Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler
Gildas der Weise, ein Priester aus Schottland, wirkte als Glaubensbote in Wales. Er gilt als erster britischer Geschichtsschreiber. + um 570.
Gunhild (Gunthild) war die erste Äbtissin des Klosters Biblisheim im Elsass. Sie starb am 21. Februar 1231 „im Ruf der Heiligkeit und der Wunderkraft“. (Gunilla, Gunna).
Mathilde, deutsche Königin, stammte aus westfälischem Adel und heiratete im Jahr 909 Herzog Heinrich von Sachsen, den späteren deutschen König und römischen Kaiser. Das älteste ihrer fünf Kinder war (der spätere) Kaiser Otto I., der Große. Besonders gerühmt wurden die Klugheit und Weltoffenheit der Königin. - Nach dem Tode des Ehegatten war Mathilde hauptsächlich karitativ tätig, half den Notleidenden, unterstützte kirchliche Ein-richtungen und gründete Klöster. + 14.3.968. Historischer Exkurs ( Als Herzogtum Sachsen bezeichnete man im Mittelalter Nordwestdeutschland, etwa das heutige Niedersachsen. Mittelpunkt des alten Stammesgebietes war Braunschweig. Das heutige Sachsen in Ostdeutschland, früher "Kursachsen" genannt, hieß zuerst Markgrafschaft Meißen und erbte den Namen erst im 15. Jhdt mit der sächsischen Kurwürde.).
Casilda, eine Tochter des Emirs von Toledo (Spanien), sie lebte im 11. Jhdt, kümmerte sich heimlich um christliche Gefangene und wurde nach einer wunderbaren Heilung selber Christin. Ihre letzten Lebensjahre verbrachte sie als Einsiedlerin. Über ihrem Grab entstand die Kirche Santa Casilda (nördlich von Burgos in Kastilien), die zu einem vielbesuchten Wallfahrtsort wurde
Hermenegild, der junge König der Westgoten in Spanien, Sohn des arianischen Königs Leowigild, vermählte sich 579 mit der katholischen Frankenprinzessin Ingunde. Die Stiefmutter Sinta (Goesintha) forderte, dass die junge Königin zum arianischen Glauben übertrete. Doch Ingunde hielt an ihrem Glauben fest, ja es gelang ihr im Laufe der Zeit sogar, den Gemahl für den katholischen Glauben zu gewinnen. Als der alte König vom Gesinnungs-wandel seines Sohnes erfuhr, drohte er ihm mit dem Verlust des Erbes. Doch Hermenegild ließ sich nicht einschüchtern. Die väterliche Wut wäre wahrscheinlich verraucht, hätte die Stiefmutter es nicht verstanden, durch dauernde Intrigen Vater und Sohn völlig zu entzweien. Der Kronprinz wurde gefangen genommen und, da ihn nichts von seiner Entscheidung abbringen konnte, am 13. April 585 öffentlich enthauptet. Prinzessin Ingunde konnte vor der Hinrichtung ihres Gemahls noch rechtzeitig mit den Kindern fliehen. (Gilda) Historischer Exkurs Im Laufe der germanischen Völkerwanderung waren die Westgoten 418/419 über die Pyrenäen nach Spanien vorgedrungen. 475 musste Rom die Selbstständigkeit des Reiches der Westgoten auf ehemaligem Reichsgebiet anerkennen. West- und Ostgoten, Vandalen und andere ostgermanische Völker waren zwar bereits Christen, gehörten aber dem arianischen Bekenntnis an
Benilda starb im Jahre 853 zu Córdoba als Märtyrin im Spanien der Araberherrschaft.
Gun(t)hild (Gunilda) war eine Dienstmagd zu Suffersheim in Franken, die wegen ihres freundlichen Wesens und ihrer selbstlosen Hilfsbereitschaft bald nach ihrem Tod als Heilige verehrt wurde. + um 1050.
Berthilde (Bertilda) wurde um 649 zur Äbtissin des neugegründeten Klosters Chelles berufen, das unter ihrer klugen und mütterlichen Leitung einen großen Aufschwung erlebte. + 5.11.um 1083.
Hilda von Whitby, Äbtissin und Klostergründerin; nahm im frühchristlichen England eine bedeutende Stellung ein. + 17.11.680. Historisches: Es war im Mittelalter gar nicht so selten der Fall, dass Frauen eine anerkannte und angesehene Position einnahmen wie z.B. Hildegard von Bingen, Gertrud von Nivelles, Hertrada von Landsperg u.a. Allerdings handelte es sich dabei ausschließlich um Ordensfrauen, denn nur im Kloster konnte man Bildung erwerben. Menschen aus einfachen Verhältnissen bot das Kloster die Möglichkeit, zu Bildung und Ansehen zu gelangen.