Der Heiligenkalender

Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler

Datum ausschliessen
Name: Uli

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Paulin

siehe Paulinus

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Julien

siehe unter Julian

09.01.

Julian von Antinoë

Julian von Antinoë richtete mit seiner Gattin Basilissa im eigenen Haus ein Hospital ein und pflegte die Kranken mit Liebe und Geduld. Um 304 starb er als Märtyrer. Wetterregel: "Sankt Julian bricht das Eis, bricht er es nicht, umarmt er es."

StandEhemann
BesonderheitenMärtyrer Sozialengagement

11.01.

Paulinus von Aquileja

Paulin(us) von Aquileja war einer der berühmtesten Lehrer seiner Zeit. Karl der Große war vom Geist dieses Gelehrten so angetan, daß er ihn um das Jahr 776 an seinen Hof nach Aachen holte, wo Paulin an der Palastschule unterrichten musste. 787 ernannte ihn der Kaiser zum Patriarchen von Aquileja. In seinen Schriften bekämpfte Paulinus die damals um sich greifende Irrlehre des Adoptianismus (Sie sahen in Christus einen mit Gottes Kraft ausgestatteten und zum Gott erhobenen Menschen.) und bemühte sich um die Christianisierung der Awaren, ein den Hunnen verwandtes Volk. Auf Paulinus geht die heutige Form des Credos der Messe zurück. + 11.1.802.

BesonderheitenKirchenlehrer

27.01.

Julian

Julian (Julien), der erste Bischof von Le Mans (F), soll um 250 gelebt haben. Reliquien befinden sich in der westfälischen Bischofsstadt Paderborn.

StandBischof
StadtLe Mans

29.01.

Julius

Namenspatron: Julius (Julian) Hospitator war ein Büßer, der in einer nicht mehr bekannten Zeit lebte. Der Legende nach soll er unwissentlich seinen Vater getötet haben (Motiv aus der Ödipus-Sage). Voll Verzweiflung unternahm er eine Wallfahrt nach Rom und ließ sich dann am Flusse Gard in der Provence nieder, wo er ein Hospiz für die Reisenden errichtete, – daher sein Beiname „Hospitator“ (der Gastgeber) – die er liebevoll betreute und über den Fluss brachte. – Er ist Patron der Reisenden, Pilger und Gastwirte.

16.02.

Juliana (Juliane, Julianna, Giuliana, Giulietta, Juliette, Julienne, Liane, Liana, Iliana, Ileana)

Juliana kam um das Jahr 285 in Nicomedien (Kleinasien) zur Welt. Ihr Vater war Heide, die Mutter hatte überhaupt keinen Glauben. Schon als Kind fühlte sich das ohne Religion aufgewachsene Mädchen zum Christentum hingezogen und besuchte heimlich die Zusammenkünfte der Christen. Dann kam sie ins heiratsfähige Alter, und der Vater versprach ihre Hand einem Jüngling namens Eleusius. Als Juliana 18 Jahre alt geworden war, drang der Vater darauf, dass die Vermählung vollzogen würde. Doch das Mädchen stellte dem Bräutigam, der inzwischen zum Stadtpräfekten aufgestiegen war, die Bedingung, sie würde nur dann seine Ehefrau werden, wenn auch er sich zum Christentum bekenne. Der hohe Beamte war über dieses Ansinnen empört und zeigte die junge Frau - angeblich mit dem Einverständnis ihres eigenen Vaters - als praktizierende Christin an. Damals wütete gerade die diokletianische Christenverfolgung. Nach langen Martern – sie wurde u.a. an den Haaren aufgehängt - starb Juliana an schweren Verbrennungen, denn man hatte sie mit flüssigem Blei übergossen. + 304 - Juliana ist Schutzheilige für eine glückliche Entbindung sowie gegen Infektionen und Verbrennungen. - (Liane, Iliana, Ileana, Jill; Julianna, Juliette, Julienne, Giulietta, Giuliana) Wetterregel: „Friert‘s um Juliana plötzlich, bleibt der Frost nicht lang gesetzlich.“ (d.h. er hält nicht lange an.)

BesonderheitenMärtyrerin

13.03.

Pauline (Paulina)

Pauline (Paulina), die fromme Tochter des kaiserlichen Truchsesses, zog sich nach dem Tode ihres Gemahls in die Einsamkeit des Thüringer Waldes zurück. Andere Frauen folgten ihr. 1106 gründete sie das Doppelkloster Paulinzelle bei Gera in Thüringen. + 14.3.1107. Während der Reformationszeit (1525) wurden Kloster und Klosterkirche, wo sich das Grab der Gründerin befand, zerstört. Heute erinnern nur noch Ruinen an den einst recht eindrucksvollen Bau

14.03.

Paulina

Paulina von Paulinzelle, + 14.3.1107, siehe ® 13.3.!

05.04.

Juliane (Juliana, Julianna, Liane, Iliane, Ileana)

Juliane von Lüttich kam als Waisenkind in das Kloster Cornelienberg (Mont Cornillon) in die Obhut einer Schwester, die auf dem Wirtschaftshof arbeitete. Das geistig außergewöhnlich rege Mädchen brachte sich selbst Lesen und Schreiben bei und wurde später, nachdem sie als Nonne in das Kloster eingetreten war, Priorin des Stiftes. Gemeinsam mit ihrer Mitschwester Eva (siehe 14.3.) wurde Juliane zur Wegbereiterin des Fronleichnamsfestes, das 1246 der Bischof von Lüttich für seine Diözese zum ersten Mal einführte. 1264 wurde das Fest von Papst Urban IV. für die gesamte Kirche vorgeschrieben. + 5.4.1258. (Liane, Iliana)

12.04.

Julius

Julius I. war von 317 bis 357 Inhaber des Stuhls Petri. Die Christenverfolgungen waren, so schien es, vorbei. Doch Julian der Abtrünnige, Kaiser von 340 bis 361, wollte den alten Götterkult wiederbeleben, und noch einmal mussten die Christen um ihr Leben bangen. Doch die Situation war anders als 50 Jahre zuvor: Das Christentum war so gefestigt, dass es nicht mehr zurückgedrängt oder gar ausgerottet werden konnte. Gerade auch Papst Julius I. hatte dafür die Voraussetzungen geschaffen. Er ging als warmherziger, aber auch mutiger Nachfolger Petri in die Geschichte ein. Durch seine Herzensgüte und Charakterfestigkeit hatte er das Ansehen des Papsttums gefestigt. + 12.4.352. Bereits zwei Jahre nach seinem Tod wurde er als Heiliger in den römischen Kalender aufgenommen.

30.04.

Pauline

Pauline von Mallinckrodt, genannt die "Mutter der Blinden", eröffnete 1840 in Paderborn (Westfalen) eine "Kleinkinder-Bewahrschule", um krank gewordenen Müttern die Sorge um ihre unbeaufsichtigten Kinder abzunehmen. Zwei Jahre später nahm sie auch zwei blinde Kinder auf und legte damit den Grundstein für eine Blindenanstalt. 1849 wurde die Kongre-gation der "Schwestern der Christlichen Liebe" aus der Taufe gehoben, die sich die Betreu-ung der Blinden zur Aufgabe machten. Ihre große Persönlichkeit bewies die starke Frau, als ihr Werk in dem 1871 in Preußen ausbrechendem Kulturkampf (Kampf des Staates gegen die katholische Kirche) nahezu vernichtet wurde. Sie suchte ein neues Wirkungsfeld für ihre Schwestern und gründete Niederlassungen in dem damals noch österreichischen Böhmen, in Belgien, in den U.S.A. und sogar in Chile. Trotz ihrer schon angegriffenen Gesundheit besuchte die Ordensgründerin, kurz vor ihrem Lebensende, 1879/80 noch einmal ihre Schwestern in Europa und in Amerika. Sie starb am 30.April 1881.

StadtPaderborn
BesonderheitenOrdensgründerin Sozialengagement

22.05.

Julia

Julia von Karthago, eine der in Italien am meisten verehrten Heiligen, war der Über-lieferung nach als Sklavin von Karthago (Nordafrika) auf die Insel Korsika verkauft worden. Unter Kaiser Decius (249-251), der die erste das ganze Römische Reich umfassende Christenverfolgung angeordnet hatte, wurde das christliche Sklavenmädchen verhaftet, gefoltert und - wie ihr Meister - ans Kreuz geschlagen. + um 250. Julia ist Patronin der Insel Korsika sowie von Brescia, Bergamo und Livorno. Historischer Exkurs Sklaven bekannten sich in der Frühzeit besonders häufig zum Christentum, da Jesus verkündet hatte: "Vor Gott sind alle Menschen gleich." Doch wurden sie auch besonders häufig Opfer der Christenverfolger, da sich deren Grausamkeit und die Sensationsgier der zuschauenden Menge an den rechtlosen Menschen besonders austoben konnten.

LandAfrika
BesonderheitenMärtyrerin

29.05.

Julia

Julia Anna Ledochowska (On: Sr.Ursula), eine Ursulinenschwester polnisch-österreichischer Abstammung, gründete 1923 in Krakau den Orden der "Grauen Ursulinen", die sich um Alte, Gebrechliche, Pflegebedürftige sowie um Verarmte und Kinder aus sozial schwachen oder zerrütteten Familien kümmern. Die Schwestern sind heute vor allem in Brasilien tätig. + 29.5.1939..

BesonderheitenOrdensgründerin Sozialengagement

16.06.

Julietta (Julitta)

Juli(e)tta von Ikonion (heute Konye,Türkei) wurde von den Christenverfolgern gekreu-zigt. Ihrem dreijährigen Söhnchen Cyrikos wurde vor den Augen der Mutter auf den Stufen der Kopf zerschmettert. + um 305.

BesonderheitenMärtyrerin

19.06.

Juliana (Giuliana, Gillian, Jill, Liane, Iliana, Julischka)

Juliana (Giuliana) Falconieri war eine Nichte des Alexius Falconieri (siehe 7.2.), des Mitbegründers des Servitenordens. Sie wurde 1284 die erste Oberin des weiblichen Servitenordens, der sich Krankenpflege und Jungenderziehung zur Aufgabe machte. Als Äbtissin führte Giuliana ihren Orden zur höchsten Blüte. Sie ist die einzige Heilige der Servitinnen. Trotz vieler Entbehrungen und ständiger Ansteckungsgefahr bei der Krankenpflege erreichte sie ein Alter von mehr als 70 Jahren. + 19.6.1341 in Florenz

StadtFlorenz
BesonderheitenOrdensgründerin Sozialengagement

22.06.

Paulin (Paulinus)

Paulin(us), Bischof von Nola (Campanien, Italien), 353 oder 354 als Sohn einer Senatorenfamilie geboren, war vor seinem Übertritt zum Christentum Statthalter von Campanien. Als sein Sohn völlig unerwartet starb, legte er alle seine Ämter nieder, widmete sich theologischen Studien und ließ sich 394 zum Priester weihen. Am Grab des hl Felix von Nola (siehe 14.1.) gründete er eine klösterliche Gemeinschaft. Seinen gesamten Besitz verwendete er nun zum Bau von Kirchen und für wohltätige Zwecke. Er linderte, so gut er konnte, die durch den Einfall der Goten Alarichs entstandene Not. Deshalb berief man den hochgebildeten Wohltäter zum Bischof. + 26.6.431. Jedes Jahr wird in Nola am 26. Juni zu seinem Gedenken ein Volksumzug abgehalten.

StandBischof
StadtNola

09.07.

Hermine (Ermina, Herma, Mina, Minna, Minka) und Pauline (Paulina, Paolina, Paulette)

Hermine Grivot, Pauline Jeuris und fünf weitere Franziskanerschwestern arbeiteten als Lehrerinnen auf einer Missionsstation in der Provinz Shiansi in China. Während des "Boxer-aufstandes" wurden sie gemeinsam mit 20 Europäern und chinesischen Christen, nachdem Aufständische das Missionsgebäude besetzt hatten, "hingerichtet". Sie starben am 9.Juli 1900. Historisches: Im 19.Jhdt wurde das große, aber schwache Chinesische Reich, "der tönerne Koloss", immer mehr von fremden Mächten bedroht. Als der Kaiser ein Opiumverbot erließ, erklärte Großbritannien 1840 den Krieg. China musste danach nicht nur die uneingeschränkte Opiumeinfuhr aus Britisch Indien gestatten, sondern auch noch Hongkong an England verpachten. Japan eignete sich Formosa (Taiwan) und Korea an. Auch Rußland annektierte chinesisches Gebiet. Die Mandschu-Kaiserin war aber nicht gewillt, längst fällige Reformen durchzuführen, um das Land im Inneren zu stärken. - Im Frühjahr 1900 leitete die Besetzung des Gesandtschaftsviertels in Peking durch Angehörige eines ausländerfeindlichen Geheimbundes den "Boxeraufstand" ein. Das gab den Auftakt zu einem fürchterlichen Blutbad unter den schutzlosen Missionaren auf dem offenen Lande und chinesischen Christen, die als "Kollaborateure" beschimpft wurden. Zwischen 50 000 und 100 000 Christen starben unter den grausamsten Martern. Nicht nur Kirchen und Missionsstationen wurden zerstört, auch Waisen- und Krankenhäuser. Deren Insassen, selbst kleine Kinder, wurden niedergemacht. - Die Großmächte aber triumphierten: Eine "Strafexpedition" konnte dem Aufstand in der Hauptstadt nach 55 Tagen ein Ende setzen.)

BesonderheitenGewaltopfer

21.07.

Julia

Julia erlitt nach ihrer Heimkehr aus der Kriegsgefangenschaft unter Kaiser Aurelian (270-275) zu Troyes (östlich von Paris) um das Jahr 270 das Martyrium..

StadtTroyes
BesonderheitenMärtyrerin

01.08.

Peter Julian

Peter-Julian Eymard, + 1.81868, siehe 2.8! Ehemals: Petri Kettenfeier: Lostagsregeln: „An Petri Kettenfeier muss der Bauer die Sensen zum Weizenmäh’n wetzen.“ „Fängt der August mit Donnern an, er ‘s bis zum End’ nicht lassen kann.“ An Petri Kettenfeier fangen die Störche an fort zu ziehen.“

02.08.

Peter Julian

Peter Julian (Pierre-Julien) Eymard, 1811 in Savoyen geboren, 1834 zum Priester geweiht, war ein großer Verehrer des Altarsakraments und gründete 1856 in Paris die Kongregation der Eucharistiner. 1858 erfolgte die Gründung des weiblichen Zweigs der Ordensgemeinschaft. Er starb am 1. August 1868 in seiner Heimatstadt. Zehn Jahre später wurde der unversehrte Leichnam in die Corpus-Christi-Kirche in Paris übertragen

BesonderheitenOrdensgründer

19.08.

Julius

Julius war ein römischer Senator. Weil er sich zum Christentum bekannte, wurde er zur Zeit von Kaiser Commodus (180-193) vom römischen Pöbel mit Prügeln erschlagen. Sein genaues Todesjahr ist nicht mehr bekannt.

StadtRom
BesonderheitenMärtyrer

31.08.

Paulinus

Paulinus, ein frühchristlicher Bischof von Trier, stammte aus Aquitanien (Südfrankreich). Er sprach sich auf dem Konzil von Arles als einziger Bischof gegen die ungerechte Verurteilung des Athanasius durch den Kaiser aus. Für seinen Mut musste er büßen und wurde auf kaiser-lichen Befehl nach Phrygien verbannt. Er starb nach fünf Jahren voller Erniedrigungen und Entbehrungen im Exil am 31. August 358.

StandBischof
StadtTrier

20.12.

Julius

Julius von Gelduba (Gildup) war wohl einer jener am Rhein stationierten christlichen Soldaten der aus Ägypten stammenden Thebaischen Legion, die in den Verfolgungen unter Kaiser Diokletian das Martyrium erlitten, weil sie sich weigerten, Angriffskriege zu führen und gegen Aufständische, die berechtigte Anliegen vorbrachten, mit Waffengewalt vorzugehen. Nach einer anderen Deutung wird Gelduba, der Ort des Martyriums, nicht mit Gelb am Rhein gleichgesetzt, sondern als ein Ort in Thrazien (heute Bulgarien) angesehen. + um 302. Historische Anmerkung: In den Märtyrerverzeichnissen begegnen uns erstaunlich oft Soldaten. Diese lernten viele Gegenden und Kulturen des römischen Imperiums kennen und waren oft die Vermittler des aus der Osthälfte des Reiches kommenden Christentums. Für Soldaten, die jeden Tag mit dem Tod in Berührung kommen konnten, war eine Erlöserreligion wie das Christentum, die ein besseres Leben nach dem Tod und Belohnung für gute Taten versprach, besonders anziehend. Für Kaiser Diokletian hingegen waren christliche Soldaten, die nur Verteidigungskriege führen wollten, Angriffskriege aber ablehnten, eine Gefahr. Daher wollte er zu allererst im römischen Heer das Christentum mit Stumpf und Stiel ausrotten. - In einem zeitgenössischen Bericht heißt es z.B.: „In Augusta Treverorum wurden 302 Christen hingeschlachtet, so dass sich das Wasser der Mosel rot färbte.“

StandSoldat
BesonderheitenMärtyrer