Der Heiligenkalender

Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler

Datum ausschliessen
Land: Europa Griechenland

12.01.

Xenia

Xenia war eine junge Christin, die in Griechenland ihres Glaubens wegen auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde. Sie wurde (wird) besonders in der Ostkirche verehrt. + um 200.

BesonderheitenMärtyrerin

15.03.

Zacharias

Zacharias, der letzte Papst, der aus Griechenland stammte; bemühte sich unermüdlich um einen Frieden mit den in Italien eingefallenen Langobarden. + 15.3.752 .

01.04.

Name: Irene (Irina, Irena, Ireen, Ira), Chiona , Agape

Irene, ein Christenmädchen, lebte mit ihren beiden jüngeren Schwestern Chiona und Agape in Thessalonike, dem heutigen Saloniki. Als Kaiser Diokletian in seinem Reich das Christentum mit Stumpf und Stiel ausrotten wollte, wurde den Christen auch in Griechenland der Prozess gemacht. Die Häuser von "Verdächtigen" wurden nach verbotenen Schriften und anderen Gegenständen durchsucht, um ihre Besitzer als Anhänger des verfemten neuen Lehre zu überführen und an das Gericht ausliefern zu können. Im Hause der drei Schwestern fanden die Häscher christliche Bücher, d.h. Teile aus der Heiligen Schrift. Daraufhin wurden die jungen Frauen vor den Richter gezerrt, und da man die Beweise für ihr "Vergehen" ja gefunden hatte, zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt und schließlich öffentlich ver-brannt. - Über das Leben der Schwestern aus Saloniki wird zwar kaum Näheres berichtet, aber über den Prozess sind bis heute (abgeschriebene) Protokollakten erhalten geblieben, die für die Geschichte der Christenverfolgungen von unschätzbarem Wert sind. +1.4.304. Historischer Exkurs Die wenigen überlieferten zeitgenössischen Quellen bestätigen die für uns oft unglaublich schei-nenden Grausamkeiten, die bei den Verhören und Foltern gegen die Christen angewendet wurden, und erinnern doch auch an die Methoden totalitärer Regime des 20. Jhdts im Umgang mit ihren Gegnern.

StadtThessaloniki
BesonderheitenMärtyrerin

01.06.

Hortense, Silka (Sillica), Silvana

Hortense, Silka (Sillica), Silvana und Gefährtinnen starben um das Jahr 300 als christ-liche Märtyrinnen zu Thessalonike in Griechenland.

StadtThessaloniki
BesonderheitenMärtyrerin

26.06.

David

David lebte als vom Volk wegen seiner Weisheit verehrter Einsiedler und Ratgeber in der (weiteren) Umgebung von Thessalonike (Saloniki) in Griechenland. + vor 535.

BesonderheitenEinsiedler

03.08.

Lydia

Lydia, die aus Thyatira in Kleinasien stammte, lebte als „Purpurkrämerin“ in Philippi im Norden Griechenlands. Sie hatte sich hier offenbar als selbstständig tätige Händlerin niedergelassen und war durch ihren einträglichen Beruf zu Ansehen und Wohlstand gelangt. Sie ließ sich vom Apostel Paulus taufen und soll nicht nur die erste Christin in der Stadt, sondern auch die erste Christin auf europäischen Boden gewesen sein (bisher hatte das Christentum nur in Vorderasien Fuß gefasst). Als „Apostelschülerin“ unterstützte sie die Ausbreitung des Christentums und wurde, da sie vermögend war, eine „Mäzenin“ der christlichen Glaubensverkünder. Als dann Paulus und seine Begleiter gefangen genommen und schließlich als „Friedensstörer“ aus der Stadt gewiesen wurden, nahm sie die Männer ungeachtet der eigenen Gefährdung gastfreundlich in ihrem Haus auf. Historisches: Die Tätigkeit der Frauen im frühen Christentum beschränkte sich nicht nur darauf, herumziehende Glaubensboten zu beherbergen und zu versorgen. Sie versammelten oft die Gläubigen in ihren Häusern, leiteten nicht selten den Gottesdienst, der freilich noch keine festen Formen aufwies, wirkten sogar als Vorsteherinnen der Gemeinden, nahmen sich der Bedürftigen an und waren oft selbst missionarisch tätig. Mehrere von ihnen wurden von Paulus ausdrücklich als Mitarbeiterinnen bezeichnet und in seinen Grußlisten namentlich hervorgehoben

BesonderheitenBiblische Gestalt

03.09.

Phoebe

Phoebe (Phöbe) ist die erste namentlich bekannte Diakonissin. Sie hatte im Hafen von Korinth eine Art Sozialdienst eingerichtet, der sich vor allem um in Not geratene Reisende und Fremde kümmerte (um Nichtchristen genauso wie um Christen), da es in der Antike keine öffentlichen sozialen Einrichtungen gab. Sie unterstützte auch den Völkerapostel Paulus bei seiner Missionsarbeit. Bei ihm stand sie in so hohem Ansehen, dass er ihr eine seiner wichtigsten Schriften, den „Römerbrief“, anvertraute, damit sie ihn der römischen Christengemeinde überbringe. Historisches: Diakonissinnen wirkten wie Priester, predigten, hatten großen Anteil an der Seelsorge, vor allem im karitativen Bereich, führten wohl auch Beichtgespräche, spendeten die Kommunion, durften aber keine Messe lesen. Diakonissinnen gab es, wie auch außerkirchliche Quellen bestätigen, bis ins 4. Jhdt. Erst als das Christentum zur römischen Staatsreligion wurde und sich allmählich an die patriarchalische antike Gesellschaftsordnung anpassen musste, büßte die Frau auch im christlichen Gemeindeleben immer mehr von ihrer ursprünglichen Anerkennung als gleichwertiges Wesen auf weltlichem wie auf religiösem Gebiet ein. Ihr Anteil am kirchlichen Leben wurde im Laufe der Zeit mehr und mehr auf eine nur noch untergeordnete Rolle zurückgedrängt, obwohl Frauen 300 Jahre lang (angefangen mit Maria Magdalena) die Entwicklung des Christentums entscheidend mitgestaltet hatten

StadtKorinth
BesonderheitenBiblische Gestalt

22.11.

Philemon

Philemon von Kolossae war ein Schüler des Apostels Paulus. Er starb als Märtyrer.

BesonderheitenMärtyrer
Datum: 26.03.

26.03.

Castulus

Castulus soll Kämmerer von Kaiser Diokletian gewesen sein. Weil er Christen versteckte, wurde er am 26.März 286 bei lebendigem Leib begraben. Ende des 8. Jhdts kamen seine Reliquien nach Landshut (Niederbayern).

BesonderheitenGewaltopfer

26.03.

Larissa (Lara)

Larissa (Lara), Märtyrin auf der Halbinsel Krim, verbrannte (im 4. Jhdt) in einer Kirche, die auf Befehl eines Gotenführers verriegelt und angezündet worden war, gemeinsam mit anderen Gläubigen während eines Gottesdienstes bei lebendigem Leibe.

BesonderheitenGewaltopfer

26.03.

Ludger (Liudger)

Ludger (Liudger) von Münster, der Apostel der Westfalen, wurde 794 von Karl dem Großen mit dem neu errichteten Bistum Mimigardeford im nördlichen Westfalen belehnt. Nahe der Kirche errichtete der Glaubensbote aus Friesland als Unterkunft des Klerus ein "Monasterium". Daraus leitete sich später der Name der Stadt Münster ab. - Ludgers missionarische Tätigkeit war von großem Erfolg begleitet. Er organisierte das kirchliche Leben, errichtete 40 neue Pfarren und ließ Kirchen und Klöster erbauen. Erstaunlicherweise wurde der Missionar erst 10 Jahre nach seiner Ernennung zum Bischof auch geweiht (804). Doch Westfalen lag damals noch fern von der christlichen Welt und war außerdem ein Teil des immer aufrührerischen Sachsenlandes, das Karl dem Großen so viele Schwierigkeiten bereitete. Bischof Ludger von Münster starb am 26.März 809.

26.03.

Manuel (Emanuel, Manuela)

Manuel (Emanuel) starb mit mehreren anderen Christen während der Verfolgungen unter Kaiser Diokletian um das Jahr 300 als Märtyrer in Kleinasien.

LandAsien
BesonderheitenMärtyrer