Der Heiligenkalender

Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler

Datum ausschliessen
Name: Paul (Paulus, Paolo)

19.10.

Paul (Paulus, Paolo)

: Paul vom Kreuz wurde 1694 als erstes von 16 Kindern einer verarmten Adelsfamilie in Ovada (Piemont, Norditalien) geboren. Schon als Jugendlicher erteilte er in seiner Heimatgemeinde Katechismus-Unterricht. Im Alter von 23 Jahren beschloss der zutiefst gläubige junge Mann nach einer Vision, sein Leben ganz Gott zu weihen. Er zog sich in die Einsamkeit zurück und verfasste eine Ordensregel, die später die Grundlage für den Passionisten-Orden, den „Orden vom Leiden Christi“, werden sollte. Er selbst sagte dazu: „Ich fühlte die Worte mir aus dem Herzen kommen.“ Bereits 1725 erhielt der nun 30-Jährige vom Papst die Zustimmung zur Gründung einer Ordensgemeinschaft. Die Absicht des jungen Idealisten war, eine Gemeinschaft zu gründen, in der sich die Tatkraft der Jesuiten mit der Zurückgezogenheit der Karthäuser verband. Bis zur Errichtung des ersten Klosters des Passionisten-Ordens auf dem Monte Argentario in der Toskana zog der Ordensgründer als Prediger durch das Land, unterrichtete das Volk, forderte die Menschen auf, Buße zu tun und erzählte den Zuhörern immer wieder von der Passion, dem Leiden, das Christus für die Erlösung der Menschen auf sich genommen hatte. Das Volk achtete und liebte den Priester. 1769 wurde Paul vom Kreuz Ordensgeneral und zog nach Rom in das ihm vom Papst geschenkte Kloster San Giovanni e Paolo, wo der mystisch hoch Begnadete am 18. Oktober 1775 im Alter von 81 Jahren eines friedlichen Todes starb. Das Sterbezimmer ist bis heute so geblieben, wie es der heilige Mann an seinem Sterbetag für immer verlassen hat

BesonderheitenOrdensgründer Sozialengagement
Datum: 26.05.

26.05.

Elvin (Alwin)

Elvin (Alwin) war ein frommer und bescheidener Benediktinermönch im Kloster Ely (GB). + vor 1035

26.05.

Maria Anna (Marianne, Marianna, Marie-Anne)

Maria-Anna (Marianne) von Jesus hieß mit bürgerlichem Namen Mariana de Paredes y Flores und war 1618 in Ecuador zur Welt gekommen. Bereits mit sechs Jahren verlor sie ihre Eltern. Deshalb wurde das Waisenkind von einer älteren Schwester in ihrem Haus in Quito aufgenommen. Schon mit 12 Jahren wurde das fromme Mädchen Franziskanerterziarin. Von nun an wollte sie nur noch im Dienste Gottes und der Mitmenschen stehen. Auf Grund ihrer unzähligen Werke der Nächstenliebe nannte man das Mädchen aus Ecuador bald "die Lilie von Quito". Marianna wollte für andere Sühne leisten und strebte selbst nach immer größerer Vollkommenheit. Als Quito von einer Pestepidemie heimgesucht wurde, starb die Mystikerin, erst 26 Jahre alt, am 26.Mai 1645. Es hieß, die junge Frau habe ihr Leben für die Errettung ihrer Heimatstadt Gott angeboten, und er habe ihr Gebet erhört.

StadtQuito
BesonderheitenMärtyrerin Sozialengagement

26.05.

Philipp (Filippo, Pippo)

Philipp Neri, „der humorvolle Heilige“, geboren 1515 in Florenz als Sohn eines Rechtsanwaltes, verzichtete auf sein reiches Erbe und ging nach Rom, wo er arme und krank gewordene Pilger betreute. Später, als er Priester geworden war, galt er bald als „Freund der Kinder“, mit denen er sang und spielte. Er führte (oft recht humorvolle) Predigten für Kinder, geistliche Lieder in der Volkssprache und Krankenbesuche mit langen Gesprächen ein, veranstaltete gemeinsame Wallfahrten und Gebetsrunden, hielt Gesprächsrunden (sogar auf der Straße) u.a.m. Durch seine immerwährende Liebenswürdigkeit und einen nie versiegenden schlagfertigen Humor zog er alle Menschen in seinen Bann. 1552 gründete „Pippo buono“ (der „gute Philipp“), wie ihn die Römer nannten, die Weltpriestervereinigung der Oratorianer, die ihn bei seinen Bemühungen um die Herzen der Menschen unterstützten. Der Renaissancepapst Paul IV. verbot dem unkonventionellen Prediger seine Tätigkeit, der Reformpapst Pius V. zog ihn als Berater heran. Dadurch wurde Philipp Neri eine der führenden Gestalten der katholischen Reform im 16. Jhdt. Sein Tod wurde in ganz Rom betrauert, seinem Begräbnis wohnte eine unüberschaubare Menschenmenge bei. + 26.5.1595. - Der „humorvolle Heilige“ ist Patron der Humoristen, Komiker und Kabarettisten.

StadtRom Florenz
BesonderheitenSozialengagement

26.05.

Regentraud (Regintrud)

Regentraud (Regintrud) lebte in der ersten Hälfte des 8. Jhdts und war Mitbegründerin des Klosters auf dem Nonnberg in Salzburg und möglicherweise dessen (vierte) Äbtissin.