Der Heiligenkalender

Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler

Datum ausschliessen
Name: Adele

03.01.

Adele

(Adula), die Witwe eines Edelmannes, trat nach der Ermordung ihres einzigen Sohnes in das von ihr gegründete Kloster Pfalzel bei Trier ein. Später wurde sie dessen Äbtissin. + 24. 12.(?) um 734.

16.07.

Marie Madeleine

Marie-Madeleine Postel, kümmerte sich liebevoll um verwahrloste Jugendliche und versteckte unter Lebensgefahr während der Französischen Revolution verfolgte Priester. + 16.7.1846.

BesonderheitenSozialengagement

22.07.

Magdalena (Marlene, Magda, Madeleine, Maddalena, Alena, Lena, Lenka).

Magdalena (Maria Magdalena, Maria von Magdala), die aus Magdala am Westufer des Sees Genesareth stammte, war die erste Jüngerin Jesu, der sie von einer schweren Krankheit geheilt hatte. Sie begleitete ihn auf seinen Predigtreisen durch Galiläa, stand unter dem Kreuz und war dabei, als am Ostermorgen der Auferstandene den frommen Frauen erschien. Magdalena stand im Range eines Apostels und hat vermutlich auch das Evangelium verkündet. Mit der "Sünderin" wurde sie erst viel später - ohne gesicherte Anhaltspunkte - in Verbindung gebracht. Magdalena war wahrscheinlich keine "Sünderin", sondern nur eine für die damalige Zeit ungewöhnlich emanzipierte ( und wohl auch gebildete) junge Frau, die mit Christus und den Aposteln im Lande umherzog, was wohl großes Aufsehen erregte. Über ihr Leben nach Christi Auferstehung gibt es nur legendenhafte Berichte. - Maria Magdalena wurde mit Maria von Bethanien gleichgesetzt, was aber den Beschreibungen in der Bibel zufolge kaum richtig sein kann. Der Legende nach kam sie, gemeinsam mit Lazarus und Martha auf dem Meer ausgesetzt, nach Südfrankreich, wo die Geschwister das Evangelium gepredigt haben sollen. Ihr zu Ehren entstanden später in der Provence zwei wichtige Wallfahrtsstätten. Wahrscheinlicher klingt die Überlieferung, dass Maria Magdalena in Ephesos gestorben ist und nur ihre Reliquien nach Frankreich gelangt sind. Magdalena ist die Patronin der Verführten, der reuigen Sünderinnen, der Friseure und Kammmacher (wegen ihres langen Haares), der Parfüm- und Schönheitsartikelhersteller (weil sie Jesu Füße gesalbt haben soll), u.a. Wetterregeln: "Magdalena weint um ihren Herrn, drum regnet es auch an ihrem Tag gern." "Regnet's am Magdalenentag, so folgt gewiß noch mehr Regen nach."

BesonderheitenBiblische Gestalt

28.07.

Ada (Adele, Adela)

Ada (Adele, Adela), war die hochangesehene Äbtissin des Benediktinerinnenklosters Saint Julien zu Le Mans (F). + Ende 7.Jhdt.

16.12.

Adelheid (Heidi, Elke, Heidrun, Heidelinde, Heidemarie, Adelaide, Alida, Etelka, Alice, Adele, Ada, Adeline, Alina)

Adelheid, die spätere Kaiserin, war eine Prinzessin von Burgund und wurde mit 16 Jahren König Lothar von Italien angetraut. Trotz ihrer Jugend wurde die Königin bald zum Vorbild für andere Frauen. Sie scheute nicht davor zurück, sich auch um die Geringsten der Gesellschaft zu bemühen, war besorgt um das Wohl der Armen, spendete Geld und Trost, wo immer sie konnte. Doch schon mit 19 wurde Adelheid Witwe. Markgraf Berengar von Friaul, dessen Sohn sie die Ehe verweigerte, nahm sie gefangen und ließ sie in den Kerker werfen. Mit Hilfe ihres Kaplans konnte sie mit ihrem kleinen Töchterchen Emma, das man ihr im Gefängnis gelassen hatte, entfliehen. Der deutsche König und spätere Kaiser Otto I., war auf das Schicksal der jungen Witwe aufmerksam geworden. Er wies Berengar in die Schranken und heiratete ein Jahr später die 20-jährige Königin von Italien. 962 wurde Adelheid an der Seite ihres Mannes in Rom vom Papst zur Kaiserin gekrönt. In der Folgezeit wurde Kaiserin Adelheid zur Förderin der Reform von Cluny und stattete kirchliche Einrichtungen großzügig aus. Als ihr Sohn Otto II. und dessen Gemahlin, die byzantinische Prinzessin Theophanu, gestorben waren, führte die intelligente, gebildete und besonnene Frau erfolgreich die Regentschaft für ihren minder-jährigen Enkel Otto III. Am 16. Dezember 999 starb Adelheid, die sich ebenso über-zeugend als Politikerin wie als gütige, sozial denkende Landesmutter erwiesen hatte, im Kloster Selz im Elsaß.

Datum: 23.02.

23.02.

Polykarp

Polykarp, wurde vom Apostel Johannes zum Bischof von Smyrna (Izmir/Türkei) eingesetzt. Nach seiner Rückkehr von einer Reise zu Papst Anicet nach Rom (156) forderte der heidnische Pöbel seiner Stadt den Tod des alten Mannes. Der 86-Jährige wurde zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt. Im Amphitheater sollte er vor einem sensationsgierigen Publikum öffentlich verbrannt werden. Doch die Flammen verletzten den Bischof nicht, und deshalb wurde er erstochen. Die Beschreibung seines Martyriums, die noch in seinem Todesjahr verfasst wurde, ist der älteste Bericht über das Schicksal eines christlichen Märtyrers. + 23.2.156. Polykarp ist Schutzheiliger gegen Ohrenschmerzen und Ohrenkrankheiten.

StandBischof
StadtIzmir (Smyrna)
BesonderheitenMärtyrer

23.02.

Raffaela (Raphaela, Rafaela)

Raffaela Ybarra de Villalonga gründete in der spanischen Stadt Bilbao aus eigenen Mitteln die Kongregation "Asyl der Heiligen Familie" für die Betreuung von Frauen und Mädchen, die Hilfe benötigten. Über die Probleme misshandelter oder verstoßener Ehefrauen wurde damals in der Öffentlichkeit ebenso wenig gesprochen wie über das trostlose Leben alleinstehender mittelloser Frauen und Mädchen. + 23.2.1900.

BesonderheitenOrdensgründerin Sozialengagement 20. Jahrhundert

23.02.

Romana (Romina)

Romana soll die Tochter eines hohen Staatsbeamten gewesen sein. Die christliche römische Jungfrau floh aus dem Elternhaus, um ihre Jungfräulichkeit zu bewahren und einer aufgezwungenen Heirat mit einem von ihr abgelehnten Mann zu entgehen. Viele Jahre verbrachte sie als Einsiedlerin in einer Felsenhöhle bei Todi in Umbrien. + um 335. (Romina).

StadtTodi
BesonderheitenEinsiedlerin

23.02.

Willigis

Willigis war als Sohn einer Handwerkerfamilie - der Vater soll Wagner gewesen sein - zur Welt gekommen. Auf Empfehlung des Bischofs von Meißen wurde der junge Geistliche 970 Erzieher des 15-järigen späteren Kaisers Otto II. Wegen seiner außergewöhnlichen Fähigkeiten und seiner Vertrauenswürdigkeit wurde Willigis 975 zum Erzbischof von Mainz und zum Erzkanzler des Reiches, und schließlich zum päpstlichen Vikar für Deutschland ernannt. Der Bischof aus dem Handwerkerstand wurde immer mehr zum klugen und uneigennützigen Berater der kaiserlichen Familie. 996 zog er mit dem jungen Kaiser Otto III. (Kaiser Otto II. war bereits 983 gestorben) nach Rom, wo Bruno von Kärnten zum Papst gekrönt wurde (Als Gregor V. war dieser der erste „deutsche Papst“). - Willigis förderte verantwortungsbewusste Kleriker, war ein bedeutender Staatsmann, der stets um ein ausgewogenes Machtverhältnis zwischen Staat und Kirche bemüht war, der die Armut bekämpfte, das Schulwesen ausbaute und sich um die Zucht in den Klöstern sorgte. Seine ganze Kraft hat er dem Kaiserhaus und dem Reich zur Verfügung gestellt. Zu Recht wurde ihm daher der Ehrentitel „Vater des Reiches“ verliehen. + 23.2.1001.

StandBischof
StadtMainz
Besonderheiteneinfache, arme Leute