Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler
Patricius, so hieß der heilige Patrick, ursprünglich, Apostel der Iren, erblickte um das Jahr 385 in Britannien, das damals eine römische Provinz war, als Sohn eines christlichen Unteroffiziers das Licht der Welt. Als Knabe wurde er bei einem Plünderungszug von irischen Seeräubern entführt und in Irland als Sklave verkauft. Als junger Mann konnte er sechs Jahre später fliehen und in die Heimat zurückkehren. Dann ging er nach Gallien, um sein Wissen zu vertiefen und studierte im Inselkloster Lérins und in Auxerre. Immer stärker festigte sich in Patrick der Gedanke, er müsse den wilden Iren das Christentum bringen. So kehrte er schließlich als Glaubensbote um das Jahr 432 nach Irland zurück und begann hier seine unermüdliche Missionstätigkeit. Große Schwierigkeiten bereiteten ihm dabei die Druiden, die keltischen Priester, die ihm nach dem Leben trachteten. Wurde Patricius zuerst von Missionshelfern aus Britannien und Gallien unterstützt, so konnte er schon bald immer häufiger dafür Einheimische heranziehen - und Irland wurde bald die „Insel der Heiligen“ genannt. + 17.3.461. St. Patrick ist Patron von Irland, wurde in der Normandie und in der Steiermark besonders verehrt, ist Patron der Bergleute, Schmiede, Böttcher (Bottichmacher), Friseure und des Viehs, Schutzheiliger gegen Ungeziefer und Krankheiten der Haustiere, gegen das Böse und Fürsprecher für die Armen Seelen. Anmerkung: Das Kleeblatt, Patricks persönliches Attribut, er soll damit das Wesen der Heiligen Dreifaltigkeit erklärt haben, ist zum Nationalabzeichen der Iren geworden. Das Fest des hl Patrick wird in Irland und in den Vereinigten Staaten festlich mit groß angelegten Umzügen begangen
Patricia hieß eine junge, als Wohltäterin bekannte Frau, die am oströmischen Kaiserhof lebte und wahrscheinlich eine nähere Verwandte des Kaisers war. Da sie eine "Braut Christi" werden wollte, widersetzte sie sich einer politisch motivierten Heirat, verteilte heimlich ihr ganzes Vermögen unter die Armen und begab sich auf eine Pilgerfahrt, die sie nach Jerusalem führen sollte. Doch das Schiff geriet in einen schweren Sturm, wurde vom Kurs abgetrieben und strandete an der Küste von Neapel. Die Pilgerin Patricia war zwar mit dem Leben davongekommen, starb aber kurze Zeit später am 25. oder 26. August 665. (In der Diözese Neapel, wo Patricia Bistumspatronin ist, wird ihr Fest traditionell am 26.8. gefeiert, sonst ist als Gedenktag auch der 25.8. üblich.)