Der Heiligenkalender

Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler

Datum ausschliessen
Name: Edith (Editha) und Rosa

09.08.

Edith (Editha) und Rosa

Edith Stein erblickte 1891 als Tochter strenggläubiger jüdischer Eltern in Breslau (Schlesien) das Licht der Welt. Nachdem sie den Doktor der Philosophie erworben hatte, war sie für einige Jahre Mitarbeiterin des berühmten Philosophen Edmund Husserl an der Universität Freiburg im Breisgau. Nach der Lektüre christlicher Schriften, vor allem einer Lebensbeschreibung der hl Theresia von Ávila, stand für die junge Frau der Entschluss fest: Sie wurde katholisch und ließ sich, inzwischen 31 Jahre alt, taufen. In den folgenden Jahren arbeitete sie als Dozentin und Lehrerin. Trotz der Schuldgefühle gegenüber ihrer alten Mutter trat Edith Stein 1933 in das Kloster der Karmelitinnen in Köln ein und erhielt den Ordensnamen Teresa Benedicta. Nach dem Tode der Mutter, 1936, folgte Ediths jüngere Schwester Rosa ihrem Beispiel. Als die Juden in Deutschland der Ächtung verfielen, emigrierten die beiden Schwestern in das niederländische Kloster Echt, um die Mitschwestern in Köln nicht zu gefährden. Doch auch die Niederlande sollten nicht mehr lange vom nationalsozialistischen Rassenwahn verschont bleiben. Als das „Hirtenwort“ des Bischofs von Utrecht, das die NS-Rassenpolitik öffentlich verurteilte, am 26. Juli 1942 von allen Kanzeln der Diözese verlesen wurde, ließen die Nationalsozialisten als Antwort darauf „alle katholischen Nichtarier Hollands“ verhaften. Edith Stein arbeitete gerade an einem Buch über Johannes vom Kreuz, den Reformator des Karmeliterordens, als sie und ihre Schwester am 2. August 1942 von der Gestapo abgeholt wurden. Fünf Tage später wurden die beiden Ordensfrauen - ihrer jüdischen Abstammung wegen - ins Konzentrationslager Auschwitz deportiert. Zwei Tage später, am 9. August 1942, starben sie mit einer Gruppe anderer jüdischer Christen in der Gaskammer.

StadtBreslau Kln
Besonderheiten20. Jahrhundert Gewaltopfer
Datum: 15.02.

15.02.

Claude (Claudius)

Claude (Claudius) de la Colombière trat 1658 in Lyon in den Jesuitenorden ein und war bald ein geschätzter Volksprediger. Als Seelenführer der hl Margareta Maria Alacoque (16.10.) setzte er sich für die Verbreitung der Herz-Jesu-Verehrung ein. 1676 wurde er als Beichtvater der Herzogin von York nach England berufen, auf Grund von Verleumdungen 1678 aber eingekerkert. 1679 kehrte er schwer krank in seine Heimat zurück. + 15.2.1682

15.02.

Drutmar

Drutmar (Trudmar, Druthmar), Mönch im Reichskloster Lorsch, wurde 1014 von Bischof Meinwerk (siehe 5.6) von Paderborn zum Abt von Korvey (Westfalen) berufen. Unter seinem Vorgänger war die Abtei in geistlicher und wirtschaftlicher Hinsicht verwahrlost. Die meisten Mönche standen dem strengen neuen Abt ablehnend gegenüber, viele traten aus dem Kloster aus. Doch trotz aller Missgunst brachte er die Abtei zu neuer Blüte und versöhnte die Mönche durch seine Persönlichkeit und sein vorbildliches Leben. + 15.21046.

StadtKorvey
BesonderheitenReformer

15.02.

Faustin (Faustinus) und Jovita

Faustin und Jovita, Geschwister, erlitten zu Brescia zwischen 117 und 138 den Märtyrertod.

StadtBrescia
BesonderheitenMärtyrer

15.02.

Friedrich

Friedrich Bachstein, ein Franziskanerbruder, wurde in Prag von fanatischen Hussiten zu Tode gequält. + 15.21611.

StadtPrag
BesonderheitenMärtyrer

15.02.

Georgia

Georgia, Jungfrau zu Clermont (F), lebte in großer Zurückgezogenheit bei Fasten und Gebet. Ihren Sarg sollen weiße Tauben zum Friedhof begleitet haben. + um 600.

BesonderheitenEinsiedlerin

15.02.

Siegfried (Sigfrid, Sigurd, Seyfried)

Siegfried (in Skandinavien Sigurd), war ein angelsächsischer Mönch aus Glastonbury, der im Jahre 995 als Glaubensbote nach Skandinavien gekommen war. Der „Apostel der Schweden“ predigte zuerst in Norwegen und erhielt dabei vom Wikingerfürsten Olaf Haraldson jegliche Unterstützung. Dann zog Siegfried/Sigurd weiter nach Schweden, wo sich König Olaf Erikson von ihm taufen ließ. In Skara in Gotland, nördlich von Göteborg, errichtete der Missionar das erste schwedische Bistum. Bis zur Reformation wurde Siegfried/Sigurd als Patron von Schweden verehrt; dann geriet er nach und nach in Vergessenheit. + 15.2. um 1040.

StadtGteborg
BesonderheitenMissionar