Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler
Louis-Joseph Wiaux (On: Mutien-Marie), 1841 in Mallet (Belgien) geboren, trat schon als 15-Jähriger in den Orden der „Christlichen Schulbrüder“ ein. Man verglich den bescheidenen, von großem Gottvertrauen erfüllten jungen Mann mit dem hl Aloisius von Gonzaga. 58 Jahre lang unterrichtete er dann im Kolleg Malonne bei Namur als Musik- und Zeichenlehrer und konnte durch sein Vorbild in vielen jungen Männern Sympathie und Interesse für den Priesterberuf wecken. Der beliebte Lehrer starb am 30.1.1917.
Maria Lourdes (Gedächtnis Unserer Lieben Frau in Lourdes). Am 11.2.1858 erschien der 14jährigen Bernadette Soubirous, einem einfachen Mädchen aus ärmlichsten Verhältnissen, das kaum lesen und schreiben konnte, zum ersten Mal in der Grotte von Massabielle - wie sie es selber ausdrückte - "eine schöne Dame". Während einer der 18 Erscheinungen - die letzte ereignete sich am 16.7.1858 - entsprang auf Geheiß der "Dame" in der Grotte eine Quelle, an der sich bald wunderbare Heilungen ereigneten. Nach dem Eintauchen der Beine konnte ein dreijähriges, lahm geborenes Kind plötzlich gehen, dann wurde ein blindes Mädchen sehend.
Louise de Marillac, in Paris geboren, wurde schon in jungen Jahren Witwe und stellte ihr Leben nunmehr ganz in den Dienst der christlichen Nächstenliebe. Gemeinsam mit Vinzenz von Paul (siehe 27.9.) gründete sie den Orden "Filles de la Charité" ("Töchter der Nächsten-liebe"), meist "Barmherzige Schwestern" oder "Vinzentinerinnen" genannt. Sie selbst opferte sich auf im Dienste an Alten, Kranken und Gebrechlichen. + 15.3.1660.
Chlodwig (Cloud) war ein hochangesehener Bischof von Metz in Lothringen. + 8.6.696.
Luise (Louise), Tochter des Herzogs von Savoyen, führte mit ihrem Gemahl ein Leben, das ganz im Dienste der Nächstenliebe stand. + 24.7.1503.
Ludwig (Louis) IX., König von Frankreich, 1215 geboren, war von seiner klugen und tatkräftigen Mutter Blanka (siehe 1.12.) zu einer verantwortungsbewussten Persönlichkeit erzogen worden und stand zeit seines Lebens unter ihrem günstigen Einfluss. Durch seine klugen, von großem Verantwortungsgefühl getragenen Reformen gewann er höchstes Ansehen. Der tief religiöse Herrscher kümmerte sich um die Bedürftigen, ließ in jeder Pfarre ein Verzeichnis der Armen anlegen, die ihres Alters oder eines Gebrechens wegen nicht mehr arbeiten konnten, errichtete fromme Stiftungen wie eine Anstalt für 300 Blinde, beschränkte das Fehderecht, verbot (1260) den Zweikampf, setzte an dessen Stelle den Zeugenbeweis und bewirkte damit eine völlige Umwälzung des französischen Gerichtswesens. benso lagen ihm die Wissenschaften am Herzen, und er schritt auch unnachgiebig gegen alle kirchlichen Missbräuche ein. König Ludwig galt als eine der bedeutendsten Persönlichkeiten seiner Zeit und wurde der „ungekrönte Kaiser des Abendlandes“ genannt. + 25.8.1270 während eines Kreuzzugs vor Tunis an einer Seuche. Er ist Patron von Paris, der Wissenschaft, der Buchbinder, Buchdrucker, Knopfmacher, Juweliere, Gerichtsdiener sowie Schutzheiliger gegen Blindheit und Gehörlosigkeit.
Marie-Louise Vanot, Augusta Desjard, Gabrielle Bourlá und Gefährtinnen waren Ursulinen und als Lehrerinnen an einer Mädchenschule in Valenciennes (Nordfrankreich) tätig. Sie mussten am 17.Oktober 1794 als Märtyrinnen der Französischen Revolution das Schafott besteigen.