Der Heiligenkalender

Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler

Datum ausschliessen
Name: Bernadette

16.04.

Bernadette

Bernadette Soubirous erblickte am 17.Februar 1844 im Städtchen Lourdes, nahe der spanischen Grenze, das Licht der Welt. Das immer kränkelnde Mädchen wuchs in bitterster Armut auf. Der Familie, die eine heruntergekommene Mühle gepachtet hatte, fehlte oft das Notwendigste zum Leben. Die 14-jährige Bernadette sammelte am 11.Februar 1858 ge-meinsam mit ihrer Schwester und einer Freundin Holz in einem nahe gelegenen Wäldchen. Das an Asthma leidende Mädchen war hinter den anderen zurückgeblieben. Plötzlich hörte sie ein Rauschen und sah, wie sich in der nur wenige Meter entfernten Höhle Massabielle die Büsche heftig hin- und herbewegten. Und dann geschah, was sich in den folgenden fünf Monaten noch siebzehnmal ereignen sollte: In der Grotte erschien ihr auf einer golden schimmernden Wolke eine Frauengestalt von überirdischer Schönheit in einem langen weißen Gewand, einen Rosenkranz in den Händen. Die "schöne Dame", wie Bernadette sie lange Zeit nannte, sprach zu dem Mädchen und trug ihr auf, dass man an der Stelle eine Kapelle erbauen sollte. Die Menschen sollte sie aufrufen, Buße zu tun. Während der Erscheinung am 25.Februar 1858 sagte die "Dame" zu Bernadette: "Geh an die Quelle, trink daraus und wasch dich damit.!" Das Mädchen sah zwar keine Quelle, aber als sie im Boden grub, sprang an der Stelle plötzlich klares Wasser hervor. Als ein 3-jähriger lahm geborener, schwerkranker Junge von seine Mutter in das Wasser der Quelle getaucht wurde, konnte er wenige Tage später plötzlich gehen, ein blindes Mädchen, das sich mit dem Wasser der Quelle die Augen benetzt hatte, konnte plötzlich sehen. - Der Name des Ortes Lourdes war auf einmal in aller Munde, die Nachricht von der Heilkraft des Quellwassers ging in alle Welt. - Für Bernadette Soubirous aber waren diese Monate eine schwere Zeit. Von überall her wurde sie angefeindet, bedroht, verspottet, man bezeichnete sie als Lügnerin und Phantastin. Verhöre durch die Polizei folgten, Ärzte untersuchten ihren Geisteszustand, ja selbst der Ortspfarrer glaubte ihr nicht. - Nach der letzten Erscheinung in der Grotte am 16.Juli 1858 versuchte Bernadette wieder wie ein ganz normales Mädchen zu leben und sprach nie mehr über das, was sie in der Grotte erlebt hatte. - Um der Neugier der Touristen und der Journalisten zu entgehen, trat sie 1866 in das Kloster der Kranken- und Schul-schwestern in Nevers ein. Von nun an lebte das Gnadenmädchen nur noch für die Betreuung der Kranken, wurde aber selber ständig von Schmerzen gepeinigt, bis ihr kurzes Leben -sie wurde nur 35 Jahre alt - zu Ende ging. Am 16.April 1879 schloss Bernadette für immer die Augen. - Ihre sterblichen Überreste ruhen - bis heute unverwest - in einem Glasschrein in der öffentlich zugänglichen Klosterkirche von Nevers .

StadtLourdes
BesonderheitenMystikerin
Datum: 23.04.

23.04.

Adalbert

Adalbert, mit seinem Taufnamen hieß er Vojtech, wurde 983 von Kaiser Otto III. zum Bischof von Prag berufen. Doch große Teile der slawischen Bevölkerung hingen nach wie vor der alten Götterreligion an, so dass der Bischof trotz seines Ansehens schwere Auseinandersetzungen durchstehen musste. Als auch noch seine Familie durch diese Kämpfe Schaden erlitt, legte er sein Amt zurück und ging nach Rom. Von dort aus wurde er zu den heidnischen Pruzzen in Ostpreußen entsandt, wo er mit der Unterstützung des Polenkönigs Boleslaw Chrobry predigte und missionierte. Doch schon nach nicht einmal einem Jahr erlitt er am 23. April 997 bei Tenkitten am Frischen Haff den Märtyrertod. Herzog Boleslaw ließ die sterblichen Überreste des Bischofs und Glaubensboten im neu erbauten Dom von Gnesen (Polen) beisetzen. 1039 wurden sie nach Prag in den Veitsdom gebracht. Adalbert ist Patron von Böhmen und von Ostpreußen. Er gilt als „europäischer“ Heiliger, weil sowohl Tschechen als auch Deutsche, Polen und Russen ihn als „ihren“ Heiligen verehren. Bauernregel: "Am Adalbertstag kann verstecken ihre Socken eine Krähe im Roggen."

StandBischof
StadtPrag

23.04.

Georg: (Jörg, Jürgen, Jürg, Jörgen, Jürn, Jörn, Jöran, Giorgio)

Georg zählt zu den bekanntesten und am meisten verehrten Heiligen. Er ist einer der 14 Nothelfer und Patron zahlreicher Berufsstände. Doch seine Lebensgeschichte wurde so sehr mit Legenden ausgeschmückt, dass nur noch wenige fassbare Fakten übrigbleiben Georgius war Oberst einer römischen Legion und sogar Tribun, bis sein Herr, Kaiser Diokletian, herausfand, dass der von ihm so geschätzte Mann ein Christ war. Auf kaiserlichen Befehl wurde der verdiente Soldat festgenommen, gefoltert, und, da er seinen Glauben nicht verleugnete, auf ein Rad gebunden, um ihm die Knochen zu brechen. Zuletzt warf man den geschundenen Körper in eine Grube mit glühendem Kalk. Das Martyrium soll sich im Jahre 304 in Nicomedien (Kleinasien) zugetragen haben, nach anderen Quellen in Lydda in Palästina. - Kaiserin Alexandra (siehe 21.4.), so heißt es, die bei dem Martyrium als Zuschauerin anwesend war, zeigte sich von der Charakterfestigkeit des christlichen Offiziers so sehr beeindruckt, dass sie selber Christin wurde. St. Georg mag zwar wegen seines hohen Ranges bekannt geworden sein, aber seine große Popularität ist wohl der Tatsache zu verdanken, dass er zur mythischen Figur, zum „Drachentöter“, d.h. zum Besieger des Bösen (der Drache steht symbolisch für den Teufel) geworden ist. Daher wählten ihn die Ritter, die - zumindest in der Theorie - den Kampf gegen das Böse auf ihre Fahnen geschrieben hatten, zu ihrem Patron. So kam es absurderweise auch dazu, dass der kaiserliche Offizier, der für seinen Glauben gestorben war, als Schutzherr für die Ritter der Kreuzzüge herhalten musste, die in ihrem Wahn, gegen das Böse - in diesem Fall gegen die „Ungläubigen“ - kämpfen zu müssen, dem Ideal eines christlichen Rittertums (als Beschützer der Bedrängten und Schwachen) vollkommen entgegengesetzt waren. Der englische König und Kreuzzugsritter Richard Löwenherz erwählte Sankt Georg zu seinem persönlichen Schutzherrn; auf einer Synode von Oxford, 1222, wurde Ritter Georg zum Schutzpatron von ganz England erhoben; das Land Georgien im Kaukasus wurde nach Sankt Georg benannt. Nur seine Erwählung zum Bauernpatron hat mit Kampf und Krieg nichts zu tun, sie kam nur des Namens wegen zustande. Georgios bedeutet nämlich „der Landmann“. (Jörg, Jürg, Jürgen, Jörn) Bauernregeln: „Ist Georgi warm und schön, wird man raues Wetter sehn.“ „Wenn vor Georgi Regen fehlt, wird man hernach damit gequält.“ „Auf St. Georgs Güte stehn alle Bäum’ in Blüte.“ „Zu Georgi hinaus, zu Michaeli wieder nach Haus.“ „Ist zu Sankt Georg das Korn so hoch, dass sich ein Rabe darin verstecken kann, so gibt es ein gutes Getreidejahr.“ „Gewitter am Sankt Jürgentag folgt gewiss noch Kälte nach.“ „Die Wiese geht ins Heu, ist Sankt Jürgentag vorbei.“ „Zu Georgi blinde Reben, später volle Trauben geben.“

StandSoldat

23.04.

Gerhard (Gerd, Gert, Gerrit, Gero, Gérard, Gerardo, Géllert)

Gerhard, geboren und aufgewachsen in Köln, wurde von Otto I. zum Bischof von Toul ernannt. Er war ein Freund und Förderer der Wissenschaften und "zeichnete sich aus durch großen apostolischen Eifer und christliche Nächstenliebe". + 23.4.994.

StandBischof
StadtKln Toul
BesonderheitenSozialengagement

23.04.

Teresa Maria

Teresa-Maria a Cruce, geboren 1846 in Campi Bisenzio (I), gründete das "Institut der Karmelitinnen von der hl Theresia", das sich ganz der Betreuung von Kindern widmet. + 23.4.1910.

BesonderheitenOrdensgründerin Sozialengagement