Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler
Emmelia, die im 4. Jhdt in Cappadocien (Kleinasien) mit ihrem Mann Basilius lebte, war die Mutter von 10 Kindern. Vier davon gelten als Heilige. Ihre Söhne Basilius der Große (2.1.), Gregor von Nyssa und Petrus von Sebaste waren bedeutende Kirchenpersönlichkeiten. Die Tochter Marina (19.8.) galt als eine der gebildetsten Frauen ihrer Zeit, der selbst große Persönlichkeiten ihre Hochachtung zollten. Mutter Emmelia starb 373 friedlich in der Abgeschiedenheit eines Klosters.
Amalia (Amalberga) von Münsterbilsen lebte im 8. Jhdt in der Provinz Limburg (heute Belgien). Sie war eine Visionärin und Mahnerin. Schon bald nach ihrem Tod wurde ihr in ihrer Heimat große Verehrung zuteil. (traditionell am 10.7., als Bistumsheilige von Lüttich am 8.7.Gedenktag)
Amalia (Amalberga), Äbtissin von Susteren, lebte zur Zeit Karls des Großen, um 800, in den Niederlanden. Über sie ist nicht allzu viel überliefert, denn berichtet wird zumeist nur über große, Aufsehen erregende Taten. Amalia von Susteren aber gehört zu jenen stillen Heiligen, die von der großen Welt unbemerkt blieben, aber in ihrer kleinen Welt unsagbar viel Gutes tun konnten. Sie lebte vor, wie man als Vorgesetzte nicht nur durch Strenge und Distanz Anerkennung finden kann, sondern dass Autorität auch durch einfache "Menschlichkeit", vielleicht sollte man es Persönlichkeit nennen, erworben werden kann.