Der Heiligenkalender

Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler

Datum ausschliessen
Name: Ila

13.01.

Hilarius von Poitiers

Hilarius von Poitiers, Kirchenlehrer, stammte aus einer heidnischen Familie und war wahrscheinlich im höheren Verwaltungsdienst tätig. Immer wieder beschäftigte ihn die Frage nach dem Tod, nach der Bestimmung des Menschen und dem Sinn der menschlichen Existenz. Dann las er die Bibel - und fand eine Antwort auf seine Fragen. Im Jahr 345 ließ er sich taufen, und schon um 350 wurde er vom Volk zum Bischof seiner Heimatstadt ausgerufen. Sehr bald sah er sich in eine Auseinandersetzung mit dem Arianismus, dem der damalige römische Kaiser anhing, hineingezogen und wurde deshalb in den Osten des Reiches verbannt. Hier studierte Hilarius das Denken des Orients. In seiner im Exil verfaßten Schrift "De Trinitate" (Über die Dreifaltigkeit) bemühte er sich, die Lehre des Arius, für den Christus nur ein Mensch war, zu widerlegen. Doch trotz allem suchte der Bischof immer das Gespräch mit den Gegnern, verband östliche und westliche Theologie mit einander und setzte sich für die Vereinigung der beiden feindlichen christlichen Glaubensrichtungen ein. Gerade seine Versöhnlichkeit aber war führenden Arianern ein Dorn im Auge. So veranlassten sie den Kaiser, den "Unruhestifter" nach Gallien zurückzuschicken. In allen seinen Schriften betont Hilarius immer wieder die Verträglichkeit von Glauben und Vernunft und dass zu einem wahren Theologen nicht nur ein scharfer Verstand, sondern auch ein gläubiges Herz gehört. + 13.1.367.

StandBischof
StadtPoitiers
BesonderheitenKirchenlehrer

12.04.

Herta (Hertula, Hertila)

Herta (Hertula, Hertila), ein noch recht junges Mädchen - sie war vielleicht eine germani-sche Sklavin - erlitt während der grausamsten aller Christenverfolgungen unter Kaiser Diokletian um 303 in Rom das Martyrium.

BesonderheitenMärtyrerin

06.05.

Gundula (Gunda, Gundila)

Gundula (Gundila, Gunda), ein christliches Germanenmädchen, starb als Märtyrin zu Mediolanum in Norditalien um das Jahr 286.

BesonderheitenMärtyrerin

07.05.

Gisela (Silke, Gila, Gislinde, Gizella)

Gisela war die um das Jahr 985 geborene Tochter von Herzog Heinrich II. von Bayern. Nachdem die Magyaren 955 auf dem Lechfeld bei Augsburg eine vernichtende Niederlage erlitten hatten, beschloss ihr Fürst Géza, mit seinem Volk sesshaft zu werden. Seinen (um 969 geborenen) Sohn ließ er auf den Namen Stephan taufen und schon in jungen Jahren - als Zeichen der Versöhnung mit dem deutschen Nachbarn - mit einer bayrischen Prinzessin vermählen. Gisela von Bayern war 10 Jahre alt, als sie dem ungarischen Kronprinzen angetraut wurde. Trotz ihrer Jugend trug die ungarische Königin bald sehr viel zur Christianisierung und zum Anschluss ihres neuen Heimatlandes an die abendländische Kultur bei. Groß war der Schmerz, als Emmerich, ihr einziger Sohn, der das Kindesalter überlebt hatte, durch einen Jagdunfall ums Leben kam. Als dann der Gemahl, König Stephan der Heilige, ganz un-erwartet für immer die Augen schloss, war die Witwe den schlimmsten Anfeindungen der heidnischen national-magyarischen Partei ausgesetzt. Die Königin wurde schwer misshandelt, gefangen genommen und eingekerkert. Erst durch den persönlichen Einsatz des deutschen Kaisers konnte die unglückliche Witwe befreit werden. Sie kehrte in ihre bayrische Heimat zurück und trat in Passau in das Kloster Niedernburg ein, wo sie bis zu ihrem Tod am 7. Mai 1060 lebte. - Durch Königin Gisela von Ungarn wurde (wahrscheinlich) die Besiedlung Ostösterreichs und Westungarns durch deutsche Bauern und Handwerker eingeleitet. .

08.07.

Priscilla und Aquila

Priscilla (auch Prisca genannt) und Aquila waren ein begütertes jüdlich-christliches Ehepaar. Wegen des Ausweisungsediktes gegen die Juden aus Rom (49/50) gingen sie nach Korinth, wo sie den Apostel Paulus kennen lernten, den sie zeitweise auf seinen Missionsreisen begleiteten. Später ließen sie sich in Ephesos nieder, wo sie Paulus unter Einsatz ihres Lebens aus schwerster Gefahr retteten und eigenständig missionierten. Priscilla konnte durch geschickte Vermittlung eine drohende Spaltung der christlichen Gemeinden verhindern. Sie war eine der bemerkenswertesten Frauengestalten des Urchristentums und wird sechsmal in den frühchristlichen Schriften genannt. Als das Ehepaar wieder nach Rom durfte, beherbergten und versorgten die beiden dort eine christliche Gemeinde

StandEhefrau
StadtRom Korinth
BesonderheitenBiblische Gestalt

13.07.

Silas

Silas, auch Silvanus genannt, war ein angesehenes Mitglied der christlichen Urgemeinde und galt als Prophet. Er begleitete Paulus auf seiner zweiten Missionsreise und wird mehr-mals namentlich in den Paulusbriefen erwähnt.

BesonderheitenBiblische Gestalt

05.10.

Attila

Attila wurde um 909 zum ersten Bischof von Zamora (Spanien) ernannt, das kurz vorher durch die Mauren zerstört worden war. + 5.10.915.

12.10.

Pilár

Pilár ist ein Name, der von dem uralten spanisches Marienheiligtum "Nuestra Señora del Pilár" d.h. "Unsere Liebe Frau von der Säule" in Saragossa abgeleitet ist. Im Spanischen Bürgerkrieg blieb das Marienheiligtum vor der Vernichtung durch die Kommunisten bewahrt, da keine der geworfenen Bomben explodierte.

26.10.

Wigand (Wiland, Wigland)

Wigand (Wigland) führte als Zisterziensermönch im Kloster Waldsassen (Bayern) ein heiligmäßiges Leben. + 1133. (Wieland)

12.11.

Emil (Milan, Emilio)

Emil (Aemilianus, Emilian) Cucullatus, auch Milán de la Cogolla genannt, stammte aus Verdejo im Norden Spaniens. Er war zuerst Hirte und lebte dann 40 Jahre lang als Einsiedler in einer Höhle in den Bergen von Cogolla. Dann wurde er zum Priester geweiht und wirkte bis zu seinem Tod als Seelsorger in seiner Heimat. Noch zu Lebzeiten ereigneten sich um seine Person zahlreiche Wunder, so dass er vom Volk wie ein Heiliger verehrt wurde. An dem Ort seiner Einsiedelei entstand das Kloster San Millán, wohin seine sterblichen Überreste übertragen wurden. + 12.11574

BesonderheitenEinsiedler

22.11.

Cäcilia (Cecilia, Silja, Celia, Sheila, Silka, Lia, Lilli, Cilla, Cécile)

Cäcilia (Cecilia), Märtyrin zu Rom, ist eine der bekanntesten Heiligen. Zur Patronin der Musik wurde sie auserwählt, weil es in einem Bericht heißt, dass bei ihrer Hochzeit "die Instrumente ertönten". Cäcilia war eine reiche Patriziertochter aus einem alten römischen Adelsgeschlecht, die heimlich Christin geworden war. Von den Eltern wurde sie gezwungen, einen jungen Heiden, der ebenfalls aus einem angesehenen und ver-mögenden Hause stammte, zu heiraten. Als Valerian, so hieß ihr Gemahl, Christ geworden war, standen die beiden jungen Eheleute gefangenen Christen bei, die sie in den Kerkern besuchten (- sie bestachen die Gefängniswächter). Heimlich begruben sie die Hingerichteten. Da für die Ergreifung von Christen Prämien ausgesetzt waren, stießen die Häscher auf der Suche nach reichen Christen und deren Besitztümern auf Cäcilia, die Tochter vermögender Eltern. Die junge Frau wurde gefangengenommen und enthauptet (Römische Bürger durften "nur" durch Enthauptung gewaltsam sterben). Da der Henker Cäcilias Haupt nicht mit einem Hieb vom Leib trennen konnte, wurde die einfach liegen gelassene junge Märtyrin mit ihrer tödlichen Verletzung in ihr Haus zurückgebracht, wo sie noch drei Tage, von Schmerzen gepeinigt, lebte. Am 22.November 230 hauchte sie ihr junges Leben aus. Über dem Haus der Märtyrin wurde später die Kirche Santa Cecilia errichtet. Als man 1595 den Sarg öffnete, wurde Cäcilias Leichnam noch so vorgefunden, wie man ihn viele Jahrhunderte vorher bestattet hatte. Zur Patronin der Musik, der Musiker, der Musikinstrumente-Bauer, Orgelbauer und Sänger wurde die Heilige auserwählt, weil es in einem Bericht heißt, dass bei ihrer Hochzeit „die Geigen sangen und Saitenspiel erklang“. Die Legende machte Cäcilia zur Erfinderin der Orgel. Bauernregeln: "Fliegen die Bienen um Cäcilia, ist's nächste Jahr ein Hungerjahr." "Wenn's um Cäcilien regnet und frostet, dies der Saat das Leben kostet."

StandAdel
StadtRom
BesonderheitenMärtyrerin