Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler
Pamphilius (Pammelios) war zuerst ein hoher Staatsbeamter, wurde dann aber Priester und ein ausgezeichneter Lehrer zu Cäsarea. Er starb am 16.Februar 310 als Märtyrer
Emil (Aemilianus, Aemilius) von Lagny, war um 640 aus Irland als Glaubensbote ins Frankenreich nach Gallien gekommen. 633 wurde er zum Abt des Klosters Lagny (an der Marne östlich von Paris) gewählt. + 675.
Fidelis von Sigmaringen wurde 1577 als Sohn des Bürgermeisters des Hohenzollern-Städtchens geboren. Mit bürgerlichem Namen hieß er Markus Roy. Da er unter den fünf Geschwistern der Begabteste war, durfte er studieren und erwarb an der Universität von Freiburg im Breisgau (das damals zu Österreich gehörte) den Doktor der Rechte und der Philosophie. Er unternahm Reisen, war als Erzieher adeliger Kinder tätig und übte im Elsass sogar das Amt des Gerichtsrates aus. Unter der Bevölkerung bekam er wegen seiner Hilfsbereitschaft und der unentgeltlichen Unterstützung Bedürftiger in Rechtssachen schon bald den Namen „Advokat der Armen“. Doch aus Enttäuschung über die vielen Fehlurteile und Bestechungen im Gerichtswesen schloss er seine Kanzlei und trat in Freiburg in den Kapuzinerorden ein. In den folgenden Jahren zog er als Prediger und Beichtvater, dem sein guter Ruf vorauseilte, durch Schwaben, das Elsass, die Schweiz und Vorarlberg. Doch die Zeiten waren gefährlich. Katholiken und Protestanten bekämpften einander leidenschaftlich. Als er von seinem Vorgesetzten nach Graubünden entsandt wurde, ahnte er seinen Tod voraus. Vor der Kirche von Seewies lauerten ihm Calvinisten, die seine Erfolge mit Misstrauen beobachteten, auf und erschlugen ihn. + 24.3.1622. Fidelis ist Patron der Diözesen Freiburg i. B. und Feldkirch (Vorarlberg), Patron von Hohenzollern und der Juristen. Er war der erste Märtyrer des Kapuzinerordens.
Natalia (Natalie) und Liliosa erlitten während der Araberherrschaft in Spanien zu Córdoba den Martertod, weil sie sich öffentlich zum Christentum bekannten. + 27.7.852
Lioba (Liobgyth) folgte zu Beginn des 8. Jhdts dem Ruf des angelsächsischen Missionars Winfried Bonifatius (siehe 5.6.), um ihn bei der Missionierung der Festlandgermanen zu unterstützen. 735 wurde sie zur Äbtissin des neugegründeten Klosters zu Tauberbischofsheim bestellt. Sie war hochgebildet und wirkte bald als hervorragende Lehrerin und Erzieherin unter der mainfränkischen Bevölkerung. Die Missionarin aus England starb am 28.September 782 auf einer ihrer zahlreichen Visitationsreisen.
Emil (Aemilianus, Emilian) Cucullatus, auch Milán de la Cogolla genannt, stammte aus Verdejo im Norden Spaniens. Er war zuerst Hirte und lebte dann 40 Jahre lang als Einsiedler in einer Höhle in den Bergen von Cogolla. Dann wurde er zum Priester geweiht und wirkte bis zu seinem Tod als Seelsorger in seiner Heimat. Noch zu Lebzeiten ereigneten sich um seine Person zahlreiche Wunder, so dass er vom Volk wie ein Heiliger verehrt wurde. An dem Ort seiner Einsiedelei entstand das Kloster San Millán, wohin seine sterblichen Überreste übertragen wurden. + 12.11574