Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler
Emerentia, Märtyrin, war angeblich eine Ziehschwester der hl. Agnes und wurde um das Jahr 304 zu Rom gesteinigt.
Serena war eine junge Christin, die um 291 zu Spoleto den Märtyrertod erlitt.
Verena Bütler (On: Sr.Bernarda), eine Missionsschwester aus der Schweiz, war zuerst in Ecuador, dann in Kolumbien in Krankenhäusern und Schulen tätig. Um die Krankenpflege und Schulbildung in ihrem Gastland verbessern zu können, rief sie die Genossenschaft der "Franziskaner - Missionsschwestern von Maria-Hilf" ins Leben. Die Schweizer Missionsschwester, für die Kolumbien zur zweiten Heimat geworden war, starb am 19.Mai 1924 zu Cartagena in Kolumbien.
Ehrentrud (Erentrudis, Arntraud), eine Nichte von Bischof Rupert von Salzburg, war die erste Äbtissin des Klosters auf dem Nonnberg. Sie unterstützte ihren Onkel bei der Missionsarbeit und nahm sich besonders der weiblichen Jugend an. + 30.6.718.
Werenfried von Elst, ein angelsächsischer Mönch, kam als Glaubensbote in die Niederlande, + um 760.
Verena von Zurzach wirkte als Glaubensbotin in der Schweiz. Sie soll mit der Thebaischen Legion aus Ägypten nach Helvetien gekommen sein und war vermutlich Gattin oder Tochter eines christlichen Offiziers. Als die christlichen Soldaten - sie stammten aus der Landschaft Thebais in Ägypten - auf Befehl Kaiser Diokletians niedergemetzelt worden waren (siehe 22.9.), blieb die junge Frau in Helvetien, verkündete hier das Evangelium und lebte selbst ein christliches Leben vor. Sie kümmerte sich fürsorglich um Kranke und Notleidende und konnte durch ihre werktätige Nächstenliebe viele Helveter und Alemannen für das Christen-tum gewinnen. Nach dem Tod der Glaubensbotin um 350 wurde über ihrem Grab schon bald eine Kirche errichtet. Um 800 kam ein Kloster dazu, dessen Angehörige die immer zahlreicher werdenden Wallfahrer zur Grabstätte der Heiligen betreuten. Verena wurde schließlich zu einer der am meisten verehrten Heiligen der Schweiz. Sie ist Patronin der Pfarrhaushälterinnen, Ammen, der Fischer, Schiffer und Müller sowie Schutzheilige für Menschen in Not und für reichen Kindersegen
Franz von Assisi war der Sohn eines reichen Kaufmanns, der mit einer Französin verheiratet war. Der Vater nannte ihn zärtlich „Francesco“, d.h. „mein kleiner Franzose“, weil der Junge von der Mutter ganz wie ein Franzose erzogen wurde. Giovanni Bernardone, so war sein richtiger Name, wurde ein lebenslustiger junger Ritter. Aber schon bei seinem ersten militärischen Einsatz geriet er in Kriegsgefangenschaft. Die folgende Kerkerhaft veränderte das Leben des verwöhnten Kaufmannssohnes von Grund auf. Er wollte fortan nur noch ein „Ritter Gottes“ sein und verzichtete auf das reiche väterliche Erbe. Als er alles an die Armen verschenken wollte, wurde er aber ohnehin vom erzürnten Vater enterbt. Francesco verließ seine bisherige Umgebung, um als „Poverello“, als „Ärmster unter den Armen“, zu leben. Bald schlossen sich ihm Gleichgesinnte an, meist junge Adelige und Bürgersöhne, die mit ihm predigend durch ganz Umbrien zogen. Jeder hatte zuvor Armut geloben müssen, daher nannten sie sich „Minores“, d.h. „die Minderen“. Die Bestätigung durch den Papst (1210) war die Geburtsstunde des ersten Bettelordens. Neben dem kleinen Kirchlein Santa Maria degli Angeli (Maria von den Engeln), das sie Portiuncula („kleines Teilchen“) nannten, errichteten die Mönche mit eigenen Händen ein recht ärmliches Häuschen, das zum Stammkloster der Franziskaner werden sollte. Mit seiner Jugendfreundin Clara von Assisi (siehe 11.8.) gründete Francesco 1212 einen weiblichen Zweig der Franziskaner, die Klarissinnen. Franz von Assisi hatte Einfluss auf Kirche und Gesellschaft seiner Zeit wie kaum eine andere Persönlichkeit. Er war erfüllt von einer grenzenlosen Liebe zu allen Geschöpfen. Ja, er soll sogar die Fähigkeit besessen haben, mit den Tieren zu sprechen. Im Jahr 1224 traten bei ihm zum ersten Mal die Wundmale Christi auf. Es ist dies die erste bezeugte Stigmatisierung. Der charismatische Glaubensverkünder wurde vom Volk bald wie ein Heiliger verehrt. Auf seinem Sterbelager musste er bewacht werden, da überall „Händler“ darauf lauerten, von dem Heiligen Reliquien zu ergattern, die sie teuer veräußern konnten. Am 3. Oktober 1226 starb Franz von Assisi, bereits 1228 wurde er heilig gesprochen. Seine sterblichen Überreste mussten aus Angst vor Reliquienräubern an einer geheimen Stelle vergraben werden und wurden erst Jahrhunderte später wieder aufgefunden. Der Kult um den Heiligen breitete sich mit fast unglaublicher Geschwindigkeit über das ganze Abendland aus Franziskus ist Hauptpatron Italiens, Patron der Diözese Basel, der Armen, der Kaufleute, Flachshändler, Weber, Schneider, Tuchhändler, neuerdings aber auch der Sozialarbeiter und des Umweltschutzes. - (Frank, Franco, Francis, Ferenc, Ferry, Paco, Pancho, François)
Berengar (Bernger) war der erste Abt des Benediktinerklosters Formbach bei Passau (Niederbayern). "Er stach hervor durch seinen Reformeifer und seine Liebe zu den Armen". + 29.10.1108.