Der Heiligenkalender

Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler

Datum ausschliessen
Name: Aud

03.02.

Claudia (Claudine, Klaudia)

Maria-Claudia (Marie-Claudine) Thévenet, gründete zu Lyon (F) die „Kongregation der heiligsten Herzen Jesu und Mariä“, deren Mitglieder sich um die Mädchenerziehung, die Betreuung von Waisenkindern und um verlassene Mädchen kümmerten. + 3.2.1837.

BesonderheitenOrdensgründerin Sozialengagement

15.02.

Claude (Claudius)

Claude (Claudius) de la Colombière trat 1658 in Lyon in den Jesuitenorden ein und war bald ein geschätzter Volksprediger. Als Seelenführer der hl Margareta Maria Alacoque (16.10.) setzte er sich für die Verbreitung der Herz-Jesu-Verehrung ein. 1676 wurde er als Beichtvater der Herzogin von York nach England berufen, auf Grund von Verleumdungen 1678 aber eingekerkert. 1679 kehrte er schwer krank in seine Heimat zurück. + 15.2.1682

14.03.

Mathilde (Thilde, Hilde, Matilda, Tilda, Maud).

Mathilde, deutsche Königin, stammte aus westfälischem Adel und heiratete im Jahr 909 Herzog Heinrich von Sachsen, den späteren deutschen König und römischen Kaiser. Das älteste ihrer fünf Kinder war (der spätere) Kaiser Otto I., der Große. Besonders gerühmt wurden die Klugheit und Weltoffenheit der Königin. - Nach dem Tode des Ehegatten war Mathilde hauptsächlich karitativ tätig, half den Notleidenden, unterstützte kirchliche Ein-richtungen und gründete Klöster. + 14.3.968. Historischer Exkurs ( Als Herzogtum Sachsen bezeichnete man im Mittelalter Nordwestdeutschland, etwa das heutige Niedersachsen. Mittelpunkt des alten Stammesgebietes war Braunschweig. Das heutige Sachsen in Ostdeutschland, früher "Kursachsen" genannt, hieß zuerst Markgrafschaft Meißen und erbte den Namen erst im 15. Jhdt mit der sächsischen Kurwürde.).

17.03.

Gertrud (Gertraud)

Gertrud (Gertraud), eine Tochter des einflussreichen fränkischen Hausmeiers Pippins des Älteren, lehnte eine glänzende Heirat ab und trat in das von ihrer Mutter Ida (siehe 8.5.) gestiftete Kloster Nivelles ein, dessen Äbtissin sie später wurde. Die überaus intelligente Frau eignete sich eine für die damalige Zeit ungewöhnlich hohe Bildung an und war auch als Schriftstellerin und Lehrerin tätig. Besonders bemühte sie sich, der weiblichen Jugend Wissen und Fertigkeiten beizubringen. Einer Legende nach soll Gertrud durch ihr Gebet das Land von einer Mäuseplage befreit und die Ernte und damit viele Menschen vor dem Hungertod gerettet haben. + 17.3. 659. - St. Gertraud ist Schutzheilige der Gärtner, der Feld- und Wiesenfrüchte sowie gegen Ratten- und Mäuseplagen. Bauernregel: „Sankt Gertraud den Garten anbaut.“ „Es führt St. Gertraud die Kuh zum Kraut, die Biene zum Flug und die Pferde zum Zug.“ „St. Gertraud mit der Maus treibt die Spinnerinnen aus dem Haus.“ (d.h. die Feldarbeit beginnt) „Bringt St. Gertraud noch Eis, wird der ganze Sommer nicht heiß.“

20.03.

Claudia, Alexandra

Claudia, Alexandra und ihre Gefährtinnen waren junge christliche Frauen aus Amisium in Kleinasien. Sie starben unter Maximian, dem Mitregenten des berüchtigten Christenverfol-gers Kaiser Diokletian, einen besonders furchtbaren Tod: Die Mädchen wurden zuerst mit Ruten ausgepeitscht, dann wie geschlachtete Tiere aufgehängt und derart "zerfleischt", dass ihnen die Gedärme herausquollen. Zuletzt warf man sie, ganz gleich, ob sie noch Lebens-zeichen von sich gaben oder schon tot waren, in einen Ofen. + um 300. Historischer Exkurs Diese unmenschlichen Grausamkeiten klingen wie einer Schauergeschichte entnommen. Es mag zwar manches durch die Legende hinzugefügt oder übertrieben worden sein, aber zeitgenössische Quellen bezeugen mehrmals die fast unvorstellbaren Martern, denen die Christen ausgesetzt wurden. Besonders an jungen Mädchen, speziell an Sklavinnen, aber auch an Frauen aus den Provinzen, die kein römisches Bürgerrecht besaßen, ebenso wie an christlichen Soldaten, konnte sich der Sadismus unbedeutender Provinzialbeamter und Henkersknechte austoben, zumal sie ja nur die Befehle der Obrigkeit gehorsamst befolgen wollten. Und Kaiser Diokletian hatte ange-ordnet, gegen die Christen mit allen Mitteln vorzugehen, da von ihm das Christentum als Feindbild angesehen wurde, das für den Verfall des Römischen Reiches verantwortlich war.

LandAsien
BesonderheitenMärtyrerin

29.03.

Gladys (Claudia)

Gladys (Claudia), eine Fürstin in Wales (GB), führte ein nur auf Vergnügen ausgerichtetes Leben. Dann wurde sie Christin und zog sich zuletzt in die Einsamkeit der Berge von Wales zurück, wo sie um 500 ihr Leben im Ruf der Heiligkeit beendete.

StandAdel
BesonderheitenEinsiedlerin

09.04.

Waltraud (Waldetrud, Waltrud)

Waltraud (Waldetrud, Waudru) war Gründerin und erste Äbtissin des Klosters in Mons (Belgien), das nach ihrem Tod Ste-Waudru genannt wurde. Als die Kinder erwachsen waren und die Eltern nicht mehr brauchten, trennten sich Waltraud und ihr Gatte in gegenseitigem Einverständnis, um im Kloster ein beschauliches Leben, ganz im Dienste Gottes zu führen. + 9.4. um 688. - Waltraud ist die Patronin des Hennegaus. - Der Ehemann, ihre vier Kinder und ihre Schwester wurden wie sie selber in die Schar der Heiligen aufgenommen.

19.04.

Gerold (Gerald, Géraud, Giraldo)

Gerold war ein reich begüterter Adeliger im Großen Walsertal im heutigen Vorarlberg. Er verschenkte seinen ganzen Besitz und gründete die Propstei Frisun im Walgau, die später nach ihm St.Gerold benannt wurde. Er selber aber lebte fortan in der Einsamkeit der Berg-welt des Großen Walsertals. Er starb an einem 10.4.um 978. - Am 19.April 1663 wurden seine Gebeine in die Kirche von Frisun übertragen. Der fromme Einsiedler wird besonders in den Diözesen Feldkirch und Einsiedeln verehrt..

StandAdel
BesonderheitenEinsiedler

15.05.

Hertrud (Hertraud)

Hertr(a)ud (auch Gertrud) von Brabant lebte im 5. Jhdt und war die christliche Tochter eines heidnischen Germanenfürsten. Weil sie einer vom Vater aufgezwungenen "politischen" Heirat entgehen wollte, wurde sie auf der Flucht aufgespürt und von den eigenen Brüdern - wegen Ungehorsams gegenüber dem Vater - mit Pfeilschüssen getötet.

StandAdel
BesonderheitenGewaltopfer

21.05.

Wiltrud (Wiltraud)

Wiltrud von Ardei ließ um 1130 aus eigenen Mitteln die Prämonstratenserabtei Scheda in Westfalen errichten. Ihr Todesjahr ist nicht bekannt.

26.05.

Regentraud (Regintrud)

Regentraud (Regintrud) lebte in der ersten Hälfte des 8. Jhdts und war Mitbegründerin des Klosters auf dem Nonnberg in Salzburg und möglicherweise dessen (vierte) Äbtissin.

29.05.

Irmtraud (Irmtrud)

Irmtraud (Irmtrudis) von Millendonck lebte im 13. Jhdt und war Äbtissin zu Bonn. Sie starb nach einem heiligmäßigen Leben

31.05.

Helmtraud (Heltraud, Hiltrud, Helma)

Helmtraud (Hiltrud) lebte als Einsiedlerin bei Neuenheerse in Westfalen. + um 950.

BesonderheitenEinsiedlerin

06.06.

Claudius (Claude, Claudio)

Claudius (Claude) war im 7. Jhdt Abt des Klosters Condat, wahrscheinlich auch Bischof von Besançon. + 6.6. um 700. Er gehört(e) in Frankreich zu den meistverehrten Heiligen..

22.06.

Rotraud (Rotrud)

Rotraud (Rotrud) lebte im 9. Jhdt und war die erste Äbtissin des Klosters Erstein im Elsaß..

23.06.

Edeltraud (Edeltrud, Audrey, Ethel)

Edeltraud (Etheldred), die Tochter des Königs von Ostanglien, wurde schon in sehr jungen Jahren mit einem schottischen Prinzen verheiratet. Nach dessen frühem Tod wurde die Witwe - sie war etwa 25 bis 30 Jahre alt - aus politischen Gründen gegen ihren Willen mit dem 15-jährigen König Egfried von Northumbrien vermählt, stellte aber die Bedin-gung, dass die Ehe nicht vollzogen werden dürfe. Als sich der junge Gemahl dann aber nicht an das Versprechen halten wollte, floh die Königin in das Kloster Coldingham. Auf der Insel Ely in Essex, wo sie nach dem Tode ihres ersten Gatten einige Zeit gelebt hatte, gründete sie, nachdem ihr zweiter Gemahl eine andere geheiratet und sie freigegeben hatte, ein Doppelkloster, das später große Berühmtheit erlangen sollte. + 23.6.679 Edeltraud ist Patronin gegen Augenleiden

30.06.

Ehrentrud (Erentrudis, Arntraud)

Ehrentrud (Erentrudis, Arntraud), eine Nichte von Bischof Rupert von Salzburg, war die erste Äbtissin des Klosters auf dem Nonnberg. Sie unterstützte ihren Onkel bei der Missionsarbeit und nahm sich besonders der weiblichen Jugend an. + 30.6.718.

18.08.

Claudia

Claudia war die erste Äbtissin des Klarissenklosters zu Genf. Sie starb Ende des 15. Jhdts.

22.09.

Wolftraud (Wulftrud)

Wolftraud (Wulftrud) von Wilton ging nach der Geburt eines unehelichen Kindes in ein Kloster, wo sie die Tochter ohne Vater im christlichen Glauben erzog. Das Mädchen wurde später Äbtissin. + um 1 000

23.09.

Rotraud (Rotrud, Rotraut)

Rotraud (Rotrud) war die erste Äbtissin des von Kaiser Heinrich II. gegründeten Klosters in Neuburg an der Donau (Bayern). Sie wurde als weise Ratgeberin von allen Ständen geschätzt. + um 1020.

27.09.

Hiltrud (Heltraud)

Hiltrud (Heltraud) entstammte dem fränkischen Hochadel. Sie schlug die Hand des mächtigen Burgunderfürsten aus und zog ein Leben strengster Askese in einer Zelle in der Nähe des Klosters in Lissiès im Hennegau (heute Belgien) vor. + um 790.

13.10.

Gerald (Gerold, Giraud, Géraud),

Gerold (Giraud,Géraud), Graf von Aurillac, blieb zeitlebens unverheiratet. Er lebte nur für seine Untertanen, denen er ein gerechter und fürsorglicher Landesvater sein wollte. Mit eigenen Mitteln finanzierte der gütige Graf verschiedene karitative Einrichtungen. + 13.10.909.

StandAdel
BesonderheitenSozialengagement

21.10.

Irmtraud, Constanze, Clementine

Irmtraud, Constanze, Clementine u.a. waren Gefährtinnen der hl Ursula und starben als Märtyrinnen zu Köln.

StadtKöln
BesonderheitenMärtyrerin

08.11.

Claudio (Claudius)

Claudio (Claudius) war ein talentierter römischer Bildhauer. Weil er als Christ kein heidnisches Götterstandbild schaffen wollte, wurde er in einen eisernen Käfig eingeschlossen und im Meer versenkt. + 305.

StadtRom
BesonderheitenKünstler

16.12.

Reinhold (Reinaud, Renauld, Rainald)

Reinhold (Reinaud, Renauld, Rainald) wurde 1133 Abt der berühmten Abtei Citeaux (südlich von Dijon). Am 16.12.1150 starb er auf einer Visitationsreise in der Provence.