Der Heiligenkalender

Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler

Datum ausschliessen
Name: August

27.02.

August

August Chapdelaine, Priester aus der Bretagne, verkündete fünf Jahre lang in China (Provinz Kuangsi) den christlichen Glauben. 1856 wurde er mit einer Schar chinesischer Christen eingekerkert. Er starb unter der Folter. (Da nicht sicher ist, ob sein Todestag der 27. oder der 29.Februar ist, wird sein Gedenktag in Schaltjahren auch am 29.Februar gefeiert).

BesonderheitenGewaltopfer

27.02.

Augustin

Die Märtyrer in China (Augustin Tschao-Suong und Gefährten)*: Im Jahr 1900 wurden 120 chinesische Märtyrer, einheimische Christen und europäische Missionare, selig gesprochen. Am 1. Oktober 2000 wurden diese, ebenso wie die Märtyrer des „Boxeraufstandes“, durch Papst Johannes Paul II. heilig gesprochen. Sie haben in China an verschiedenen Orten zu verschiedener Zeit für ihren christlichen Glauben das Martyrium erlitten. - -
Augustin Tschao-Suong wurde 1746 in der Provinz Kwei-tschau geboren und im Alter von 20 Jahren als Kommunalbeamter von Wu-tschuan eingestellt. Zu seinem Aufgabengebiet gehörte auch, Christen im Gefängnis zu beaufsichtigen. Durch deren Verhalten und ihre Gespräche unter einander angeregt, begann er sich für die fremde Religion zu interessieren und wurde 1776 selber Christ. Fünf Jahre später wurde er, inzwischen 35 Jahre alt, zum Priester geweiht. Jahrzehnte lang konnte er sein Amt ausüben, doch im Frühjahr 1815 wurde er festgenommen und hingerichtet. - -
August Chapdelaine wurde 1814 als Sohn armer Bauern in La Rochelle (Westfrankreich) geboren. Erst mit 20 Jahren konnte er ein Gymnasium besuchen, um seinen großen Wunsch, Missionar zu werden, verwirklichen zu können. 1843 wurde er zum Priester geweiht, war 7 Jahre lang Kaplan und konnte endlich 1852 als Missionar nach China gehen. Doch bereits auf dem Weg zu seiner Missionsstation wurde er überfallen und ausgeraubt. Nachdem er endlich an seinem Ziel in der Provinz Kuang-si angelangt war, wurde er bereits nach 10 Tagen verhaftet, bald aber wieder freigelassen. Im Februar 1856 brach auf die chinesischen Christen eine neue Verfolgungswelle herein. Auch Pater August wurde verhaftet; während des Verhörs erhielt er „300 Schläge auf die Fußsohlen und 300 auf den Leib“. Am Tag darauf wurde er zum Tode verurteilt, starb aber bereits in der Nacht vor der geplanten Hinrichtung an den Folgen der gerichtlichen „Vernehmung“. + 27.2.1856.

27.03.

Augusta

Augusta, so wird berichtet, starb als Märtyrin in der Zeit der Völkerwanderung, wahrscheinlich im 4./5.Jhdt. Sie war die Tochter eines germanischen Heerführers, der in römi-schen Diensten stand und sich in Norditalien eine Machtbasis geschaffen hatte. Als dem Germanenfürsten zu Ohren kam, dass sein Kind heimlich Umgang mit den verfemten Christen pflegte und sogar selber Christin geworden war, geriet er in Wut. Er stellte die Tochter zur Rede, und sie bekannte sich offen zu ihrem Glauben an den Christengott. Vor Jähzorn außer sich, misshandelte der Vater seine Tochter schwer. Als sie aber alles schwei-gend hinnahm, geriet er noch mehr in Wut und befahl, die "Verstockte" in den Kerker zu werfen. Dort ließ man sie verhungern. Historischer Exkurs (In der späteren römischen Kaiserzeit gab es eine Vielzahl von Germanen, die im römischen Heer Karriere machten und sich bis an die höchsten Stellen emporarbeiteten. Man denke da nur an den Skirenfürsten Odoaker, der de facto wie ein römischer Kaiser regierte.)

BesonderheitenMärtyrerin

01.05.

August (Augustin)

August(in) Schoeffler, der aus dem Dorf Mittelbronn in Lothringen stammte, war mit großer Hingabe als Missionar in Tonking (heute Vietnam) tätig, bis er in einer furchtbaren Christen-verfolgung sein Leben lassen musste. + 1.5.1851. Historischer Exkurs (Im Jahr 1615 kamen aus Japan vertriebene Jesuiten nach Vietnam. Französische Missionare errichteten hier in der Folge weitere Missionsstationen. Von Anfang an erzielten die christlichen Glaubensboten große Erfolge Um 1700 gab es bereits 500 000 einheimische Christen, was aber bei den Buddhisten Verbitterung und Eifersucht hervorrief. Die fremdenfeindlichen Nguyen-Kaiser nützten diese Stimmung aus, so dass es immer wieder zu Christenverfolgungen kam. Die letzte fand in der Zeit zwischen 1847 und 1883 statt. Die Opfer wurden dabei langen und ausgesucht grau-samen Martern unterworfen. Etwa 130 000 (!) vietnamesische Christen kamen dabei ums Leben. Trotzdem stieg ihr Anteil an der Bevölkerung. - Um 1940 gab es in Französisch Indochina 2,5 Millionen Christen.)

BesonderheitenMärtyrer

19.05.

August (Augustus)

August(us) Novellus war der einflussreiche Kanzler des Stauferkönigs Manfred von Sizilien (1231-1266) in Palermo. Nachdem sein König in der Schlacht bei Benevent (1266) gefallen war, zog sich der zuvor so mächtige Politiker in die Einsamkeit zurück und verzichtete auf all die weltlichen Freuden, die ihm gar nicht lange vorher noch als unverzichtbarer Bestandteil seines Lebens gegolten hatten. + 19.5.1302.

BesonderheitenEinsiedler

27.05.

Augustin (August)

Augustin (August), später Erzbischof von Canterbury, war von Papst Gregor dem Großen im Jahr 596 mit 40 anderen Mönchen als Glaubensbote nach Britannien entsandt worden. In Kent, dem größten Teilkönigreich der Angelsachsen, wurden die christlichen Missionare von König Edelbert, der mit der christlichen fränkischen Prinzessin Bertha verheiratet war, freundlich aufgenommen. Nicht nur, weil die christliche Königin die fremden Priester maßgeblich unterstützte, war ihre Missionsarbeit so erfolgreich. Augustin, der bald zum Erzbischof von Canterbury ernannt wurde, verbot die Zerstörung der heidnischen Göttertempel und Kultstätten und ließ diese in christliche Gotteshäuser umgestalten. Ebenso versuchte er germanische und keltische Elemente in die christliche Religionsausübung einzubeziehen. Und gerade diese Toleranz und Aufgeschlossenheit gegenüber anderen Religionen war die Hauptursache für die großen Missionserfolge der christlichen Glaubensboten. Der erfolgreiche "Apostel Englands" starb vermutlich an einem 26.Mai um 604 in der jungen Bischofsstadt Canterbury.

StandBischof
StadtCanterbury

03.08.

August

August(us) Ka?otic stammte aus Traú in Dalmatien (Kroatien) und war mit 18 Jahren in den Dominikaner-Orden eingetreten. 1303 wurde der glänzende Prediger zum Bischof von Agram, dem heutigen Zagreb, berufen. Er war ein hervorragender Seelsorger, der durch sein bescheidenes Auftreten und sein umgängliches Wesen bald die Herzen der Gläubigen gewann. Eifrig bemühte er sich um die Hebung der im Spätmittelalter stark gesunkenen Moral unter den Geistlichen. Doch der eifrige Bischof der Kroaten wurde 1322 von Gegnern verschleppt und starb, ohne die Heimat wiedergesehen zu haben, am 3. August 1323

StandBischof
BesonderheitenReformer

28.08.

Augustin (Augustinus)

Augustin(us) von Hippo, der große Philosoph und Kirchenlehrer, wurde 354 zu Tagaste in Numidien (heute Algerien) als Sohn des römischen Beamten Patricius und der Christin Monica geboren. Der geistig überaus rege junge Mann bekam eine hervorragende Ausbil-dung, wandte sich aber völlig von den christlichen Werten ab und führte als Student ein haltloses Leben. Seine Mutter versuchte ihn auf den rechten Weg zu bringen und folgte ihm nach Rom und Mailand. Erst die Bekanntschaft mit dem wortgewaltigen Prediger Ambrosius - und nicht zuletzt der Einfluss seiner Mutter - machten Augustinus zu einem überzeugten Christen. Er kehrte in die Heimat zurück, änderte sein Leben von Grund auf und empfing schließlich die Priesterweihe. Im Jahr 396 wurde er zum Bischof von Hippo (Nordafrika) gewählt. In den 34 Jahren seiner Amtszeit war er für sein Bistum ein unermüdlicher Seel-sorger. Sein Einfluss als Theologe und Philosoph reichte weit über die Grenzen seiner Diözese hinaus. "Er war geprägt von glühender Gottesliebe und von aufopfernder Nächsten-liebe. Seine Güte war grenzenlos." Durch seine zahlreichen, großes Aufsehen erregenden Schriften - wie u.a."Confessiones" (Bekenntnisse) oder "De civitate Dei" ("Vom Gottesstaat") wurde er zum geistigen Führer der ganzen abendländischen Kirche. Als Hippo von den Vandalen unter König Geiserich belagert wurde, starb der große Kirchenlehrer und Philosoph am 28.August 430, 75 Jahre alt. Aus einer Ordensregel, die Augustinus im Jahr 211 verfasst hatte, entwickelte sich im Laufe der Zeit die Regel für die Klöster des Augustinerordens - die Augustiner-Chorherrn und -Chorfrauen einerseits und die Augustiner-Eremiten andererseits. Die sterblichen Überreste des Heiligen wurden im 8.Jhdt, als der Islam nach Nordafrika vordrang, nach Pavía in Italien gebracht. Augustinus ist Patron der Theologen sowie der Buchdrucker und Schutzheiliger für die Erhaltung des Augenlichts Bauernregeln: "Zu Sankt Augustin ziehen die Wetter hin." "Um Sankt Augustin ziehen die Störche hin." "Um die Zeit von Sankt Augustin ziehen die warmen Tage dahin."

StandBischof
BesonderheitenKirchenlehrer

17.10.

Name: Marie Louise (Marie-Luise) und Augusta (Auguste) und Gabriella (Gabrielle, Gabriele, Gabriela)

Marie-Louise Vanot, Augusta Desjard, Gabrielle Bourlá und Gefährtinnen waren Ursulinen und als Lehrerinnen an einer Mädchenschule in Valenciennes (Nordfrankreich) tätig. Sie mussten am 17.Oktober 1794 als Märtyrinnen der Französischen Revolution das Schafott besteigen.

BesonderheitenMärtyrerin
Datum: 24.08.

24.08.

Amadeus

Amadeus, Bischof von Lausanne, + 24.(27.?) 8.1159, siehe 30.8.

24.08.

Bartholomäus

Bartholomäus, der Apostel, hieß wahrscheinlich mit ursprünglichem Namen Nathanael und stammte aus Kana in Galiläa. Er war durch den Apostel Philippus zu Christus gekommen, der den neuen Jünger mit den Worten empfing: „Seht, ein wahrer Israelit, an dem kein Falsch ist.“ Nach Jesu Tod und Auferstehung zog der Apostel als Wanderprediger durch Armenien, Mesopotamien und Indien. Berühmt wurde er vor allem durch seine Fähigkeit, „Besessene“ zu heilen. So soll die Tochter des Königs von Armenien durch ihn wieder gesund geworden sein, was dazu führte, dass die ganze armenische Königsfamilie christlich wurde (Die Armenier waren das erste Volk, das in seiner Gesamtheit christlich wurde). Doch Bartholomäus starb als Märtyrer. Die heidnische Partei unter der Führung des Bruders des Königs ließ den Apostel gefangen nehmen und zur „persischen Todesstrafe“ verurteilen: Bei lebendigem Leib wurde ihm die Haut abgezogen, dann wurde er gekreuzigt. Das Jahr seines Todes lag um die Mitte des 1. Jhdts. Der Apostel ist Patron des Bistums Lüttich, der Metzger, Schneider, Buchbinder, Bauern, Winzer, Hirten, Sattler, Gerber, Schuhmacher, Stuckateure und Helfer gegen Zuckungen und Nervenkrankheiten. Historisches: Traurige Berühmtheit erlangte die Bartholomäusnacht des Jahres 1572, auch „Pariser Bluthochzeit“ (Vermählung des Calviners Heinrich von Bourbon und Navarra mit Marguerite Valois, der Schwester des katholischen Königs Karl IX.) genannt, in Frankreich. Etwa 2.000 Hugenotten (Protestanten) wurden auf Befehl der Königsmutter Caterina von Medici, die sich übergangen fühlte und um ihren Einfluss fürchtete, in Paris - und am folgenden Tag in ganz Frankreich - ermordet. Die Gründe dafür waren weitgehend politischer Natur. Bauernregeln: "Sankt Bartholomä treibt das Korn in die Höh'." "Wie sich das Wetter am Bartheltag stellt ein, so soll es den ganzen September sein." "Bartholomä, wer Korn hat, der säe, wer Gras hat, der mähe, wer Hafer hat, der reche, wer Äpfel hat, der breche." "Zu Sankt Bartholomä geht man im Sommer in die Kirche und im Herbst wieder hinaus." "Bartholomäus pflücket die Nuß." "Am Bartheltag bau's Korn, und warte nicht bis morg'n." - "Bartholomä, wenn's regnet, o weh." "Bleiben Störche und Reiher noch nach Bartholomä, dann kommt ein Winter, der tut uns nicht weh."

BesonderheitenBiblische Gestalt Märtyrer

24.08.

Emilia (Emilie, Emily, Milena, Milla)

Emilia de Vialar war ein Mädchen aus einer reichen und angesehenen Familie im Städtchen Gaillac in Südfrankreich. Als sie nach der Ausbildung in einem Mädchenpensionat nach Hause zurückgekehrt war, wurde ihr Elternhaus bald zum Sammelpunkt für Arme und Kranke. Aus dieser Sorge um die Bedürftigen entwickelte sich der Orden der "St.Josephs-Schwestern", die sich besonders der Armen und Kranken annehmen und heute hauptsächlich in Afrika und Indien tätig sind. + 24.8.1856.

BesonderheitenSozialengagement

24.08.

Johanna-Antida (Jeanne-Antide)

Johanna-Antida (Jeanne-Antide) Thouret war 1788 in Paris Vinzentiner-Schwester gewor-den. 1795 musste sie vor der Französischen Revolution in die Schweiz fliehen, um ihr Leben zu retten. Am Bieler See arbeitete sie dann als Lehrerin. 1799 gelang es ihr, nach der Rück-kehr in die Heimat, in Besançon (Franche Comté) ein Haus zu erwerben und eine Kongre-gation zu gründen, die sich karitativen Werken und der Mädchenerziehung widmen sollte. Dabei fand die Ordensfrau sogar die Unterstützung von Letizia Buonaparte, Napoleons Mutter. In Neapel, wo sie ein weiteres Ordenshaus errichtet hatte, starb Mutter Thouret nach einem erfüllten Leben im Dienste der Mitmenschen am 24. August 1826.

BesonderheitenSozialengagement

24.08.

Michaela (Miguela)

Michaela (Miguela) Desmaisières, 1809 als Tochter eines Grafen in Madrid geboren, zeigte schon als Kind, wie sehr ihr Leid und Not anderer Menschen zu Herzen gingen. Das Mitleid mit dem Nächsten sollte auch für die erwachsene Frau der Anstoß für ihr Handeln sein. So gründete die sozial denkende Gräfin in Madrid 1845 ein Haus für "gefallene" und gefährdete Mädchen und rief die Kongregation "Dienerinnen des Heiligsten Sakraments" ins Leben. Sie selbst opferte sich regelrecht auf im Einsatz für Gestrauchelte und Außenseiter, wofür sie (wegen ihres "fragwürdigen Umgangs") oft nur beschimpft, verleumdet und auch verachtet wurde. Sie starb am 24.August 1865 in Valencia während einer Choleraepidemie.

StandAdel
StadtMadrid
BesonderheitenSozialengagement