Der Heiligenkalender

Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler

Datum ausschliessen
Land: Europa Frankreich (Burgund)

28.03.

Guntram

Guntram war der Sohn des als gewalttätig bekannten Frankenkönigs Lothar I. und der hl Radegunde (siehe 12.8.). Bei der Reichsteilung nach Lothars Tod bekam er Burgund als Teilkönigreich. Der junge König erwies sich als geschickter Diplomat, dem es immer wieder gelang, Schwierigkeiten durch Verhandlungen aus dem Weg zu räumen. Sein Volk war ihm zugetan, denn er war freigebig und gerecht. Die Geistlichkeit brachte ihm große Ehrerbie-tung entgegen, denn er tat viel für die kirchliche Ordnung, wandte sich scharf gegen die Käuflichkeit kirchlicher Ämter und verbot die Sonntagsarbeit. Der allgemein als sehr um-gänglich geschilderte König hatte aber auch eine dunkle Charakterseite: Er war jähzornig und konnte im Zorn gewalttätig werden, was wohl ein väterliches Erbe war. + 28.3.592.

06.06.

Claudius (Claude, Claudio)

Claudius (Claude) war im 7. Jhdt Abt des Klosters Condat, wahrscheinlich auch Bischof von Besançon. + 6.6. um 700. Er gehört(e) in Frankreich zu den meistverehrten Heiligen..

24.06.

Reingard

Reingard (Reingardis) war eine liebevolle Gattin und Mutter. (u.a. war sie die Mutter des berühmten Dichters und theologischen Schriftstellers Petrus Venerabilis, des Abtes von Cluny) Von den Menschen ihrer Umgebung wurde sie wegen ihrer Herzlichkeit und ihres bescheidenen Wesens geliebt und geachtet. Als Witwe trat sie in das Kloster Marigny in Burgund ein, wo sie am 24. Juni 1135 zur ewigen Ruhe einging

19.07.

Reto (Raetus, Rheticus)

Reto (Raetus, Rheticus), Bischof von Autun (F); galt als einer der gebildetsten und wortge-wandtesten Männer seiner Zeit. Er lebte in der ersten Hälfte des 4.Jhdts.

20.08.

Bernhard (Bernd, Björn)

Bernhard von Clairvaux, Kirchenlehrer und "zweiter Gründer des Zisterzienserordens", wurde um das Jahr 1090 in der französischen Landschaf t Bourgogne (Burgund) geboren. Mit 22 Jahren trat er in das Reformkloster Citeaux ein. Bereits drei Jahre später wurde er Abt des von ihm gegründeten Zisterzienserklosters Clairvaux. Fast 70 weitere eigene Klostergründungen erfolgten noch zu Bernhards Lebzeiten. Der Abt und Klostergründer gilt als der "geistige Führer seiner Zeit" und hatte bis zu seinem Tod Beziehungen zu den meisten bedeutenden zeitgenössischen Persönlichkeiten. Nicht nur Papst und Bischöfe fragten den weisen Kirchenmann um Rat, auch viele weltliche Herrscher. Große Berühmtheit erlangte Bernhard als Kreuzzugsprediger und groß waren Enttäuschung und Schmerz über das völlige Scheitern des Zweiten Kreuzzugs. Im Alter von 63 Jahren starb der angesehene Ordensmann an einer schweren Magenkrankheit am 20.August 1153, erschöpft und ausgezehrt. Beigesetzt wurde sein Leib in der berühmten Reformabtei Cluny. Bernhard ist Patron von Burgund, Ligurien und Genua, der Bienen, der Imker und Wachszieher, Schutzheiliger gegen Kinderkrankheiten, Besessenheit, Unwetter und Fürbitter für eine friedliche Todesstunde.

BesonderheitenKirchenlehrer

22.08.

Symphorian

Symphorian war noch sehr jung, als er um das Jahr 180 zu Autun (F) das Martyrium erlitt. Man beschuldigte den Knaben, den römischen Götterkult verspottet zu haben.. Er starb mit den Worten: "Vita non tollitur sed mutatur.", d.h. "Das Leben wird nicht genommen, sondern nur (in ein anderes, ein neues) umgewandelt." Lostagsregel: „St. Urban (25.5.) uns den Sommer send’t, Symphorian, der bringt das End’.“, d.h. die schöne Sommertage gehen langsam zu Ende.

BesonderheitenMärtyrer

02.10.

Leodegar (Luitgar)

Leodegar (Luitgar), Bischof von Autun, hatte wegen seiner Reformtätigkeit viele Repressalien zu erleiden. 676 wurde er vom fränkischen Hausmeier Ebroin dem Schrecklichen gefangengenommen, geblendet und der Zunge beraubt. Drei Jahre später wurde er enthauptet. + 2.(3.?)10.679 (Gedenktag auch am 3.10., da sein Sterbetag entweder der 2. oder der 3.10. war). Bauernregel: "Weht der Wind an Sankt Leodegar, so kündet er an ein fruchtbares Jahr." "Fällt das Laub an Leodegar, so ist das nächste ein fruchtbares Jahr." "Laubfall an Leodegar, kündet an ein fruchtbar' Jahr."

StandBischof
StadtAutun
BesonderheitenGewaltopfer
Datum: 15.02.

15.02.

Claude (Claudius)

Claude (Claudius) de la Colombière trat 1658 in Lyon in den Jesuitenorden ein und war bald ein geschätzter Volksprediger. Als Seelenführer der hl Margareta Maria Alacoque (16.10.) setzte er sich für die Verbreitung der Herz-Jesu-Verehrung ein. 1676 wurde er als Beichtvater der Herzogin von York nach England berufen, auf Grund von Verleumdungen 1678 aber eingekerkert. 1679 kehrte er schwer krank in seine Heimat zurück. + 15.2.1682

15.02.

Drutmar

Drutmar (Trudmar, Druthmar), Mönch im Reichskloster Lorsch, wurde 1014 von Bischof Meinwerk (siehe 5.6) von Paderborn zum Abt von Korvey (Westfalen) berufen. Unter seinem Vorgänger war die Abtei in geistlicher und wirtschaftlicher Hinsicht verwahrlost. Die meisten Mönche standen dem strengen neuen Abt ablehnend gegenüber, viele traten aus dem Kloster aus. Doch trotz aller Missgunst brachte er die Abtei zu neuer Blüte und versöhnte die Mönche durch seine Persönlichkeit und sein vorbildliches Leben. + 15.21046.

StadtKorvey
BesonderheitenReformer

15.02.

Faustin (Faustinus) und Jovita

Faustin und Jovita, Geschwister, erlitten zu Brescia zwischen 117 und 138 den Märtyrertod.

StadtBrescia
BesonderheitenMärtyrer

15.02.

Friedrich

Friedrich Bachstein, ein Franziskanerbruder, wurde in Prag von fanatischen Hussiten zu Tode gequält. + 15.21611.

StadtPrag
BesonderheitenMärtyrer

15.02.

Georgia

Georgia, Jungfrau zu Clermont (F), lebte in großer Zurückgezogenheit bei Fasten und Gebet. Ihren Sarg sollen weiße Tauben zum Friedhof begleitet haben. + um 600.

BesonderheitenEinsiedlerin

15.02.

Siegfried (Sigfrid, Sigurd, Seyfried)

Siegfried (in Skandinavien Sigurd), war ein angelsächsischer Mönch aus Glastonbury, der im Jahre 995 als Glaubensbote nach Skandinavien gekommen war. Der „Apostel der Schweden“ predigte zuerst in Norwegen und erhielt dabei vom Wikingerfürsten Olaf Haraldson jegliche Unterstützung. Dann zog Siegfried/Sigurd weiter nach Schweden, wo sich König Olaf Erikson von ihm taufen ließ. In Skara in Gotland, nördlich von Göteborg, errichtete der Missionar das erste schwedische Bistum. Bis zur Reformation wurde Siegfried/Sigurd als Patron von Schweden verehrt; dann geriet er nach und nach in Vergessenheit. + 15.2. um 1040.

StadtGteborg
BesonderheitenMissionar