Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler
Constanze (Constantia) war der Überlieferung nach die früh verstorbene Tochter (nach einem anderen Bericht eine jüngere Schwester) von Kaiser Konstantin dem Großen, die durch die hl Agnes von einer gefährlichen Krankheit geheilt worden war. Sie soll viel zur Anerkennung und Förderung des Christentums im Römischen Reich beigetragen haben. Aus Schmerz über ihren plötzlichen Tod ließ der Kaiser ihr zu Ehren in Rom eine prächtigen Rundbau errichten, wo ihre sterblichen Überreste beigesetzt wurden. Später wurde daraus die Kirche Santa Constanza. + an einem 18.2. um 340.
Helmut (Helmstan, Helmod) wurde im Jahre 837 Bischof von Winchester im Süden Englands, das um 676 zum Bischofssitz erhoben worden war. Der Angelsachse trug viel dazu bei, dass sein Bistum zu einem der bedeutendsten Mittelpunkte der frühen englischen Kirche wurde. Er starb nach einem arbeitsreichen Leben an einem 29.März (?) um 850.
Stanislaus, Bischof von Krakau, Patron von Polen, wurde von König Boleslaw II. während der Messe ermordet. Dieser war, weil er die mehrfachen Ermahnungen des Bischofs, seiner Gattin die Treue zu halten und Frauen wie Menschen zu behandeln, unbeachtet gelassen und sich immer wieder gewaltsam fremden Besitz angeeignet hatte, exkommuniziert worden. - Das Volk geriet nach der Ermordung des geschätzten Seelenhirten in Aufruhr und vertrieb den verhassten König. Der Todestag des Märtyrerbischofs war der 11. April 1079. - Stanislaus ist Patron von Polen und des Erzbistums Krakau.
Konstantin der Große, römischer Kaiser, war am Hofe des Christenhassers Diokletian, der die Christen gänzlich ausrotten wollte, aufgewachsen. Doch gerade er war es, der eine vollkommene Kehrtwendung in der Haltung des Römischen Reiches gegenüber den Christen einleitete. Im Jahre 313 unterzeichnete er gemeinsam mit seinem Mitkaiser Licinius das Toleranzedikt von Mailand (Edictum Mediolanum), das den Christen freie Religionsausübung gestattete. Vor dem Sieg an der Milvischen Brücke vor Rom (312) über seinen Widersacher Maxentius soll er am Himmel ein Lichtkreuz erblickt haben, auf dem geschrieben stand: „In hoc signo vinces.“, d.h. „In diesem Zeichen wirst du siegen“. 330 verlegte Konstantin den Sitz des Kaisers nach Byzanz, das von da an „Konstantinopel“ (heute Istanbul) hieß. Er führte den Sonntag als „heiligen Tag“ ein, förderte das Christentum, ließ zahlreiche Kirchen errichten (Lateran und Peterskirche in Rom, Grabeskirche in Jerusalem u.v.a.) und stärkte die Kirche durch umfangreiche Schenkungen Konstantin zog die Christen, da sie ihm vertrauenswürdig schienen und sein Vertrauen auch rechtfertigten, immer häufiger für staatliche Aufgaben heran. Der Kaiser selber blieb aber Anhänger des Sonnengottes (Mithras-Kult) und ließ sich erst auf dem Sterbebett taufen. + 22.5.337. Obwohl Kaiser Konstantin unsagbar viel für das Christentum getan hat, wurde er von der Kirche nie offiziell als Heiliger anerkannt, da sein Leben alles andere als heiligmäßig war.
Konstantin Craemer wurde 1878 in Memmingen im Allgäu geboren. Nach der schulischen Ausbildung wurde er als Handelsschullehrer in seiner Heimatstadt eingestellt. Doch immer mehr verspürte er den Wunsch, hilfsbedürftigen Menschen zur Seite zu stehen, mehr als sein Beruf ihm dazu die Möglichkeit gab. So entschloss er sich nach reiflicher Überlegung in den Krankenpflegeorden der "Barmherzigen Brüder" einzutreten. Von den Patienten im Hospital in Neuburg an der Donau (Oberbayern) wurde der sich im Dienste an den Kranken aufopfernde Bruder Konstantin bald als ein mit fast übermenschlicher Stärke und Geduld ausgestatteter Helfer und Tröster bewundert. Auf seine eigene Gesundheit achtete der Krankenpfleger aber zu wenig. so dass seine Lebenskraft allzu früh verbraucht war. Konstantin Craemer starb am 26. Juni 1920, noch nicht ganz 42 Jahre alt.
Irmtraud, Constanze, Clementine u.a. waren Gefährtinnen der hl Ursula und starben als Märtyrinnen zu Köln.
Stanislaus Kostka war ein junger polnischer Edelmann. 1564 war er mit einem älteren Bruder zum Studium ins Jesuitenkolleg nach Wien gekommen. Bald schon erwachte in dem 14-jährigen der Wunsch, dem Jesuitenorden beizutreten. Weil er aber nicht in den Orden eintreten durfte - die Eltern waren dagegen und ohne ihre Zustimmung war eine Aufnahme nicht möglich - floh der Junge aus Wien und kam nach einer langen, entbehrungsreichen Flucht nach Rom, wo er schließlich, inzwischen 17 Jahre alt, endlich in den Jesuitenorden aufgenommen wurde. Binnen kurzer Zeit hatte sich der junge Pole wegen seines fröhlichen, bescheidenen und hilfsbereiten Wesens die Herzen der Mitbrüder erobert. Doch er starb bereits nach nicht einmal einem Jahr als Novize am 15.August 1568.
Constanzia Cerioli (On: Sr.Paolina Elisabetta) gründete, 1856, als sie Witwe geworden war, aus eigenen Mitteln die Kongregation der "Schwestern und Brüder von der Heiligen Familie" für die Erziehung von Landkindern, besonders für Waisenkinder und unehelich Geborene, die überall benachteiligt wurden. Der Schwerpunkt der Ordensgemeinschaft lag in der praktischen landwirtschaftlichen Ausbildung. + 24.12. 1865.