Der Heiligenkalender

Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler

Datum ausschliessen
Name: Zen

22.01.

Vinzenz

Vinzenz von Saragossa, war Archidiakon (Prediger) des Bischofs der Stadt. In den Verfolgungen unter Kaiser Diokletian wurden beide in den Kerker geworfen. Der schon alte und gebrechliche Bischof wurde in die Verbannung geschickt, der junge Glaubensverkünder aber, obwohl er eine glänzende Verteidigungsrede gehalten hatte, den schlimmsten Martern ausgesetzt. Er wurde gegeißelt, in einen Haufen mit Glasscherben geworfen, in seine Wunden wurde Salz gestreut. Zuletzt erlag er seinen Verletzungen. Vincentius gilt als Erzmärtyrer, d.h. als erster Märtyrer Spaniens. Sein Name ist schon in den ältesten Martyrologien zu finden. + 22.1.304. Wetterregeln: "Vinzenz Sonnenschein bringt viel Korn und guten Wein." "Am Tag von Sankt Vinzent hat der Winter noch lang kein End'. "Watet Sankt Vinzenz im Schnee, dann gibt es viel Heu und viel Klee."

StadtSaragossa
BesonderheitenMärtyrer

22.01.

Vinzenz Palotti

Vinzenz Palotti, 1818 in seiner Heimatstadt Rom zum Priester geweiht, engagierte sich unermüdlich und aufopferungsvoll als Jugend- und Gefangenenseelsorger und Volksmissionar. Er war ein gesuchter Beichtvater, den man zu jeder Zeit aufsuchen konnte. Um noch wirkungsvoller seelsorgerisch tätig sein zu können, gründete er 1834 die "Gesellschaft des katholischen Apostolats", genannt "Palottiner". Sie nahmen auch Laien auf, die im Apostolat im karitativen Bereich mitarbeiten wollten. Damit wurde Vinzenz Palotti zum Bahnbrecher der Katholischen Aktion. + 22.1. 1850.

StadtRom
BesonderheitenOrdensgründer Sozialengagement

12.03.

Innozenz

Innozenz I., Papst, + 12.3.417, siehe 28.7.! Ehemals: Gregor der Große: Bauernregel: "Sankt Gregor zeigt dem Bauern an, daß im Feld er säen kann." - "An Gregori öffnet der Frosch sein Maul." - (Vor der Einführung des Gregorianischen Kalenders war am 12.3. Tag- und Nachtgleiche.)

StandPapst

05.04.

Vinzenz (Vincent)

Vinzenz Ferrer, ein Dominikanerpriester von größter Opferbereitschaft, Lehrer an der Domschule von Valencia, war einer der gewaltigsten Bußprediger des späten Mittelalters und hatte großen Einfluss auf seine Zeit. Wegen seines anziehenden Äußeren war er oft Versuchungen ausgesetzt. + 5.4.1419. Er ist Patron der Dachdecker und der Ziegelmacher Lostag: "Bringt Sankt Vinzenz Sonnenschein, so gibt es vielen und guten Wein." "Wenn Sankt Vinzent tritt in die Hall', so bringt er uns die Nachtigall."

05.04.

Crescentia (Kreszentia)

Crescentia (Kreszentia) von Kaufbeuren kam als Anna Höß im Jahr 1682 als Kind einer sehr armen Weberfamilie im Allgäu zur Welt. Gern wäre sie ins Kloster der Franziskanerinnen in ihrer Heimatstadt eingetreten, aber ihre Aufnahmegesuche wurden immer wieder abgelehnt. Franziskanerklöster hatten keinen Besitz und waren auf die Mitgift der Schwestern und Brüder angewiesen - und die Webertochter war viel zu arm. Erst auf den ausdrücklichen Wunsch des Bürgermeisters, dem das Kloster viel zu verdanken hatte, wurde Anna Höß, inzwischen 21 Jahre alt, aufgenommen. - Doch die Oberin vergaß nie, dass die Aufnahme unter Druck erfolgt war. Der körperlich schwächlichen Novizin wurden die schwersten Arbeiten aufgebürdet, doch zur Verwunderung der Mitschwestern ertrug diese alle Quälereien, ohne sich zu beklagen. Schließlich wurde das Martyrium der Dulderin auch außerhalb des Klosters bekannt. Eine Untersuchung fand statt, die unwürdige Oberin wurde abgesetzt, die arme Webertochter aber zur Novizenmeisterin gewählt, später - 1741 - sogar zur Oberin. - Der Ruf der zarten, oft kränklichen, aber immer freundlichen Ordensfrau, die auch alle körperlichen Leiden mit unerschütterlicher Geduld ertrug - sie litt bis an ihr Lebensende unter fast unerträglichen Kopfschmerzen, die wohl psychischer Natur waren - drang schließlich auch über die Stadtgrenzen hinaus. Zuletzt standen sogar so hochgestellte Persönlichkeiten wie Kaiserin Maria Theresia, der Kurfürst von Bayern und der Kurfürst von Köln mit ihr in brieflichem Kontakt und suchten ihren Rat. Als Mutter Crescentia im Alter von 61 Jahren starb, wurde ihr Tod nicht nur im Orden, sondern auch von der ganzen Bevölkerung betrauert. Eine unüberschaubare Menschenmenge hatte sich zu ihrem Begräbnis eingefunden. + 5.4.1744

12.04.

Zeno

Zeno von Verona war ein bedeutender Prediger und ein vielseitiger Kirchenschriftsteller. + um 371.

StandBischof
StadtVerona

28.07.

Innozenz

Innozenz I. (402-417) war Papst in einer sehr schweren Zeit, als der Niedergang des Weströmischen Reiches immer deutlicher sichtbar wurde. Rom wurde von Alarich und seinen Westgoten erobert und trotz Verhandlungen geplündert. - Innozenz I. arbeitete zielbewusst am Ausbau des päpstlichen Primats in der christlichen Gesamtkirche und wehrte sich gegen weltliche Eingriffe in wichtigen Kirchenangelegenheiten, vor allem durch den oströmischen Kaiser. Auch als Johannes Chrysostomus (siehe 13.9.) vom Kaiser als Patriarch von Konstantinopel abgesetzt und in die Verbannung geschickt wurde, protestierte Innozenz gegen das Unrecht. Doch sein Ruf verhallte unbeachtet. + 12.3.417

StandPapst
StadtRom

12.08.

Innozenz

: Innozenz XI., der bedeutendste Reformpapst des 17.Jhdts, zeichnete sich durch Geradlinigkeit, die konsequente Verfolgung seiner Reformpläne und durch ein untadeliges Leben aus. Schwere Differenzen gab es mit dem französischen „Sonnenkönig“ Ludwig XIV. und dessen Staatskirchentum. Im Türkenkrieg von 1683 erwarb sich der Papst große Verdienste durch die Unterstützung des bedrohten Österreich. Er brachte das Bündnis zwischen Kaiser Leopold I. und dem Polenkönig Johann Sobieski zustande und stellte Wien eine hohe Geldsumme für die Verteidigung zur Verfügung. + 12.8.1689

StandPapst
StadtRom
BesonderheitenReformer

27.09.

Vinzenz (Vincent)

Vinzenz (Vincent) von Paul stammte aus einer kinderreichen französischen Bauernfamilie. Schon mit 19 Jahren empfing er die Priesterweihe. 1612 übernahm er die Pfarre Clichy in Paris. Erschüttert von den trostlosen sozialen Verhältnissen, legte er das Gelübde ab, sein ganzes künftiges Leben der Bekämpfung der Armut zu widmen. Er missionierte bei der not-leidenden Landbevölkerung und rief eine gut organisierte Armenfürsorge ins Leben. Von vielen Weltpriestern unterstützt, gründete Vincent von Paul die Kongregation der "Serviteurs des Pauvres", zu Deutsch "Diener der Armen", die heute meist nach ihrem Sitz im Lazaristenkloster in Paris "Lazaristen" genannte werden. Von ihnen wurden gefordert: Herzlichkeit, volksnahe, einfache Predigten, apostolischer Eifer, Verzicht auf kirchliche Würden und Hingabe an die (Volks-)Mission. 1633 erfolgte, unter maßgeblicher Beteiligung der Louise de Marillac (sieh 15.3.), die Gründung der "Filles de la Charité", die heute meist unter dem Namen "Barmherzige Schwestern" oder "Vinzentinerinnen" bekannt sind. Ihre Gemeinschaft hatte sich aus einer Vereinigung weltlicher Frauen entwickelt, die alleinstehende Kranke betreuten. Es war der erste Orden ohne Profess (Gelübde) und Klausur (Abgeschlossenheit in einem Kloster). Der Dienst am Nächsten sollte die ausschließliche Aufgabe der Schwestern sein; Sie betreuten nicht nur Kranke in den Spitälern, sondern auch Findel- und Waisenkinder, Sträflinge, allein-stehende Alte und Hilflose, Behinderte, Geisteskranke und andere Hilfsbedürftige. Somit war der einfache französische Bauernsohn zum Begründer der organisierten Caritas geworden. Der aktive Menschenfreund starb am 27.September 1660, sein Werk aber breitete sich über die gesamte christliche Welt aus. Vinzenz von Paul ist Patron der karitativen Einrichtungen, der Waisen- und Krankenhäuser und der Gefangenen.

BesonderheitenOrdensgründer Sozialengagement

27.10.

Sabina (Sabine, Sabrina) , Christa (Christeta) und Vincent (Vinzenz)

Sabina von Àvila, eine junge Christin, die früher große Verehrung genoss, starb um das Jahr 304 während der furchtbaren Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian in ihrer Heimatstadt. Der Statthalter des Kaisers, ein fanatischer Christenhasser, der endlich seine Macht beweisen konnte, hatte den Befehl bekommen, die Provinz Hispanien, wie Spanien damals hieß, von allen Christen zu "säubern", ganz gleich, welche Mittel man dabei an-wendete. So wurde auch das Christenmädchen Sabina gefangen genommen. Man renkte ihr alle Glieder aus und schlug sie so lange mit Ruten, bis sie blutüberströmt zusammenbrach. Doch als sie sich nach den unmenschlichen Foltern immer noch weigerte, Christus abzuschwören, wurde ihr Haupt auf einem Felsblock zerschmettert. Gemeinsam mit Sabina starben ihre Geschwister Christa (Christeta) und Vincent. (Der Name Sabrina hat zwar der Bedeutung nach nichts mit Sabina zu tun, doch könnten die Trägerinnen dieses Namens - wegen der klanglichen Ähnlichkeit - gemeinsam mit Sabina Namenstag feiern) Bauernregel: "Ist's um Sabina warm und fein, so kommt ein strenger Winter drein. Ist es aber naß und kühl, mild der Winter werden will."

StadtAvila
BesonderheitenMärtyrerin