Der Heiligenkalender

Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler

Datum ausschliessen
Name: Arian

26.05.

Maria Anna (Marianne, Marianna, Marie-Anne)

Maria-Anna (Marianne) von Jesus hieß mit bürgerlichem Namen Mariana de Paredes y Flores und war 1618 in Ecuador zur Welt gekommen. Bereits mit sechs Jahren verlor sie ihre Eltern. Deshalb wurde das Waisenkind von einer älteren Schwester in ihrem Haus in Quito aufgenommen. Schon mit 12 Jahren wurde das fromme Mädchen Franziskanerterziarin. Von nun an wollte sie nur noch im Dienste Gottes und der Mitmenschen stehen. Auf Grund ihrer unzähligen Werke der Nächstenliebe nannte man das Mädchen aus Ecuador bald "die Lilie von Quito". Marianna wollte für andere Sühne leisten und strebte selbst nach immer größerer Vollkommenheit. Als Quito von einer Pestepidemie heimgesucht wurde, starb die Mystikerin, erst 26 Jahre alt, am 26.Mai 1645. Es hieß, die junge Frau habe ihr Leben für die Errettung ihrer Heimatstadt Gott angeboten, und er habe ihr Gebet erhört.

StadtQuito
BesonderheitenMärtyrerin Sozialengagement

17.07.

Gabriella (Gabriela, Gabrielle, Gabriele), Charlotte (Carlotta), Angelika (Angélique), Marianne (Marie-Anne)

Gabriella Croissy, Charlotte Thouret, Angelika (Angélique) Roussell und 13 Gefährtinnen mussten als Märtyrinnen der Französischen Revolution zu Compiègne ihr Leben lassen. Die Karmelitinnen von Compiègne waren schon zu Beginn der Verfolgungen aus ihrem Kloster vertrieben worden und lebten nun versteckt in kleineren Gruppen zusammen. Am 22.Juni 1794, während der Zeit der Schreckensherrschaft ("La Grande Terreur") unter der Führung von Maximilien Robespierre, wurden 16 Schwestern aufgegriffen, verhaftet und in Ketten (!) gelegt, dann plötzlich nach Paris überstellt. Die Hände auf den Rücken gebunden, wurden die Ordensfrauen auf harte Pferdewagen geworfen und auf der Fahrt in die Hauptstadt von den bewaffneten Begleitern pausenlos schikaniert. Im Pariser Gefängnis litten sie unter Hunger und Durst und mussten die täglichen Quälereien der sadistischen Bewacher über sich ergehen lassen. Von einem Revolutionstribunal wurden sie am 17. Juli 1794 zum Tode ver-urteilt und noch am selben Tag durch das Schafott hingerichtet; Auf dem Blutgerüst beteten die Ordensfrauen gemeinsam, erneuerten Taufgelöbnis und Ordensgelübde. Dann mussten sie, eine nach der anderen, ihr Haupt unter das Fallbeil legen.

BesonderheitenMärtyrerin

09.08.

Maria-Anna (Marianne)

Maria-Anna (Marianne) Cope aus Heppenheim in Hessen wollte ihr Leben den Leprakranken opfern und ging nach Molokai, auf die Insel der Aussätzigen. Sie starb dort im hohen Alter von 80 Jahren. + 9.8.1918.

08.09.

Adrian (Hadrian, Adriano, Adrien, Arian)

Hadrian (Adrian) stammte aus Nicomedia (heute Izmid/Türkei) und war Offizier im kaiserlich-römischen Heer. Als Kaiser Maximian Belohnungen für die Anzeige von Christen aussetzte, wurde der Soldat verraten und verhaftet. Von den grausamen Martern gezeichnet, konnten er und seine 23 Gefährten zum Richtplatz nur mehr geschleppt werden. Dem 28-jährigen Hadrian wurden dort die Arme abgehauen und die Beine zerschmettert, „dann gab er seinen Geist auf“. + um 305 (290?). Reliquien des Heiligen befinden sich in Geertsberg in Flandern, weshalb seine Verehrung in den Niederlanden und in Nordwestdeutschland besonders groß war.

StandSoldat
BesonderheitenMärtyrer

17.09.

Ariane (Arianna, Ariadne)

Ariane (Ariadne, Arianna) lebte in der Landschaft Phrygien und war die Sklavin eines Heiden, dem man vorwarf, er habe Christen in seinem Haus versteckt. Das Sklavenmädchen selbst wurde zum Tode verurteilt und starb um 140 als Märtyrin. Akten über den Prozess gegen die junge Christin sowie gegen ihren Herrn sind noch erhalten. Anmerkung: Ariadne heißt in der griechischen Mythologie die Tochter von König Minos von Kreta, die dem Helden Theseus das Garnknäuel gab („Ariadnefaden“), mit dessen Hilfe er dem Labyrinth entkommen konnte. Sie floh mit dem Geliebten, wurde aber von ihm treulos auf der Insel Naxos zurückgelassen.

BesonderheitenMärtyrerin

22.12.

Marian

Marian der Schotte lebte als Inkluse am Mainzer Dom. Er verfasste eine Weltchronik, deren Original in der Vatikanischen Bibliothek aufbewahrt wird. + 22.12.1082 (1083?).