Der Heiligenkalender

Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler

Datum ausschliessen
Name: Franz (Francesco, Frank, Franko, Francis, François, Ferenc, Ferry, František, Paco)

04.10.

Franz (Francesco, Frank, Franko, Francis, François, Ferenc, Ferry, František, Paco)

Franz von Assisi war der Sohn eines reichen Kaufmanns, der mit einer Französin verheiratet war. Der Vater nannte ihn zärtlich „Francesco“, d.h. „mein kleiner Franzose“, weil der Junge von der Mutter ganz wie ein Franzose erzogen wurde. Giovanni Bernardone, so war sein richtiger Name, wurde ein lebenslustiger junger Ritter. Aber schon bei seinem ersten militärischen Einsatz geriet er in Kriegsgefangenschaft. Die folgende Kerkerhaft veränderte das Leben des verwöhnten Kaufmannssohnes von Grund auf. Er wollte fortan nur noch ein „Ritter Gottes“ sein und verzichtete auf das reiche väterliche Erbe. Als er alles an die Armen verschenken wollte, wurde er aber ohnehin vom erzürnten Vater enterbt. Francesco verließ seine bisherige Umgebung, um als „Poverello“, als „Ärmster unter den Armen“, zu leben. Bald schlossen sich ihm Gleichgesinnte an, meist junge Adelige und Bürgersöhne, die mit ihm predigend durch ganz Umbrien zogen. Jeder hatte zuvor Armut geloben müssen, daher nannten sie sich „Minores“, d.h. „die Minderen“. Die Bestätigung durch den Papst (1210) war die Geburtsstunde des ersten Bettelordens. Neben dem kleinen Kirchlein Santa Maria degli Angeli (Maria von den Engeln), das sie Portiuncula („kleines Teilchen“) nannten, errichteten die Mönche mit eigenen Händen ein recht ärmliches Häuschen, das zum Stammkloster der Franziskaner werden sollte. Mit seiner Jugendfreundin Clara von Assisi (siehe 11.8.) gründete Francesco 1212 einen weiblichen Zweig der Franziskaner, die Klarissinnen. Franz von Assisi hatte Einfluss auf Kirche und Gesellschaft seiner Zeit wie kaum eine andere Persönlichkeit. Er war erfüllt von einer grenzenlosen Liebe zu allen Geschöpfen. Ja, er soll sogar die Fähigkeit besessen haben, mit den Tieren zu sprechen. Im Jahr 1224 traten bei ihm zum ersten Mal die Wundmale Christi auf. Es ist dies die erste bezeugte Stigmatisierung. Der charismatische Glaubensverkünder wurde vom Volk bald wie ein Heiliger verehrt. Auf seinem Sterbelager musste er bewacht werden, da überall „Händler“ darauf lauerten, von dem Heiligen Reliquien zu ergattern, die sie teuer veräußern konnten. Am 3. Oktober 1226 starb Franz von Assisi, bereits 1228 wurde er heilig gesprochen. Seine sterblichen Überreste mussten aus Angst vor Reliquienräubern an einer geheimen Stelle vergraben werden und wurden erst Jahrhunderte später wieder aufgefunden. Der Kult um den Heiligen breitete sich mit fast unglaublicher Geschwindigkeit über das ganze Abendland aus Franziskus ist Hauptpatron Italiens, Patron der Diözese Basel, der Armen, der Kaufleute, Flachshändler, Weber, Schneider, Tuchhändler, neuerdings aber auch der Sozialarbeiter und des Umweltschutzes. - (Frank, Franco, Francis, Ferenc, Ferry, Paco, Pancho, François)

StadtAssisi
BesonderheitenOrdensgründer
Datum: 24.03.

24.03.

Elias

Elias war ein vorbildlicher Abt des Prämonstratenserstiftes zu Rommersdorf (Rheinland). + 24.3.1201.

24.03.

Gabriel

Nach dem ehemaligen Kalender: Gabriel, Erzengel: Wetterregel: "Scheint auf Sankt Gabriel die Sonn', so hat der Bauer Freud' und Wonn'."

24.03.

Hidelinde (Heidelinde)

Hidelinde (Heidelinde), die dem angelsächsischen Hochadel entstammte, war mehr als 60 Jahre lang Äbtissin des Klosters Barking (GB). + um 717.

24.03.

Karin (Katharina, Karen, Kaja)

Katharina (Karin) von Schweden wurde im Jahre 1331 als Tochter der heiligen Brigitta (23.7.) geboren. Mit 14 Jahren wurde sie, wie damals üblich, verheiratet. 1349, sie war jetzt 18 Jahre alt, begleitete Karin ihre Mutter nach Rom, wo die Schönheit der Nordländerin bei vielen Römern offene Bewunderung hervorgerufen haben soll. In Rom erreichte sie die Nachricht, dass ihr Mann plötzlich gestorben sei. Die junge Witwe beschloss daraufhin, bei ihrer Mutter zu bleiben, der sie nun 23 Jahre lang als treue Weggefährtin zur Seite stand. Nach dem Tode der Mutter brachte Katharina unter größten Schwierigkeiten deren sterbliche Überreste in die schwedische Heimat nach Vadstena, wo die Verstorbene 30 Jahre zuvor das erste Kloster des von ihr ins Leben gerufenen „Erlöserordens“ hatte erbauen lassen. Katharina/Karin wurde hier Äbtissin. + 24.3.1381

24.03.

Margaret (Margret, Margareta, Peggy)

Margret (Margaret) Clitherford, eine Dame aus Middleton (Gft York), hatte einem verfolgten katholischen Priester Unterschlupf gewährt. Daher wurden zur Strafe schwere Steine auf sie gehäuft, so dass sie erstickte. + 24.31586. (Maggie, Peggy, Maite)

BesonderheitenGewaltopfer