Der Heiligenkalender

Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler

Datum ausschliessen
Land: Europa Deutschland Bayern Italien

22.01.

Dietlinde

Dietlinde (Theodelinde), Tochter des christlichen Bayernherzogs Garibald, wurde durch Heirat Königin der Langobarden. Durch ihren unermüdlichen Einsatz und ihr beispielhaftes Leben gelang es ihr, den arianischen Gatten und sein Volk für den katholischen Glauben zu gewinnen. Papst Gregor der Große widmete der Langobardenkönigin drei Bücher. Das später berühmt gewordene Kloster Bobbio verdankt ihr seine Existenz. Ebenso geht der Bau des Doms von Monza (Lombardei) auf Theodelinde zurück. + 22.1.627

27.10.

Wolfhard

Wolfhard war ein Sattlergeselle aus Augsburg. Auf seiner Wanderschaft als Handwerksbursche war er nach Italien gekommen und hatte hier viel Not kennen gelernt. In Verona ließ er sich schließlich nieder und verdiente sich sein Brot als tüchtiger Handwerker. Doch den Großteil seines Lohns verteilte er, der selber nicht viel hatte, immer wieder aus Mitgefühl an die Armen. Als die Mildtätigkeit des jungen Sattlers aus Deutschland bekannt wurde, konnte er sich vor dem Zulauf von Hilfsbedürftigen bald nicht mehr retten. So flüchtete er in die Einsamkeit eines Waldes im Tal der Etsch, wo er zwanzig Jahre lang als Einsiedler lebte. Die letzten zehn Jahre seines Lebens verbrachte er als Rekluse in einer Zelle, die er sich neben dem Kloster San Salvatore in Verona errichtet hatte. + 30.4.1127.

StadtAugsburg Verona
BesonderheitenSozialengagement Einsiedler
Datum: 27.05.

27.05.

Augustin (August)

Augustin (August), später Erzbischof von Canterbury, war von Papst Gregor dem Großen im Jahr 596 mit 40 anderen Mönchen als Glaubensbote nach Britannien entsandt worden. In Kent, dem größten Teilkönigreich der Angelsachsen, wurden die christlichen Missionare von König Edelbert, der mit der christlichen fränkischen Prinzessin Bertha verheiratet war, freundlich aufgenommen. Nicht nur, weil die christliche Königin die fremden Priester maßgeblich unterstützte, war ihre Missionsarbeit so erfolgreich. Augustin, der bald zum Erzbischof von Canterbury ernannt wurde, verbot die Zerstörung der heidnischen Göttertempel und Kultstätten und ließ diese in christliche Gotteshäuser umgestalten. Ebenso versuchte er germanische und keltische Elemente in die christliche Religionsausübung einzubeziehen. Und gerade diese Toleranz und Aufgeschlossenheit gegenüber anderen Religionen war die Hauptursache für die großen Missionserfolge der christlichen Glaubensboten. Der erfolgreiche "Apostel Englands" starb vermutlich an einem 26.Mai um 604 in der jungen Bischofsstadt Canterbury.

StandBischof
StadtCanterbury

27.05.

Bruno

Bruno (Brun), Bischof von Würzburg, der Sohn Herzog Konrads von Kärnten, galt als einer der bedeutendsten und geachtetsten Kirchenvertreter seiner Zeit, denn er hatte eine hohe Auffassung von den Aufgaben seines bischöflichen Amtes. Er begann mit dem Bau des Würzburger Domes und förderte Bildung und Moral des Klerus. Mit Kaiser Heinrich III. zog er 1045 nach Ungarn. In Persenbeug an der Donau brach, während der Kaiser mit seinen Begleitern zu Tische saß, die Decke des Saales ein und begrub die Anwesenden unter den Trümmern. + 27.5.1045.

StandBischof
StadtWrzburg

27.05.

Margaret

Margaret Pole war zur Erzieherin von Maria (der Katholischen), der ältesten Tochter König Heinrichs VIII. von England bestellt worden. Nachdem ihr Sohn, Erzbischof Reginald, gegen die Kirchenpolitik des Königs Stellung bezogen hatte, wurde auch die Mutter verhaftet und am 27. Mai 1541, ohne irgendwelchen Schuldbeweis, hingerichtet..

BesonderheitenGewaltopfer

27.05.

Matthias (Mathias)

Matthias Kalemba, ein afrikanischer Christ, war Leiter des Trommelorchesters am Hof des Königs von Uganda. Er hatte eine Verschwörung des Katikiro, des obersten Hofbeamten, gegen den König aufgedeckt. Seltsamerweise war es dem Hofschranzen aber wieder gelungen, sich beim König einzuschmeicheln. In einer vom Katikiro inszenierten Aktion musste Matthias Kalemba, wie viele andere Christen (siehe Karl Lwanga u. Gef. siehe 3.6.), auf eine unglaublich grausame Weise sterben. Sie hatten nämlich, wie der Hofbeamte dem König erfolgreich eingeredet hatte, „die Götter erzürnt“. + 27.5.1886.

BesonderheitenMärtyrer

27.05.

Randolph

Randolph, ein vorbildlicher christlicher Vater, starb um 700 zu Arras (F) als Märtyrer.