Der Heiligenkalender

Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler

Datum ausschliessen
Name: Carlo

17.07.

Gabriella (Gabriela, Gabrielle, Gabriele), Charlotte (Carlotta), Angelika (Angélique), Marianne (Marie-Anne)

Gabriella Croissy, Charlotte Thouret, Angelika (Angélique) Roussell und 13 Gefährtinnen mussten als Märtyrinnen der Französischen Revolution zu Compiègne ihr Leben lassen. Die Karmelitinnen von Compiègne waren schon zu Beginn der Verfolgungen aus ihrem Kloster vertrieben worden und lebten nun versteckt in kleineren Gruppen zusammen. Am 22.Juni 1794, während der Zeit der Schreckensherrschaft ("La Grande Terreur") unter der Führung von Maximilien Robespierre, wurden 16 Schwestern aufgegriffen, verhaftet und in Ketten (!) gelegt, dann plötzlich nach Paris überstellt. Die Hände auf den Rücken gebunden, wurden die Ordensfrauen auf harte Pferdewagen geworfen und auf der Fahrt in die Hauptstadt von den bewaffneten Begleitern pausenlos schikaniert. Im Pariser Gefängnis litten sie unter Hunger und Durst und mussten die täglichen Quälereien der sadistischen Bewacher über sich ergehen lassen. Von einem Revolutionstribunal wurden sie am 17. Juli 1794 zum Tode ver-urteilt und noch am selben Tag durch das Schafott hingerichtet; Auf dem Blutgerüst beteten die Ordensfrauen gemeinsam, erneuerten Taufgelöbnis und Ordensgelübde. Dann mussten sie, eine nach der anderen, ihr Haupt unter das Fallbeil legen.

BesonderheitenMärtyrerin

10.09.

Carlo

Carlo Spinola, ein Jesuitenpater aus Italien, wirkte als Missionar in Japan. Er wurde am 10.September.1622 gemeinsam mit 5 Europäern und 46 männlichen japanischen Christen zu Nagasaki hingerichtet. Zum "langsamen Feuertod" verurteilt, wurden die "schuldig" Gesprochenen an Pfähle gebunden, rings herum wurden Feuer angezündet, die langsam auf die Opfer übergriffen. So dauerte das Sterben mehrere Stunden lang. 30 000 Menschen waren von nah und fern gekommen, um ein Schauspiel mitzuerleben. Doch der "standhafte Glaubenstod der Christen machte sie stumm vor Ergriffenheit." .

StadtNagasaki
BesonderheitenMärtyrer

04.11.

Karl (Carl, Kalle, Carlo, Carlos, Charles, Karel, Károly); Karoline (Karla, Karola)

Karl Borromäus, Erzbischof von Mailand, war d e r bahnbrechende Kirchenreformer der Gegenreformation. Der 1538 geborene Sohn einer hochadeligen Familie begann bereits mit 14 Jahren das Studium der Rechte an der Universität Pavia. Erst 21 Jahre alt, wurde der talentierte junge Mann Sekretär des Papstes, mit dem er allerdings verwandt war. Er empfing die Priesterweihe und wurde mit 25 Jahren zum Erzbischof von Mailand ernannt. Doch er lebte nicht wie so viele andere Protektionskinder nur von den Einkünften seines Bistums, er widmete sich mit ganzer Kraft dem Wiederaufbau der verwahrlosten Diözese und der Hebung der Religiosität bei Volk und Klerus. Da ihm bewusst war, wie sehr das Ansehen der niedrigen Geistlichkeit durch Unwissen und Aberglauben ge-schwunden war, gründete er Seminare für die Ausbildung des Priesternachwuchses. Auf dem Reformkonzil von Trient (1545-1563) war der junge Bischof von Mailand eine der tonangebenden Persönlichkeiten der Erneuerung. Besonders großen Widerstand gegen längst notwendige Reformen leisteten dabei die Kanoniker aus jenen hochgestellten Familien, denen traditionellerweise die Besetzung eines Bischofssitzes zugesichert war, ganz gleich, ob der Betreffende für das hohe geistliche Amt geeignet war oder nicht. Ihr großer Einfluss war vielfach auch das Hindernis für eine radikalere Reform der katholischen Kirche. Durch den ständigen Kontakt mit Volk und Klerus - unwürdige Priester setzte er einfach ab - konnte Carlo Borromeo die Moral in seinem Bistum heben und Missbräuche, wie z.B. das Konkubinat vieler Geistlicher (die Ehelosigkeit der niedrigen Weltgeistlichen wurde zwar schon lange gefordert, aber erst auf dem Konzil von Trient kirchengesetzlich festgelegt.) und abergläubische Praktiken im Volk, abstellen. Er kümmerte sich intensiv um Kranke und Arme, besorgte mit eigenen Mitteln und aus Spenden Nahrungsmittel, Kleider, Medikamente und Unterkünfte für die Bedürftigen. Während der Pestepidemie von 1576 betreute er monatelang persönlich Kranke und Sterbende. Am 3.November 1584 war das Lebenslicht des "Märtyrers der Nächstenliebe" erloschen. Er war erst 46 Jahre alt. Seine Lebenskraft hatte er frühzeitig aufgezehrt, sein Beispiel aber lebte fort, fand viele Nachahmer und trug unendlich viel zur Erneuerung der katholischen Kirche bei. Historisches Der hohe Klerus, bestehend aus Söhnen adeliger Familien, denen allein Bischofsstellen zustanden, war um 1500 durchwegs in erschreckender Weise verweltlicht, hatte zur christlichen Religion und ihren Geboten kaum noch Beziehung und kümmerte sich auch nicht um Bildung und Moral der niedrigen Geistlichkeit. Die Bischofswürde war zu einem einträglichen weltlichen Amt verkommen. - Kirchenvertreter und Religion hatten, als Martin Luther auftrat, oft kaum noch etwas gemeinsam. Bauernregel: "Wenn's an Karolus stürmt und schneit, dann lege deinen Pelz bereit, und heiz' den Ofen wacker ein, bald zieht die Kälte bei dir ein!"

StandBischof
StadtMailand
BesonderheitenReformer

15.12.

Carlo

Carlo Steeb stammte aus Tübingen in Württemberg und lehrte als Theologieprofessor in Verona. Seine Hauptaufgabe sah er jedoch in der Seelsorge in den Armenvierteln, Krankenhäusern und Gefängnissen der Stadt, wo er unzähligen "Mühseligen und Beladenen" Trost spenden und Hilfe leisten konnte. + 15.12.1856.

StadtTbingen Verona
BesonderheitenSozialengagement
Datum: 16.02.

16.02.

Juliana (Juliane, Julianna, Giuliana, Giulietta, Juliette, Julienne, Liane, Liana, Iliana, Ileana)

Juliana kam um das Jahr 285 in Nicomedien (Kleinasien) zur Welt. Ihr Vater war Heide, die Mutter hatte überhaupt keinen Glauben. Schon als Kind fühlte sich das ohne Religion aufgewachsene Mädchen zum Christentum hingezogen und besuchte heimlich die Zusammenkünfte der Christen. Dann kam sie ins heiratsfähige Alter, und der Vater versprach ihre Hand einem Jüngling namens Eleusius. Als Juliana 18 Jahre alt geworden war, drang der Vater darauf, dass die Vermählung vollzogen würde. Doch das Mädchen stellte dem Bräutigam, der inzwischen zum Stadtpräfekten aufgestiegen war, die Bedingung, sie würde nur dann seine Ehefrau werden, wenn auch er sich zum Christentum bekenne. Der hohe Beamte war über dieses Ansinnen empört und zeigte die junge Frau - angeblich mit dem Einverständnis ihres eigenen Vaters - als praktizierende Christin an. Damals wütete gerade die diokletianische Christenverfolgung. Nach langen Martern – sie wurde u.a. an den Haaren aufgehängt - starb Juliana an schweren Verbrennungen, denn man hatte sie mit flüssigem Blei übergossen. + 304 - Juliana ist Schutzheilige für eine glückliche Entbindung sowie gegen Infektionen und Verbrennungen. - (Liane, Iliana, Ileana, Jill; Julianna, Juliette, Julienne, Giulietta, Giuliana) Wetterregel: „Friert‘s um Juliana plötzlich, bleibt der Frost nicht lang gesetzlich.“ (d.h. er hält nicht lange an.)

BesonderheitenMärtyrerin

16.02.

Onesimus

Onesimus war Sklave oder Diener des Neuchristen Philemon in Kolossae in Phrygien (Kleinasien). Er hatte seinem Herrn Geld veruntreut und war aus Angst vor der Bestrafung nach Rom geflüchtet. Dort lernte er zufällig den Apostel Paulus kennen, der den früheren Nichtsnutz bald lieb gewann. Mit einem sehr herzlich gehaltenen Begleitschreiben, dessen Inhalt erhalten ist, schickte der Apostel den Burschen zu seinem Herrn zurück, der ihm in der Folge die Freiheit schenkte. Onesimus wurde Missionar und schließlich sogar Bischof von Ephesos. Er starb als Märtyrer. - Onesimus ist Patron der Männlichen Hausangestellten und der Hausburschen

BesonderheitenBiblische Gestalt

16.02.

Pamphilius, .Pamela (Pammelios)

Pamphilius (Pammelios) war zuerst ein hoher Staatsbeamter, wurde dann aber Priester und ein ausgezeichneter Lehrer zu Cäsarea. Er starb am 16.Februar 310 als Märtyrer

BesonderheitenMärtyrer

16.02.

Philippa (Pippa)

Philippa (Pippa) Mareri war eine fromme, von aufrichtiger Nächstenliebe erfüllte Klarissen-oberin und Klostergründerin zu Borgo San Pietro (I). Sie starb 1236, erst 26 Jahre alt.