Der Heiligenkalender

Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler

Datum ausschliessen
Name: Herma

07.04.

Hermann

Hermann von Steinfeld, + 7.4.1241 (1252?), siehe 21.5.

25.04.

Hermann

Hermann von Baden war der älteste Sohn von Markgraf Berthold von Zähringen und wurde zum Stammvater der Markgrafen von Baden. Der fromme Mann trennte sich (mit deren Einverständnis) von seiner Frau und trat als Laienbruder in die Abtei Cluny ein. + 25.41074.

21.05.

Hermann (Hermo, Harm, Herman, Armand, Ermanno, Ermino)

Hermann Joseph von Steinfeld wurde um 1150 als Sohn armer Handwerker in Köln geboren. Die Legende erzählt, als kleiner Junge sei Hermann einmal vor einer Marienstatue gekniet. Da er einen schönen Apfel bei sich hatte, wollte er ihn dem Kind auf dem Arm der Gottesmutter schenken. Daraufhin habe der Jesusknabe den Arm ausgestreckt und den Apfel freudig entgegen genommen. Zuerst lernte der spätere Mystiker und begnadete Seelenführer das Uhrmacherhandwerk. Weil er sich aber zum Priester berufen fühlte, trat er in das Prämonstratenser-Stift Steinfeld in der Eifel ein. Doch das Klosterleben begann für ihn mit einer großen Enttäuschung. Der Abt übertrug ihm das Amt des Speisenmeisters, und so blieb für Gebet und geistliche Übungen nie genug Zeit übrig. Eines Tages soll er sich darüber im Gebet bei der Gottesmutter beklagt haben. Diese soll ihm daraufhin geantwortet haben: „Wisse, dass du mir nichts Angenehmeres tun kannst, als deinen Brüdern in aller Liebe zu dienen.“ - Als Lohn für seine Dienste an der Klostergemeinschaft wurde Bruder Hermann zum Sakristan ernannt und lebte von nun an in einer anderen Welt. Er schrieb innige Hymnen, hatte oft Visionen, die er vor seinen Mitbrüdern geheim hielt, fastete, betete und durchwachte ganze Nächte. Damit hatte sein Leben doch noch die Erfüllung gefunden. Er starb, dieser Welt schon lange entrückt, am 7. April 1252. - Hermann von Steinfeld ist Patron der Uhrmacher sowie der Mütter und Kinder.

StadtKöln
BesonderheitenKünstler Mystiker

09.07.

Hermine (Ermina, Herma, Mina, Minna, Minka) und Pauline (Paulina, Paolina, Paulette)

Hermine Grivot, Pauline Jeuris und fünf weitere Franziskanerschwestern arbeiteten als Lehrerinnen auf einer Missionsstation in der Provinz Shiansi in China. Während des "Boxer-aufstandes" wurden sie gemeinsam mit 20 Europäern und chinesischen Christen, nachdem Aufständische das Missionsgebäude besetzt hatten, "hingerichtet". Sie starben am 9.Juli 1900. Historisches: Im 19.Jhdt wurde das große, aber schwache Chinesische Reich, "der tönerne Koloss", immer mehr von fremden Mächten bedroht. Als der Kaiser ein Opiumverbot erließ, erklärte Großbritannien 1840 den Krieg. China musste danach nicht nur die uneingeschränkte Opiumeinfuhr aus Britisch Indien gestatten, sondern auch noch Hongkong an England verpachten. Japan eignete sich Formosa (Taiwan) und Korea an. Auch Rußland annektierte chinesisches Gebiet. Die Mandschu-Kaiserin war aber nicht gewillt, längst fällige Reformen durchzuführen, um das Land im Inneren zu stärken. - Im Frühjahr 1900 leitete die Besetzung des Gesandtschaftsviertels in Peking durch Angehörige eines ausländerfeindlichen Geheimbundes den "Boxeraufstand" ein. Das gab den Auftakt zu einem fürchterlichen Blutbad unter den schutzlosen Missionaren auf dem offenen Lande und chinesischen Christen, die als "Kollaborateure" beschimpft wurden. Zwischen 50 000 und 100 000 Christen starben unter den grausamsten Martern. Nicht nur Kirchen und Missionsstationen wurden zerstört, auch Waisen- und Krankenhäuser. Deren Insassen, selbst kleine Kinder, wurden niedergemacht. - Die Großmächte aber triumphierten: Eine "Strafexpedition" konnte dem Aufstand in der Hauptstadt nach 55 Tagen ein Ende setzen.)

BesonderheitenGewaltopfer

12.07.

Hermagor (Hermagoras) und Fortunat

Hermagor(as) und Fortunat waren Lektor bzw Diakon in der Kirche von Singidunum, dem heutigen Belgrad. Um 304 erlitten beide den Märtyrertod. In einer späteren Legende wird Hermagor als Apostelschüler und erster Bischof von Aquileja bezeichnet.

StadtBelgrad
BesonderheitenMärtyrer

06.08.

Hermann

Hermann von Köln war jüdischer Abstammung. Nach langem Schwanken ließ er sich 1131 taufen. In der Folge wurde er Prämonstratensermönch in Cappenberg und zuletzt zum Propst der Abtei Scheda (Westfalen) berufen. + 6.8.1173.

24.09.

Hermann

Hermann der Lahme, ein Benediktinermönch aus Schwaben, war körperlich behindert, geistig aber ein Genie. Er war Geschichtsschreiber, Dichter, Musiker, Mathematiker und Astronom. Er starb am 24.September 1054 auf der Insel Reichenau im Bodensee.

BesonderheitenKünstler Wissenschaftler

30.12.

Hermine (Irmina, Ermina, Hirmina, Herma, Mina, Minna, Minka, Erminia).

Hermine (Irmina, Ermina, Hirmina) von Echternach (heute Luxemburg) entstammte dem fränkischen Hochadel und war die Gattin eines reich begüterten und einflussreichen Pfalzgrafen. Nach dem Tode ihres Gatten widmete sich die fromme Frau ganz Werken der Wohltätigkeit und unterstützte mit persönlichem Einsatz die Christianisierung der Germanen. Während der fränkische Adel im 7. Jhdt schon durchwegs dem Christentum angehörte, hielt das Volk, besonders östlich des Rheins, meist noch an der alten Götterreligion fest. So konnte die verwitwete Pfalzgräfin bei der Gründung des ersten angel-sächsischen Missionsstützpunktes auf dem Kontinent eine wichtige Rolle übernehmen. Sie schenkte dem Germanenmissionar Willibrord einen Teil ihres Besitzes um Echternach, wo dieser ein Kloster errichten ließ, das sich für ihn und seine Gefährten zur bedeutendsten Missionszentrale entwickelte. Später trat die christliche Mäzenin in das Kloster Oeren bei Trier ein, wurde schließlich dessen Äbtissin und starb hier, hochgeachtet, um das Jahr 708. Das Kloster wurde später nach de Heiligen St. Hirminen benannt. (Traditionell und als Bistumsheilige von Luxemburg ist der 30.12., als Bistumsheilige von Trier der 3.1. Gedenktag)