Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler
Halvard Vebjörnsson, der Sohn eines angesehenen norwegischen Bauern, setzte sich immer für Gerechtigkeit ein. Als er sich im Jahr 1043 einer unschuldig des Diebstahls verdächtigten Frau annahm und eine Untersuchung des Falles forderte, wurde er gemeinsam mit der Beschuldigten erschossen und dann ins Meer geworfen. Isidor von Madrid, Bauer, + 15(?). 5.1130, siehe 10.5.!
Pascal (Paschalis) Baylon war als Sohn armer Leute 1540 in Aragon (Spanien) zur Welt gekommen. Schon als Kind musste er sich als Schafhirte sein Brot verdienen. Wegen seiner außergewöhnlichen Frömmigkeit und seines liebevollen Charakters war der Junge bald als der „heilige Hirte“ bekannt. Eine Schule konnte er nie besuchen, aber er brachte sich selbst ein bisschen Lesen und Schreiben bei. Mit 17 Jahren hörte er vom Franziskaner-Orden, dem er nun unbedingt beitreten wollte. 1564 fand er dann auch im Franziskaner-Kloster Monforte als Laienbruder Aufnahme. Der selbstlose, immer bescheidene Mönch war bald überall wegen seiner Freundlichkeit und seiner Liebe zu den Mitmenschen bekannt und geschätzt. Im Kloster Villarreal in der Nähe von Valencia starb der „Volksheilige“ am 17. Mai 1592. An seinem Grab in der Klosterkirche ereigneten sich in der Folgezeit viele Wunder. Seine sterblichen Überreste wurden im Spanischen Bürgerkrieg von Revolutionären verbrannt. Pascal Baylon ist Patron der eucharistischen Bruderschaften, der Hirten und Köche sowie Schutzheiliger der Kongresse
Gottschalk, der junge Fürst der slawischen Obotriten, verheiratet mit der christlichen Prinzessin Sigrid (siehe 5.5.), war im Kloster St. Michael in Lüneburg im christlichen Glauben erzogen worden und unterstützte daher die christliche Mission in seinem Land. Er war maßgeblich an der Gründung der Bistümer Ratzeburg und Mecklenburg, das später dem Land den Namen geben sollte, beteiligt. Doch der Wendenfürst hatte auch viele Gegner. Die nationale, an der alten slawischen Götterreligion festhaltende Opposition erhob sich gegen den christlichen Fürsten, und Gottschalk wurde während des Aufstandes am 14.Juni 1066 getötet. Das christliche Missionswerk in Mecklenburg hatte damit einen schweren Rückschlag erlitten.