Der Heiligenkalender

Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler

Datum ausschliessen
Name: Margareta

08.02.

Anna Margareta (Annegret)

Anna Margareta Lorger (Annegret) aus Offheim nahe Limburg an der Lahn trug die Wundmale Christi und erlitt große Schmerzen. Von vielen Mitmenschen wurde sie verspottet und als Wichtigtuerin verleumdet. Als sie später in ein Kloster eintrat, erhielt sie den Namen Sr. Maria Magdalena. + 8.2.1866.

StadtLimburg an der Lahn
BesonderheitenMystikerin

24.03.

Margaret (Margret, Margareta, Peggy)

Margret (Margaret) Clitherford, eine Dame aus Middleton (Gft York), hatte einem verfolgten katholischen Priester Unterschlupf gewährt. Daher wurden zur Strafe schwere Steine auf sie gehäuft, so dass sie erstickte. + 24.31586. (Maggie, Peggy, Maite)

BesonderheitenGewaltopfer

20.07.

Margaretha (Margarethe, Margareta, Margarete, Margit, Margot, Marga, Greta, Meta, Grit, Marita, Marina, Peggy)

Margaretha (Margarete), Jungfrau und Märtyrin zu Antiochia (in der griechischen Kirche heißt sie Marina), war lange Zeit eine der populärsten Heiligen. Doch wohl gerade des-wegen ist ihre Lebensgeschichte von zahlreichen Legenden umrankt. Sie soll die Tochter vornehmer heidnischer Eltern gewesen sein, wurde aber von der Amme als Christin erzogen. Weil sie sich vom christlichen Glauben nicht abwenden wollte, wurde sie vom Vater verstoßen. Wegen ihrer außergewöhnlichen Schönheit hielt der Statthalter um ihre Hand an. Als er das Mädchen zum ersten Mal sah, soll er zu seinen Dienern gesagt haben: "Geht und holt mir die schöne Jungfrau! Ist sie von edler Geburt, so will ich sie zur Ehe nehmen, ist sie eine Magd, so soll sie meine Beischläferin sein." Da sich Margaretha aber weigerte, einen Heiden zum Mann zu nehmen, wurde sie - nach grausamen Martern - mit dem Schwert hingerichtet. Margarethas Attribut ist ein Drache ("Wurm"). Er ist das Symbol des Bösen, des Teufels, dessen Versuchungen sie widerstanden und den sie besiegt hatte. Ihr Martyrium soll um das Jahr 305 stattgefunden haben. Margaretha von Antiochia ist die Patronin der Bauern, der jungen Mädchen, aber auch der Ehefrauen und Ammen und wurde ebenso bei einer schweren Geburt wie bei Unfruchtbarkeit angerufen. Ihr Name war einer der ersten fremden Heiligennamen, die im Spätmittelalter die einheimischen zu verdrängen begannen. - Margaretha war, wie Katharina und Barbara, eine der drei weiblichen Nothelfer (von insge-samt 14). Ein altes Sprüchlein lautet: "Die Gretl mit dem Wurm, die Bärbl mit dem Turm, die Kathl mit dem Radl - das sind die drei heiligen Madl." Von den "drei heiligen Madln" ist Margaretha die Beschützerin des Nährstandes, Katharina Beschützerin des Lehrstandes und Barbara Beschützerin des Wehrstandes. (Margit, Greta, Margot, Marga, Meta, Grit(li), Marita, Marjorie, Greetje). Bauernregeln: "Hat Margaret keinen Sonnenschein, so kommt das Heu nicht trocken herein." "Margarete bringt den Flachs auf die Beete."

LandAsien
StadtAntiochien

16.10.

: Margareta (Margaretha, Margarete, Marguerite, Margot)

Margareta Maria (Marguerite-Marie) Alacoque, 1647 in der Stadt Lauthecour (Bourgogne) als Tochter eines Richters geboren, musste schon als Kind schwere Schicksalsschläge hinnehmen. Als sie 8 Jahre alt war, starb der Vater; mit 10 Jahren erkrankte sie an Kinderlähmung, von der sie aber einige Jahre später plötzlich auf unerklärliche Weise geheilt wurde. Sie war glücklich, als sie 1671 in den Orden der Salesianerinnen aufgenommen wurde. Nach dem Eintritt ins Kloster häuften sich ihre schon vorher aufgetretenen Visionen und Ekstasen. Am 16. Juni 1675 erblickte die Ordensfrau in einer Vision Jesus Christus, der ihr auftrug, den Freitag nach dem Oktavtag von Fronleichnam als Herz-Jesu-Freitag (als Symbol seiner Liebe zu den Menschen) einführen zu lassen. Obwohl die Mystikerin schwersten Anfeindungen ausgesetzt war, verfolgte sie ihr Ziel, die Verbreitung der Andacht zum heiligsten Herzen Jesu bis an ihr Lebensende. Doch als sie am 16. Oktober 1690 starb, war ihre Aufgabe noch immer nicht erfüllt. Es vergingen mehr als 150 Jahre, bis Papst Pius IX. um die Mitte des 19. Jhdts das Herz-Jesu-Fest offiziell einführte. Seither wird das Herz-Jesu-Fest jeweils am dritten Freitag nach Pfingsten gefeiert