Der Heiligenkalender

Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler

Datum ausschliessen
Name: Hermann (Hermo, Harm, Herman, Armand, Ermanno, Ermino)

21.05.

Hermann (Hermo, Harm, Herman, Armand, Ermanno, Ermino)

Hermann Joseph von Steinfeld wurde um 1150 als Sohn armer Handwerker in Köln geboren. Die Legende erzählt, als kleiner Junge sei Hermann einmal vor einer Marienstatue gekniet. Da er einen schönen Apfel bei sich hatte, wollte er ihn dem Kind auf dem Arm der Gottesmutter schenken. Daraufhin habe der Jesusknabe den Arm ausgestreckt und den Apfel freudig entgegen genommen. Zuerst lernte der spätere Mystiker und begnadete Seelenführer das Uhrmacherhandwerk. Weil er sich aber zum Priester berufen fühlte, trat er in das Prämonstratenser-Stift Steinfeld in der Eifel ein. Doch das Klosterleben begann für ihn mit einer großen Enttäuschung. Der Abt übertrug ihm das Amt des Speisenmeisters, und so blieb für Gebet und geistliche Übungen nie genug Zeit übrig. Eines Tages soll er sich darüber im Gebet bei der Gottesmutter beklagt haben. Diese soll ihm daraufhin geantwortet haben: „Wisse, dass du mir nichts Angenehmeres tun kannst, als deinen Brüdern in aller Liebe zu dienen.“ - Als Lohn für seine Dienste an der Klostergemeinschaft wurde Bruder Hermann zum Sakristan ernannt und lebte von nun an in einer anderen Welt. Er schrieb innige Hymnen, hatte oft Visionen, die er vor seinen Mitbrüdern geheim hielt, fastete, betete und durchwachte ganze Nächte. Damit hatte sein Leben doch noch die Erfüllung gefunden. Er starb, dieser Welt schon lange entrückt, am 7. April 1252. - Hermann von Steinfeld ist Patron der Uhrmacher sowie der Mütter und Kinder.

StadtKln
BesonderheitenKünstler Mystiker
Datum: 23.02.

23.02.

Polykarp

Polykarp, wurde vom Apostel Johannes zum Bischof von Smyrna (Izmir/Türkei) eingesetzt. Nach seiner Rückkehr von einer Reise zu Papst Anicet nach Rom (156) forderte der heidnische Pöbel seiner Stadt den Tod des alten Mannes. Der 86-Jährige wurde zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt. Im Amphitheater sollte er vor einem sensationsgierigen Publikum öffentlich verbrannt werden. Doch die Flammen verletzten den Bischof nicht, und deshalb wurde er erstochen. Die Beschreibung seines Martyriums, die noch in seinem Todesjahr verfasst wurde, ist der älteste Bericht über das Schicksal eines christlichen Märtyrers. + 23.2.156. Polykarp ist Schutzheiliger gegen Ohrenschmerzen und Ohrenkrankheiten.

StandBischof
StadtIzmir (Smyrna)
BesonderheitenMärtyrer

23.02.

Raffaela (Raphaela, Rafaela)

Raffaela Ybarra de Villalonga gründete in der spanischen Stadt Bilbao aus eigenen Mitteln die Kongregation "Asyl der Heiligen Familie" für die Betreuung von Frauen und Mädchen, die Hilfe benötigten. Über die Probleme misshandelter oder verstoßener Ehefrauen wurde damals in der Öffentlichkeit ebenso wenig gesprochen wie über das trostlose Leben alleinstehender mittelloser Frauen und Mädchen. + 23.2.1900.

BesonderheitenOrdensgründerin Sozialengagement 20. Jahrhundert

23.02.

Romana (Romina)

Romana soll die Tochter eines hohen Staatsbeamten gewesen sein. Die christliche römische Jungfrau floh aus dem Elternhaus, um ihre Jungfräulichkeit zu bewahren und einer aufgezwungenen Heirat mit einem von ihr abgelehnten Mann zu entgehen. Viele Jahre verbrachte sie als Einsiedlerin in einer Felsenhöhle bei Todi in Umbrien. + um 335. (Romina).

StadtTodi
BesonderheitenEinsiedlerin

23.02.

Willigis

Willigis war als Sohn einer Handwerkerfamilie - der Vater soll Wagner gewesen sein - zur Welt gekommen. Auf Empfehlung des Bischofs von Meißen wurde der junge Geistliche 970 Erzieher des 15-järigen späteren Kaisers Otto II. Wegen seiner außergewöhnlichen Fähigkeiten und seiner Vertrauenswürdigkeit wurde Willigis 975 zum Erzbischof von Mainz und zum Erzkanzler des Reiches, und schließlich zum päpstlichen Vikar für Deutschland ernannt. Der Bischof aus dem Handwerkerstand wurde immer mehr zum klugen und uneigennützigen Berater der kaiserlichen Familie. 996 zog er mit dem jungen Kaiser Otto III. (Kaiser Otto II. war bereits 983 gestorben) nach Rom, wo Bruno von Kärnten zum Papst gekrönt wurde (Als Gregor V. war dieser der erste „deutsche Papst“). - Willigis förderte verantwortungsbewusste Kleriker, war ein bedeutender Staatsmann, der stets um ein ausgewogenes Machtverhältnis zwischen Staat und Kirche bemüht war, der die Armut bekämpfte, das Schulwesen ausbaute und sich um die Zucht in den Klöstern sorgte. Seine ganze Kraft hat er dem Kaiserhaus und dem Reich zur Verfügung gestellt. Zu Recht wurde ihm daher der Ehrentitel „Vater des Reiches“ verliehen. + 23.2.1001.

StandBischof
StadtMainz
Besonderheiteneinfache, arme Leute