Der Heiligenkalender

Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler

Datum ausschliessen
Name: Dominikus (Dominik, Domingo, Domenico, Dominic)

08.08.

Dominikus (Dominik, Domingo, Domenico, Dominic)

Dominikus, der Gründer des Dominikanerordens, wurde um 1170 als Domingo Guzmán, in Kastilien (Spanien) geboren. Nach einer hervorragenden schulischen Ausbildung ließ er sich - nach langem Suchen nach einem Sinn für sein Leben - zum Priester weihen. Auf einer Reise nach Rom an der Seite von Bischof Diégo von Azevedo kam er 1206 nach Südfrank-reich, wo die Lehren der Albigenser und Waldenser die Einheit der abendländischen Kirche bedrohten. Von der allgemeinen Orientierungslosigkeit und Gehässigkeit abgestoßen, erwachte in dem jungen Priester der Wunsch, hier als Missionar zu vermitteln und den Hass zu besiegen. Domingo war fest davon überzeugt, dass nicht Gewalt, sondern nur gegenseitige Achtung und das eigene gute Vorbild eine Versöhnung bringen konnten. Zusammen mit Bischof Diégo gründete er nahe Toulouse eine Missionsstation. Von nun an zogen Dominikus und seine Gefährten Tag für Tag durch die Dörfer und Städte, demütig und einfach, gekleidet wie Bettler. Durch ihr bescheidenes Auftreten und ihre berührenden Predigten schafften es die Brüder, viele "verirrte Schäflein" wieder in den Schoß der Kirche zurückzuführen. Mit großer Liebe zu den Menschen und einem erstaunlichen Einfühlungs-vermögen gelang es dem Missionar aus Spanien, die Herzen der Franzosen zu gewinnen. Die Missionsstation in Südfrankreich wurde zur Keimzelle des Prediger- und Bettelordens der Dominikaner. Der neue Orden sollte die Kirche gegen alle Angriffe von außen verteidi-gen und bereits Verlorenes zurückgewinnen. Mit einer kaum vorhersehbaren Geschwindig-keit breitete sich der Predigerorden, der bald auch ein Seelsorgeorden wurde, über ganz Europa aus. Doch nicht lange durfte Dominikus die Erfolge seiner Gemeinschaft miterleben. Bereits sechs Jahre nach der Ordensgründung starb er 1221 während einer Missionsreise in Bologna (Italien), wo er seine letzte Ruhestätte fand. - Von der großen Liebe des Ordensgründers zu den Mitmenschen, auch zu Andersdenkenden, den sogenannten "Häretikern", die das ganze Handeln des Heiligen bestimmt hatte, war in späterer Zeit beim Vorgehen vieler Dominikaner gegenüber "Ketzern" kaum noch etwas zu bemerken. Bauernregeln: "Wird's an Dominik sehr heiß, dann bleibt der Winter lange weiß." - "Zu Sankt Dominik wachsen die Rüben dick." - "Hitze an Dominikus, ein strenger Winter kommen muß."

StadtMadrid Cordoba
BesonderheitenOrdensgründer
Datum: 27.05.

27.05.

Augustin (August)

Augustin (August), später Erzbischof von Canterbury, war von Papst Gregor dem Großen im Jahr 596 mit 40 anderen Mönchen als Glaubensbote nach Britannien entsandt worden. In Kent, dem größten Teilkönigreich der Angelsachsen, wurden die christlichen Missionare von König Edelbert, der mit der christlichen fränkischen Prinzessin Bertha verheiratet war, freundlich aufgenommen. Nicht nur, weil die christliche Königin die fremden Priester maßgeblich unterstützte, war ihre Missionsarbeit so erfolgreich. Augustin, der bald zum Erzbischof von Canterbury ernannt wurde, verbot die Zerstörung der heidnischen Göttertempel und Kultstätten und ließ diese in christliche Gotteshäuser umgestalten. Ebenso versuchte er germanische und keltische Elemente in die christliche Religionsausübung einzubeziehen. Und gerade diese Toleranz und Aufgeschlossenheit gegenüber anderen Religionen war die Hauptursache für die großen Missionserfolge der christlichen Glaubensboten. Der erfolgreiche "Apostel Englands" starb vermutlich an einem 26.Mai um 604 in der jungen Bischofsstadt Canterbury.

StandBischof
StadtCanterbury

27.05.

Bruno

Bruno (Brun), Bischof von Würzburg, der Sohn Herzog Konrads von Kärnten, galt als einer der bedeutendsten und geachtetsten Kirchenvertreter seiner Zeit, denn er hatte eine hohe Auffassung von den Aufgaben seines bischöflichen Amtes. Er begann mit dem Bau des Würzburger Domes und förderte Bildung und Moral des Klerus. Mit Kaiser Heinrich III. zog er 1045 nach Ungarn. In Persenbeug an der Donau brach, während der Kaiser mit seinen Begleitern zu Tische saß, die Decke des Saales ein und begrub die Anwesenden unter den Trümmern. + 27.5.1045.

StandBischof
StadtWrzburg

27.05.

Margaret

Margaret Pole war zur Erzieherin von Maria (der Katholischen), der ältesten Tochter König Heinrichs VIII. von England bestellt worden. Nachdem ihr Sohn, Erzbischof Reginald, gegen die Kirchenpolitik des Königs Stellung bezogen hatte, wurde auch die Mutter verhaftet und am 27. Mai 1541, ohne irgendwelchen Schuldbeweis, hingerichtet..

BesonderheitenGewaltopfer

27.05.

Matthias (Mathias)

Matthias Kalemba, ein afrikanischer Christ, war Leiter des Trommelorchesters am Hof des Königs von Uganda. Er hatte eine Verschwörung des Katikiro, des obersten Hofbeamten, gegen den König aufgedeckt. Seltsamerweise war es dem Hofschranzen aber wieder gelungen, sich beim König einzuschmeicheln. In einer vom Katikiro inszenierten Aktion musste Matthias Kalemba, wie viele andere Christen (siehe Karl Lwanga u. Gef. siehe 3.6.), auf eine unglaublich grausame Weise sterben. Sie hatten nämlich, wie der Hofbeamte dem König erfolgreich eingeredet hatte, „die Götter erzürnt“. + 27.5.1886.

BesonderheitenMärtyrer

27.05.

Randolph

Randolph, ein vorbildlicher christlicher Vater, starb um 700 zu Arras (F) als Märtyrer.