Der Heiligenkalender

Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler

Datum ausschliessen
Name: Marita

06.07.

Maria (Marietta, Marita)

Maria (Marietta) Goretti, eine der jüngsten Heiligen unserer Zeit, war das älteste von fünf Kindern einer armen Landarbeiterswitwe, die sich nach dem Tod ihres Gatten in einem Dorf in der Nähe von Nettuno im Süden Italiens für ihre Kinder abrackerte und doch nur gerade das Lebensnotwendigste für die Familie erarbeiten konnte. - Der 16-jährige Sohn des Pacht-herrn stellte dem auffallend schönen Mädchen, sie war erst 12 Jahre alt, schon lange nach. Marietta erzählte nichts davon ihrer Mutter, um sie nicht noch mehr zu belasten. An einem Sonntag, es war der 5. Juli 1902, kam es zur Katastrophe. Alessandro, so hieß der Knabe, versuchte Marietta Gewalt anzutun. Als sie sich verzweifelt wehrte, stach der Bursche im Jähzorn mit dem Messer auf das heftigen Widerstand leistende Mädchen ein. Verwundet durch 14 Messerstiche wurde die Schwerverletzte ins Krankenhaus gebracht, wo sie am Tag darauf starb. Noch in der Todesstunde hat sie ihrem Mörder verziehen. - Ihre Heilig-sprechung am 24. Juni 1950 auf dem Petersplatz, im Beisein der alten Mutter, war eine der berührendsten Kanonisationsfeiern. Der junge Mörder aber hatte keinerlei Reue gezeigt und das Urteil - 30 Jahre Zwangsarbeit - gelassen hingenommen. Erst nach Jahren - er gab an, Marietta sei ihm im Traum erschienen - wurde ihm seine Tat wirklich bewusst. Nach seiner vorzeitigen Entlassung im Jahr 1928 wurde er Laienbruder im Kapuzinerorden.

BesonderheitenGewaltopfer

20.07.

Margaretha (Margarethe, Margareta, Margarete, Margit, Margot, Marga, Greta, Meta, Grit, Marita, Marina, Peggy)

Margaretha (Margarete), Jungfrau und Märtyrin zu Antiochia (in der griechischen Kirche heißt sie Marina), war lange Zeit eine der populärsten Heiligen. Doch wohl gerade des-wegen ist ihre Lebensgeschichte von zahlreichen Legenden umrankt. Sie soll die Tochter vornehmer heidnischer Eltern gewesen sein, wurde aber von der Amme als Christin erzogen. Weil sie sich vom christlichen Glauben nicht abwenden wollte, wurde sie vom Vater verstoßen. Wegen ihrer außergewöhnlichen Schönheit hielt der Statthalter um ihre Hand an. Als er das Mädchen zum ersten Mal sah, soll er zu seinen Dienern gesagt haben: "Geht und holt mir die schöne Jungfrau! Ist sie von edler Geburt, so will ich sie zur Ehe nehmen, ist sie eine Magd, so soll sie meine Beischläferin sein." Da sich Margaretha aber weigerte, einen Heiden zum Mann zu nehmen, wurde sie - nach grausamen Martern - mit dem Schwert hingerichtet. Margarethas Attribut ist ein Drache ("Wurm"). Er ist das Symbol des Bösen, des Teufels, dessen Versuchungen sie widerstanden und den sie besiegt hatte. Ihr Martyrium soll um das Jahr 305 stattgefunden haben. Margaretha von Antiochia ist die Patronin der Bauern, der jungen Mädchen, aber auch der Ehefrauen und Ammen und wurde ebenso bei einer schweren Geburt wie bei Unfruchtbarkeit angerufen. Ihr Name war einer der ersten fremden Heiligennamen, die im Spätmittelalter die einheimischen zu verdrängen begannen. - Margaretha war, wie Katharina und Barbara, eine der drei weiblichen Nothelfer (von insge-samt 14). Ein altes Sprüchlein lautet: "Die Gretl mit dem Wurm, die Bärbl mit dem Turm, die Kathl mit dem Radl - das sind die drei heiligen Madl." Von den "drei heiligen Madln" ist Margaretha die Beschützerin des Nährstandes, Katharina Beschützerin des Lehrstandes und Barbara Beschützerin des Wehrstandes. (Margit, Greta, Margot, Marga, Meta, Grit(li), Marita, Marjorie, Greetje). Bauernregeln: "Hat Margaret keinen Sonnenschein, so kommt das Heu nicht trocken herein." "Margarete bringt den Flachs auf die Beete."

LandAsien
StadtAntiochien

12.09.

Maria (Marika, Marilyn, Marlies, Marion, Maja, Mara, Marietta, Mariella, Marita, May, Marina, Mascha, Meika, Maruschka, Molly, Maureen u.a.)

Maria, Namensfest: : Die Einführung des Festes "Mariä Namen" hängt eng mit der österreichischen Geschichte zusammen. Es wurde zwar schon um 1500 in Spanien gefeiert, aber erst Papst Innozenz XI. führte es zum Dank für die Befreiung Wiens (und damit des christlichen Abendlandes) von der Türkengefahr - durch die Schlacht am Kahlenberg am 12. September 1683 - noch im selben Jahr für die gesamte katholische Kirche ein. Das Fest "Maria Namen" ist nicht nur Namenstag für alle, die Maria heißen, sondern auch für die zahlreichen von Maria abgeleiteten Namensformen . Bauernregeln: "Zu Maria Namen, sagt der Sommer "Amen"!" "An Maria Namen kommen die Schwalben z'sammen."

BesonderheitenBiblische Gestalt