Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler
Toribio Alfonso Mongrovejo, Erzbischof von Lima, gehört zu den bedeutendsten Kirchen-gestalten der Neuen Welt. Während seiner 17-jährigen Amtszeit reformierte er das religiöse (und bürgerliche) Leben in ganz Peru. Vor allem trat er, trotz des großen Unverständnisses, das sich ihm entgegenstellte, als Vorkämpfer gegen die Unterdrückung der Indios auf. Der Kämpfer im Bischofsornat starb während einer beschwerlichen Visitationsreise in einem ab-gelegenen Indianerdorf am 23.März 1606. Noch heute wird Toribio Mongrovejo von den Indios mit besonderer Innigkeit verehrt.
Viktor von Xanten war ein römischer Offizier, der mit seinen Soldaten zu der aus Ägypten stammenden "Thebaischen Legion", deren Mitglieder zumeist Christen waren, gehörte. Um das Jahr 302 hatten Kaiser Diokletian und sein Mitregent Maximian die grausamste aller Christenverfolgungen angeordnet. Auch das Heer sollte von Christen "gesäubert" werden. Zu den (historisch belegten) Massenmorden an den am Niederrhein stationierten Soldaten kam es wahrscheinlich daher, dass sie sich weigerten, gegen Aufständische zu kämpfen. In einem Rechtfertigungsbrief, der von Viktor stammen könnte, heißt es. "Wir verstehen es wohl, gegen die Feinde des Reiches zu kämpfen, doch können wir nicht Unschuldige töten. Um die Bürger zu schützen, nicht um sie zu ermorden, haben wir die Waffen ergriffen."
Viktorin war Bischof von Pettau an der Drau, dem heutigen Ptuj in Slowenien. Er beherrschte sowohl die lateinische als auch die griechischen Sprache und gilt als der erste Bibelerklärer des Abendlandes. Während der diokletianischen Christenverfolgung starb er um 304 als Märtyrer.
Victoria von Córdoba, eine christliche Jungfrau, erlitt um das Jahr 300 das Martyrium.
Victoria starb als Märtyrin um das Jahr 305 unter Kaiser Diokletian zu Rom. In der Überlieferung heißt es, ihr eigener Ehemann habe sie als Christin angezeigt. Mit einem christlichen Partner verheiratet zu sein, konnte die eigene Karriere nicht nur gefährden, sondern auch vernichten, und das eigene Wohl war für Victorias Ehemann wohl wichtiger. Nach Prozess und Folter wurde die Frau im Amphitheater einem wilden Stier vorgeworfen, der sie zerriss und zertrampelte. Der Kult um die Märtyrin Victoria war schon sehr früh verbreitet. So wird die Heilige bereits auf einem Mosaik aus dem 6.Jhdt in der berühmten Kirche San Apollinare Nuovo in Ravenna dargestellt.