Der Heiligenkalender

Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler

Datum ausschliessen
Name: Gallus

16.10.

Gallus

Gallus gehörte zu den zwölf Mönchen, die um das Jahr 550 aus Irland gemeinsam mit Kolumban (siehe 23.11.) als Glaubensboten auf das Festland gekommen waren. Zuerst missionierten sie in Gallien, dann kamen sie zu den Alemannen in das Gebiet der Alpen. Doch ihre Predigten waren nicht von Erfolg begleitet. Kolumban zog weiter nach Italien, Gallus blieb, da seine Gesundheit angeschlagen war, zurück. In einer einsamen Gegend südlich des Bodensees, baute er sich eine Klause. Im Lauf der Zeit wurde der Einsiedler zu einem begehrten Ratgeber für das Volk. Alle Anträge, Bischof oder Abt zu werden, lehnte er ab. Er war glücklich und zufrieden in seinem Wald, wo sich inzwischen eine Schar Gleichgesinnter um ihn gesammelt hatte. Am 16.Oktober 640 starb er. Über dem Grab des Einsiedlers entstand in der Folge die Abtei St.Gallen. Und schließlich wurden auch die hier entstehende Stadt und ein Kanton nach ihm benannt. Bauernregeln: "Gießt Sankt Gallus wie ein Faß, so ist der nächste Sommer naß. Ist er aber trocken, folgt vom Sommer noch ein Brocken." "Sankt Gall' treibt die Kuh in den Stall." Um den Sankt Gallus-Tag, den Nachsommer man erwarten mag." "Bis Sankt Gallus müssen alle Früchte aus dem Garten in den Keller." "Auf Sankt Gallus Tag muß der Apfel in den Sack." "Zu Sankt Gallen muß der Apfel fallen." "Auf den Tag Sankt Gallus, die Weidekuh in den Stall muß."

Datum: 22.05.

22.05.

Emil (Aemilius)

Emil (Aemilius) war ein Christ in Karthago. Als man ihn folterte, verleugnete er, weil er die Schmerzen nicht mehr ertragen konnte, seinen Glauben und wurde freigelassen. Als er sich danach aber wieder zum Christentum bekannte, starb er um 250 auf dem Scheiterhaufen. Über sein Martyrium gibt es einen zeitgenössischen Bericht.

LandAfrika
BesonderheitenMärtyrer

22.05.

Julia

Julia von Karthago, eine der in Italien am meisten verehrten Heiligen, war der Über-lieferung nach als Sklavin von Karthago (Nordafrika) auf die Insel Korsika verkauft worden. Unter Kaiser Decius (249-251), der die erste das ganze Römische Reich umfassende Christenverfolgung angeordnet hatte, wurde das christliche Sklavenmädchen verhaftet, gefoltert und - wie ihr Meister - ans Kreuz geschlagen. + um 250. Julia ist Patronin der Insel Korsika sowie von Brescia, Bergamo und Livorno. Historischer Exkurs Sklaven bekannten sich in der Frühzeit besonders häufig zum Christentum, da Jesus verkündet hatte: "Vor Gott sind alle Menschen gleich." Doch wurden sie auch besonders häufig Opfer der Christenverfolger, da sich deren Grausamkeit und die Sensationsgier der zuschauenden Menge an den rechtlosen Menschen besonders austoben konnten.

LandAfrika
BesonderheitenMärtyrerin

22.05.

Konstantin

Konstantin, römischer Kaiser, + 22.5.337, siehe 21.5.

22.05.

Ortwin

Ortwin Grotius (van Groes) war ein angesehener Theologe und Humanist aus den Niederlanden. + 22.5.1542.

22.05.

Renate

Renate von Bayern, + 22./23.5. 1602, siehe 23.5.

22.05.

Rita

Rita von Cascia, um 1380 in der Nähe von Spoleto in Umbrien geboren, wurde gegen ihren Willen von den Eltern verheiratet. In der Ehe mit dem rohen und brutalen Mann, der sie oft misshandelte, musste sie ein Martyrium erdulden. Nach 18 Jahren Ehehölle wurde ihr Mann von einem seiner zahlreichen Feinde ermordet. Die beiden Söhne schworen Blutrache. In ihrer Verzweiflung betete die Mutter zu Gott, er möge ihre Söhne lieber sterben als zu Mördern werden lassen. Innerhalb kurzer Zeit kamen die beiden jungen Männer ums Leben. Nach diesen Schicksalsschlägen bat Rita in Cascia im Alter von etwa 33 Jahren bei den Augustiner-Eremitinnen um Aufnahme. Im Jahr 1443 empfing die Ordensfrau, die besonders innig den gekreuzigten Heiland anbetete, während einer Vision die Wundmale der Dornenkrone, die sich für ihr ganzes Leben auf ihrem Haupt einprägten. + 22.5.1437. - Rita ist Schutzheilige bei schweren Prüfungen, in aussichtlosen Situationen und gegen Pocken.