Der Heiligenkalender

Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler

Datum ausschliessen
Land: Europa Niederlande

05.01.

Gerlach

Gerlach war ein niederländischer Ritter, der nur am Kriegsdienst Freude fand und ein ausgelassenes Leben führte. Doch dann erschütterte ihn der plötzlichen Tod seiner Gattin so sehr, dass er sein bisheriges Leben aufgab, nach Rom und Jerusalem pilgerte, jahrelang als Buße Kranke pflegte und zuletzt 14 Jahre lang zu Houthem nahe Maastricht (NL) in einer hohlen Eiche ein asketisches Leben führte. + 5.1.1172 (1177?).

StandSoldat
StadtMaastricht

03.02.

Berlinda (Berlinde)

Berlinda (Berlinde) lebte Anfang des 8. Jhdts zu Meerbeke in Brabant als Reklusin.

20.02.

Falko (Falk, Falco)

Falko, einer der frühchristlichen Bischöfe von Tongern und Maastricht (NL), war ein hochgelehrter, würdevoller und tatkräftiger Mann. + um 512

StandBischof
StadtMaastricjht

03.03.

Friedrich (Frederick, Friederike, Frederica)

Friedrich (Frederick), Pfarrer in seinem Geburtsort Hallum, war Gründer und erster Abt des Klosters Mariengaarde in Friesland (Niederlande), dessen Mönche lange Zeit als Muster klösterlicher Gesinnung galten. + 3.3.1175.

22.03.

Elmar (Elko)

Elmar (Elko) war Abt des Klosters von Lidlom in den Niederlanden. Weil er die strenge Einhaltung der Klosterregeln forderte, wurde ihm von rebellischen Mönchen eine schwere Kopfwunde zugefügt, an der er starb. + 22.3.(?) 1332.

BesonderheitenGewaltopfer

14.04.

Lidwina (Lida)

Lidwina (Lida, Ludwina), 1380 als Tochter des Nachtwächters von Schiedam nahe Rotterdam geboren, hatte sich im Alter von 15 Jahren beim Eislaufen eine Rippe gebrochen und war seither teilweise gelähmt. 38 Jahre lang ertrug sie ihr Leiden mit heroischer Geduld - die gebrochenen Rippen eiterten - bis sie, körperlich völlig entkräftet, geistig aber hellwach und voll freudiger Erwartung auf ein besseres Leben, entschlief. + 14.4.1422. Lidwina gehört in den Niederlanden zu den am meisten verehrten Heiligen und ist Patronin der Kranken und der Siechenheime

StadtRotterdam
Besonderheiteneinfache, arme Leute

22.05.

Ortwin

Ortwin Grotius (van Groes) war ein angesehener Theologe und Humanist aus den Niederlanden. + 22.5.1542.

17.06.

Adolf (Adolph, Addo, Ado, Dolf, Adolfo)

Adolf soll als Missionsbischof in den Niederlanden gewirkt haben und der erste Bischof von Utrecht gewesen sein. Er war mit seinem Bruder Botulf aus Botulfstone, dem heutigen Boston in Ostengland, im 8. Jhdt an den Niederrhein gekommen. Über sein Leben ist wenig bekannt; doch wird er seit alter Zeit in den Niederlanden als Heiliger verehrt. + 780. (Ado, Addo, Dolf, Alf)

StandBischof
StadtUtrecht

17.06.

Alena (Alina, Alinda)

Alena (Alina, Alinda) von Voorst in den Niederlanden soll die Tochter eines germanischen Heerführers gewesen sein. Weil der Vater ständig über die Christen herzog, wollte sie diese aus Neugierde kennen lernen und wurde schließlich selber Christin. Als dies dem empörten Vater zu Ohren kam, ließ er die Tochter durch seine Soldaten misshandeln. An den Verletzungen soll sie schließlich gestorben sein. + 640. .

BesonderheitenGewaltopfer

07.07.

Walfried (Waltfried, Waldefried)

Walfried (Waltfried, Waldefried), ein angelsächsischer Mönch, wirkte zu Anfang des 8. Jhdts als Glaubensbote in den Niederlanden..

09.07.

Adrian (Adriano, Adrien)

Adrian Janssen und Gefährten, die Märtyrer von Gorkum in den Niederlanden, waren katholische Priester. Von fanatischen calvinischen "Geusen", in deren Hände sie gefallen waren, wurden sie wie geschlachtete Schweine an Holzbalken gehängt und mit Messern und Säbeln zerfleischt. Dann wurden die Leichname zerstückelt und in einen Graben geworfen. ++ 9.7.1572. Historisches: Die Niederlande, die damals auch Belgien und Luxemburg umfassten, waren durch Heirat an Erzherzog Maximilian von Österreich (den späteren Kaiser) gekommen. Sein Sohn Philipp der Schöne war - ebenfalls durch Heirat - König von Spanien geworden. Maximilians Enkel, Kaiser Karl V., hatte bei der Teilung des Imperiums die Niederlande seinem Sohn Philipp II. und damit der spanischen Linie des Hauses Habsburg zugesprochen. Doch schon bald lehnten sich die Niederländer gegen die fremde spanische Verwaltung auf. Als die Reformation auch hier Fuß fasste, wurde der fanatische spanische Herzog Alba als Generalgouverneur eingesetzt, der, wie es in Spanien üblich war, jedes Aufbegehren mit den brutalsten Mitteln unterdrückte. Das führte schließlich zum Aufstand der Niederlande. Für die bürgerliche Bevölkerung in den Handelsstädten war es ein rein politischer Kampf. Die Kaufleute waren eher daran interessiert, die weitreichenden Handelsbeziehungen nicht zu gefährden. Eine Minderheit fanatischer Calvinisten aber wollte nicht nur die Spanier aus dem Land vertreiben, sondern auch alles Katholische ausrotten. Ihr Fanatismus richtete sich sogar gegen das tolerant eingestellte Luthertum. Calvinische Horden, man nannte sie Geusen, zogen, unterstützt von Abenteurern und Piraten, durch das Land und "rächten" sich an katholisch gebliebenen Einheimischen. 1572 nahmen die Geusen mehrere Städte, darunter auch Gorkum, ein. Alle Geistlichen und Ordensleute, deren man habhaft werden konnte, wurden gefangen genommen. Obwohl Wilhelm von Oranien, der Führer der Aufständischen, persönlich für die Freilassung der Katholiken eintrat, wurden diese auf raffinierteste Art gefoltert und zu Tode gequält.)

BesonderheitenMärtyrer

18.07.

Friedrich (Frederik)

Friedrich (Frederik), Bischof von Utrecht (NL), ein großartiger Prediger und Kämpfer gegen Irrlehren, wurde vermutlich auf Befehl der Kaiserin Jutta, der ehrgeizigen Gemahlin Kaiser Ludwigs des Frommen, beseitigt. + 18.7. um 835.

StadtUtrecht

19.07.

Bernulf (Bernold)

Bernulf (Bernold), Bischof von Utrecht, setzte sich schon sehr früh für eine Reform inner-halb der Kirche ein. + 19.7.1054..

StandBischof
StadtUtrecht

01.10.

Bavo (Allowin)

Bavo (Baaf), der eigentlich Allowin (Allowyn) hieß, trat nach einer zügellosen Jugendzeit in das Kloster St. Peter in Gent ein, das später nach ihm St.Bavo genannt wurde. In der Folge begleitete er den hl Amandus von Maastricht (siehe 6.2) auf seinen Missionsreisen. Sein Leben beendete er als Rekluse. + 1.10655. Bavo/Allowin ist Patron der Diözesen Gent und Haarlem und Schutzheiliger gegen Keuchhusten.

StandGent
StadtCremona

22.10.

Ulbert (Olbert, Ulfert)

Ulbert (Olbert, Ulfert), ein Arbeiter zu Osterhout (NL), war eingeschlafen, als zwei Mörder, die verfolgt wurden, ihm einen blutigen Dolch in die Hand drückten. Der einfache Mann, der sich nicht zu wehren wusste, wurde von den Verfolgern als vermeintlicher Mörder getötet.

Besonderheiteneinfache, arme Leute Gewaltopfer

25.10.

Arnold

Arnold Knapper war ein katholischer Priester in den Niederlanden. Am 25.Oktober 1671 wurde er von calvinischen Fanatikern zu Oudenaarde gefangengenommen und unter lautem Gejohle als lebende Zielscheibe benützt.

BesonderheitenGewaltopfer

26.10.

Albin (Witta)

Albin (Witta) von Buraburg war mit Bonifatius (siehe 5.6.) als Glaubensbote nach Hessen gekommen. Er wurde zum ersten und einzigen Bischof der (kurzlebigen) Diözese Buraburg (bei Fritzlar) geweiht. + nach 760. Lostagsregel: „Warmer St. Albin bringt fürwahr stets einen kalten Januar.“

13.11.

Sieghard (Siard)

Sieghard (Siard) war das Kind friesischer Eltern. Er trat in den Prämonstratenserorden ein und wurde schließlich Abt von Mariengaarde (NL). Auch jetzt lebte er wie ein einfacher Mönch, arbeitete selbst auf dem Feld und schlief zumeist auf bloßer Erde. + 13.11. 1230.

21.11.

Amalia (Alma, Elma, Amélie, Amelia, Amelina, Melina, Amelita, Malika, Amy)

Amalia (Amalberga), Äbtissin von Susteren, lebte zur Zeit Karls des Großen, um 800, in den Niederlanden. Über sie ist nicht allzu viel überliefert, denn berichtet wird zumeist nur über große, Aufsehen erregende Taten. Amalia von Susteren aber gehört zu jenen stillen Heiligen, die von der großen Welt unbemerkt blieben, aber in ihrer kleinen Welt unsagbar viel Gutes tun konnten. Sie lebte vor, wie man als Vorgesetzte nicht nur durch Strenge und Distanz Anerkennung finden kann, sondern dass Autorität auch durch einfache "Menschlichkeit", vielleicht sollte man es Persönlichkeit nennen, erworben werden kann.

27.11.

Uta (Oda, Ute)

Oda (Uta) lebte um das Jahr 700 als vom Volk verehrte Einsiedlerin in dem später nach ihr benannten Sint Oden-Roey (St.Utenrode) in der Nähe von 's Hertogenbosch in den Niederlanden. Um 725 soll die weise Ratgeberin, die angeblich aus Irland, wahrscheinlich aber aus Brabant stammte, gestorben sein.

BesonderheitenEinsiedlerin
Datum: 24.08.

24.08.

Amadeus

Amadeus, Bischof von Lausanne, + 24.(27.?) 8.1159, siehe 30.8.

24.08.

Bartholomäus

Bartholomäus, der Apostel, hieß wahrscheinlich mit ursprünglichem Namen Nathanael und stammte aus Kana in Galiläa. Er war durch den Apostel Philippus zu Christus gekommen, der den neuen Jünger mit den Worten empfing: „Seht, ein wahrer Israelit, an dem kein Falsch ist.“ Nach Jesu Tod und Auferstehung zog der Apostel als Wanderprediger durch Armenien, Mesopotamien und Indien. Berühmt wurde er vor allem durch seine Fähigkeit, „Besessene“ zu heilen. So soll die Tochter des Königs von Armenien durch ihn wieder gesund geworden sein, was dazu führte, dass die ganze armenische Königsfamilie christlich wurde (Die Armenier waren das erste Volk, das in seiner Gesamtheit christlich wurde). Doch Bartholomäus starb als Märtyrer. Die heidnische Partei unter der Führung des Bruders des Königs ließ den Apostel gefangen nehmen und zur „persischen Todesstrafe“ verurteilen: Bei lebendigem Leib wurde ihm die Haut abgezogen, dann wurde er gekreuzigt. Das Jahr seines Todes lag um die Mitte des 1. Jhdts. Der Apostel ist Patron des Bistums Lüttich, der Metzger, Schneider, Buchbinder, Bauern, Winzer, Hirten, Sattler, Gerber, Schuhmacher, Stuckateure und Helfer gegen Zuckungen und Nervenkrankheiten. Historisches: Traurige Berühmtheit erlangte die Bartholomäusnacht des Jahres 1572, auch „Pariser Bluthochzeit“ (Vermählung des Calviners Heinrich von Bourbon und Navarra mit Marguerite Valois, der Schwester des katholischen Königs Karl IX.) genannt, in Frankreich. Etwa 2.000 Hugenotten (Protestanten) wurden auf Befehl der Königsmutter Caterina von Medici, die sich übergangen fühlte und um ihren Einfluss fürchtete, in Paris - und am folgenden Tag in ganz Frankreich - ermordet. Die Gründe dafür waren weitgehend politischer Natur. Bauernregeln: "Sankt Bartholomä treibt das Korn in die Höh'." "Wie sich das Wetter am Bartheltag stellt ein, so soll es den ganzen September sein." "Bartholomä, wer Korn hat, der säe, wer Gras hat, der mähe, wer Hafer hat, der reche, wer Äpfel hat, der breche." "Zu Sankt Bartholomä geht man im Sommer in die Kirche und im Herbst wieder hinaus." "Bartholomäus pflücket die Nuß." "Am Bartheltag bau's Korn, und warte nicht bis morg'n." - "Bartholomä, wenn's regnet, o weh." "Bleiben Störche und Reiher noch nach Bartholomä, dann kommt ein Winter, der tut uns nicht weh."

BesonderheitenBiblische Gestalt Märtyrer

24.08.

Emilia (Emilie, Emily, Milena, Milla)

Emilia de Vialar war ein Mädchen aus einer reichen und angesehenen Familie im Städtchen Gaillac in Südfrankreich. Als sie nach der Ausbildung in einem Mädchenpensionat nach Hause zurückgekehrt war, wurde ihr Elternhaus bald zum Sammelpunkt für Arme und Kranke. Aus dieser Sorge um die Bedürftigen entwickelte sich der Orden der "St.Josephs-Schwestern", die sich besonders der Armen und Kranken annehmen und heute hauptsächlich in Afrika und Indien tätig sind. + 24.8.1856.

BesonderheitenSozialengagement

24.08.

Johanna-Antida (Jeanne-Antide)

Johanna-Antida (Jeanne-Antide) Thouret war 1788 in Paris Vinzentiner-Schwester gewor-den. 1795 musste sie vor der Französischen Revolution in die Schweiz fliehen, um ihr Leben zu retten. Am Bieler See arbeitete sie dann als Lehrerin. 1799 gelang es ihr, nach der Rück-kehr in die Heimat, in Besançon (Franche Comté) ein Haus zu erwerben und eine Kongre-gation zu gründen, die sich karitativen Werken und der Mädchenerziehung widmen sollte. Dabei fand die Ordensfrau sogar die Unterstützung von Letizia Buonaparte, Napoleons Mutter. In Neapel, wo sie ein weiteres Ordenshaus errichtet hatte, starb Mutter Thouret nach einem erfüllten Leben im Dienste der Mitmenschen am 24. August 1826.

BesonderheitenSozialengagement

24.08.

Michaela (Miguela)

Michaela (Miguela) Desmaisières, 1809 als Tochter eines Grafen in Madrid geboren, zeigte schon als Kind, wie sehr ihr Leid und Not anderer Menschen zu Herzen gingen. Das Mitleid mit dem Nächsten sollte auch für die erwachsene Frau der Anstoß für ihr Handeln sein. So gründete die sozial denkende Gräfin in Madrid 1845 ein Haus für "gefallene" und gefährdete Mädchen und rief die Kongregation "Dienerinnen des Heiligsten Sakraments" ins Leben. Sie selbst opferte sich regelrecht auf im Einsatz für Gestrauchelte und Außenseiter, wofür sie (wegen ihres "fragwürdigen Umgangs") oft nur beschimpft, verleumdet und auch verachtet wurde. Sie starb am 24.August 1865 in Valencia während einer Choleraepidemie.

StandAdel
StadtMadrid
BesonderheitenSozialengagement