und in der Steiermark besonders verehrt, ist Patron der Bergleute, Schmiede, Böttcher (Bottichmacher), Friseure und des Viehs, Schutzheiliger gegen Ungeziefer und Krankheiten der Haustiere, gegen das Böse und Fürsprecher für die Armen Seelen. Anmerkung: Das Kleeblatt, Patricks persönliches Attribut, er soll damit das Wesen der Heiligen Dreifaltigkeit erklärt haben, ist zum Nationalabzeichen der Iren geworden. Das Fest des hl Patrick wird in Irland und in den Vereinigten Staaten festlich mit groß angelegten Umzügen begangen

24.04.

Egbert

Egbert von Irland war der Begründer der Friesenmission. + 24.4.729.

BesonderheitenReformer

16.05.

Brendan (Brandon)

Brendan (Brandon) war Abt der Abtei Clonfert in Irland und ein bedeutender Klostergründer. In seiner irischen Heimat sowie in Schottland und Wales gehört(e) er zu den am meisten verehrten Heiligen. Weit über Irland hinaus bekannt war im Mittelalter die Legende von „Brandons Meerfahrt“ mit zahlreichen phantastischen Abenteuern. + um 575.

06.06.

Kevin (Coemgen)

Kevin (Coemgen) von Glendalough, lebte zuerst als Einsiedler. Als sich immer mehr Gleichgesinnte um ihn sammelten, entstand das Kloster Glendalough südlich von Dublin. Der vom Volk schon zu Lebzeiten verehrte spätere Patron der irischen Hauptstadt starb, angeblich 120 Jahre alt, um das Jahr 618.

StadtDublin
BesonderheitenEinsiedler

11.07.

Oliver

Oliver Plunket, ein katholischer Seelsorger in Irland, wurde 1669 zum Erzbischof von Armagh ernannt. Da das englische Parlament auf die Katholiken einen immer stärker werdenden Druck ausübte, konnte er bald nur noch unter größten Schwierigkeiten und Gefahren im Geheimen wirken. 1681 wurde er von einem abgefallenen Priester angezeigt und nach einem willkürlich geführten Prozess als "Hochverräter" zum Tode verurteilt, gehängt und gevierteilt. 35 weitere Katholiken starben mit ihm. + 11.7.1681.

StandBischof
BesonderheitenMärtyrer

18.12.

Samthanna (Samantha)

Samthanna (Samantha), eine im 7./8. Jhdt lebende irische Klostergründerin, gehört in ihrer Heimat zu den meist verehrten Heiligen. Sie starb 739 in dem von ihr selbst gegründeten Kloster Clonbroney.

Datum: 24.08.

24.08.

Amadeus

Amadeus, Bischof von Lausanne, + 24.(27.?) 8.1159, siehe 30.8.

24.08.

Bartholomäus

Bartholomäus, der Apostel, hieß wahrscheinlich mit ursprünglichem Namen Nathanael und stammte aus Kana in Galiläa. Er war durch den Apostel Philippus zu Christus gekommen, der den neuen Jünger mit den Worten empfing: „Seht, ein wahrer Israelit, an dem kein Falsch ist.“ Nach Jesu Tod und Auferstehung zog der Apostel als Wanderprediger durch Armenien, Mesopotamien und Indien. Berühmt wurde er vor allem durch seine Fähigkeit, „Besessene“ zu heilen. So soll die Tochter des Königs von Armenien durch ihn wieder gesund geworden sein, was dazu führte, dass die ganze armenische Königsfamilie christlich wurde (Die Armenier waren das erste Volk, das in seiner Gesamtheit christlich wurde). Doch Bartholomäus starb als Märtyrer. Die heidnische Partei unter der Führung des Bruders des Königs ließ den Apostel gefangen nehmen und zur „persischen Todesstrafe“ verurteilen: Bei lebendigem Leib wurde ihm die Haut abgezogen, dann wurde er gekreuzigt. Das Jahr seines Todes lag um die Mitte des 1. Jhdts. Der Apostel ist Patron des Bistums Lüttich, der Metzger, Schneider, Buchbinder, Bauern, Winzer, Hirten, Sattler, Gerber, Schuhmacher, Stuckateure und Helfer gegen Zuckungen und Nervenkrankheiten. Historisches: Traurige Berühmtheit erlangte die Bartholomäusnacht des Jahres 1572, auch „Pariser Bluthochzeit“ (Vermählung des Calviners Heinrich von Bourbon und Navarra mit Marguerite Valois, der Schwester des katholischen Königs Karl IX.) genannt, in Frankreich. Etwa 2.000 Hugenotten (Protestanten) wurden auf Befehl der Königsmutter Caterina von Medici, die sich übergangen fühlte und um ihren Einfluss fürchtete, in Paris - und am folgenden Tag in ganz Frankreich - ermordet. Die Gründe dafür waren weitgehend politischer Natur. Bauernregeln: "Sankt Bartholomä treibt das Korn in die Höh'." "Wie sich das Wetter am Bartheltag stellt ein, so soll es den ganzen September sein." "Bartholomä, wer Korn hat, der säe, wer Gras hat, der mähe, wer Hafer hat, der reche, wer Äpfel hat, der breche." "Zu Sankt Bartholomä geht man im Sommer in die Kirche und im Herbst wieder hinaus." "Bartholomäus pflücket die Nuß." "Am Bartheltag bau's Korn, und warte nicht bis morg'n." - "Bartholomä, wenn's regnet, o weh." "Bleiben Störche und Reiher noch nach Bartholomä, dann kommt ein Winter, der tut uns nicht weh."

BesonderheitenBiblische Gestalt Märtyrer

24.08.

Emilia (Emilie, Emily, Milena, Milla)

Emilia de Vialar war ein Mädchen aus einer reichen und angesehenen Familie im Städtchen Gaillac in Südfrankreich. Als sie nach der Ausbildung in einem Mädchenpensionat nach Hause zurückgekehrt war, wurde ihr Elternhaus bald zum Sammelpunkt für Arme und Kranke. Aus dieser Sorge um die Bedürftigen entwickelte sich der Orden der "St.Josephs-Schwestern", die sich besonders der Armen und Kranken annehmen und heute hauptsächlich in Afrika und Indien tätig sind. + 24.8.1856.

BesonderheitenSozialengagement

24.08.

Johanna-Antida (Jeanne-Antide)

Johanna-Antida (Jeanne-Antide) Thouret war 1788 in Paris Vinzentiner-Schwester gewor-den. 1795 musste sie vor der Französischen Revolution in die Schweiz fliehen, um ihr Leben zu retten. Am Bieler See arbeitete sie dann als Lehrerin. 1799 gelang es ihr, nach der Rück-kehr in die Heimat, in Besançon (Franche Comté) ein Haus zu erwerben und eine Kongre-gation zu gründen, die sich karitativen Werken und der Mädchenerziehung widmen sollte. Dabei fand die Ordensfrau sogar die Unterstützung von Letizia Buonaparte, Napoleons Mutter. In Neapel, wo sie ein weiteres Ordenshaus errichtet hatte, starb Mutter Thouret nach einem erfüllten Leben im Dienste der Mitmenschen am 24. August 1826.

BesonderheitenSozialengagement

24.08.

Michaela (Miguela)

Michaela (Miguela) Desmaisières, 1809 als Tochter eines Grafen in Madrid geboren, zeigte schon als Kind, wie sehr ihr Leid und Not anderer Menschen zu Herzen gingen. Das Mitleid mit dem Nächsten sollte auch für die erwachsene Frau der Anstoß für ihr Handeln sein. So gründete die sozial denkende Gräfin in Madrid 1845 ein Haus für "gefallene" und gefährdete Mädchen und rief die Kongregation "Dienerinnen des Heiligsten Sakraments" ins Leben. Sie selbst opferte sich regelrecht auf im Einsatz für Gestrauchelte und Außenseiter, wofür sie (wegen ihres "fragwürdigen Umgangs") oft nur beschimpft, verleumdet und auch verachtet wurde. Sie starb am 24.August 1865 in Valencia während einer Choleraepidemie.

StandAdel
StadtMadrid
BesonderheitenSozialengagement