Der Heiligenkalender

Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler

Datum ausschliessen
Name: Gero

29.01.

Gerhard (Gerd, Gert, Gero)

Gerhard wurde 1040 zum Abt des Benediktinerklosters in Kremsmünster (Oberösterreich) gewählt. Nach 10 Jahren segensreichen Wirkens als Abt und einem vorbildlichen Leben starb er. Sein Andenken wurde lange Zeit in Ehren gehalten. + 29.1.1050 .

08.02.

Hieronymus (Geronimo, Girolamo)

Hieronymus (Girolamo) Aemiliani, 1486 in Venedig geboren, trat bereits mit 15 Jahren in den Kriegsdienst ein, wurde Offizier und später General. 1508 geriet er in Gefangenschaft, aus der er auf wunderbare Weise befreit wurde. Dies fasste er als Zeichen dafür auf, dass er sein Leben ändern sollte. Er verließ das Heer und rief die „Gesellschaft der Diener der Armen“ („Somasker“) ins Leben. In mehreren oberitalienischen Städten kaufte er Häuser und gestaltete sie in Waisen-, Armen- und Krankenhäuser oder in Internate um, die alle von Mitgliedern seines Ordens betreut wurden.. Dafür verwendete er sein ganzes Vermögen und wurde deswegen von vielen nur ausgelacht. + 8.2.1537.

StandSoldat
BesonderheitenOrdensgründer Sozialengagement

19.03.

Gero

Gero, Erzbischof von Köln, + 976, siehe ® 28.6.!

StandBischof
StadtKln

10.04.

Gerold

Gerold, Einsiedler im Großen Walsertal, + 10.4.978, siehe 19.4.

19.04.

Gerold (Gerald, Géraud, Giraldo)

Gerold war ein reich begüterter Adeliger im Großen Walsertal im heutigen Vorarlberg. Er verschenkte seinen ganzen Besitz und gründete die Propstei Frisun im Walgau, die später nach ihm St.Gerold benannt wurde. Er selber aber lebte fortan in der Einsamkeit der Berg-welt des Großen Walsertals. Er starb an einem 10.4.um 978. - Am 19.April 1663 wurden seine Gebeine in die Kirche von Frisun übertragen. Der fromme Einsiedler wird besonders in den Diözesen Feldkirch und Einsiedeln verehrt..

StandAdel
BesonderheitenEinsiedler

23.04.

Gerhard (Gerd, Gert, Gerrit, Gero, Gérard, Gerardo, Géllert)

Gerhard, geboren und aufgewachsen in Köln, wurde von Otto I. zum Bischof von Toul ernannt. Er war ein Freund und Förderer der Wissenschaften und "zeichnete sich aus durch großen apostolischen Eifer und christliche Nächstenliebe". + 23.4.994.

StandBischof
StadtKln Toul
BesonderheitenSozialengagement

27.06.

Gerhoh (Gerhoch, Gero)

Gerhoh von Reichersberg, seit 1118 Domherr in Augsburg, trat in Wort und Schrift für eine Reform der Kirche ein und musste dafür zahlreiche Verfolgungen hinnehmen. Nur Erzbischof Konrad I. von Salzburg unterstützte seine Ideen und ernannte ihn 1132 zum Propst des Chorherrenstiftes Reichersberg in Oberösterreich. Doch wegen seines Kampfes für eine Erneuerung der Kirche wurde Gerhoh verbannt und konnte erst, kurz vor seinem Tod am 27.Juni 1160, in sein Stift zurückkehren.

BesonderheitenReformer

29.06.

Gero

Gero, der aus Thüringen stammte und als Kaplan am königlichen Hof wirkte, wurde wegen seines Ansehens zum Erzbischof von Köln ernannt. Er brachte aus Konstantinopel die Reliquien des hl Pantaleon in seine Bischofsstadt. Kaiser Otto I., der Große, ernannte ihn später zu seinem Berater. + 29.6.(19.3.?) 976 (auch am 19.3. Gedenktag möglich).

StandBischof
StadtKln

21.09.

Gerulf (Gerolf)

Gerulf, ein frommer Knabe, Sohn des Bürgermeisters von Merendre nahe Gent in Flandern, wurde auf dem Heimweg von der Firmung beraubt und ermordet. + um 750

StandKind
BesonderheitenGewaltopfer

30.09.

Hieronymus (Jerôme, Geronimo)

Hieronymus, einer der vier großen abendländischen Kirchenväter, zählt zu den bedeutendsten Persönlichkeiten der gesamten Kirchengeschichte. Geboren wurde er um das Jahr 347 in der römischen Provinz Illyrien, im heutigen Kroatien. Seine Eltern waren Christen, doch wurde er, wie damals üblich, erst als Erwachsener getauft. Dies geschah, während er in Rom sein Studium absolvierte. Schon früh schloss sich Hieronymus einem asketischen Freundeskreis an, pilgerte mehrmals ins Heilige Land, lebte dann abgeschieden von der Welt in einer Mönchsgemeinschaft in Syrien, kehrte aber zuletzt nach Rom zurück. Hier wurde der hochgebildete Mann, der mehrere Sprachen fließend beherrschte, zum Sekretär des Papstes ernannt. Als sein Gönner, Papst Damasus I., 384 starb, hoffte er, dessen Nachfolger zu werden. Doch ein anderer wurde ihm vorgezogen. Enttäuscht kehrte Hieronymus Rom den Rücken und ließ sich in Bethlehem nieder. Und hier wurde er zu einem der größten lateinischen Kirchenschriftsteller und zum Wegbereiter des abendländischen Mönchtums. Seine zahlreichen Schriften beeinflussten das ganze kirchliche Leben seiner Zeit. Höhepunkt und Krönung seines Werkes ist die Vulgata, die Übersetzung der Bibel ins Lateinische. - Im Alter von 73 Jahren starb der bedeutende Kirchenlehrer am 30.September 420 in seinem Exil in Bethlehem. Gegen Ende des 13. Jhdts gelangten seine Reliquien nach Rom, wo sie in der Kirche Santa Maria Maggiore beigesetzt wurden. Hieronymus ist der Patron der Theologen, der Gelehrten, der Studenten, Schüler und Übersetzer sowie der Universitäten und wissenschaftlichen Vereinigungen. (Jerôme, Geronimo)

StadtRom Bethlehem
BesonderheitenKirchenlehrer

13.10.

Gerald (Gerold, Giraud, Géraud),

Gerold (Giraud,Géraud), Graf von Aurillac, blieb zeitlebens unverheiratet. Er lebte nur für seine Untertanen, denen er ein gerechter und fürsorglicher Landesvater sein wollte. Mit eigenen Mitteln finanzierte der gütige Graf verschiedene karitative Einrichtungen. + 13.10.909.

StandAdel
BesonderheitenSozialengagement
Datum: 24.08.

24.08.

Amadeus

Amadeus, Bischof von Lausanne, + 24.(27.?) 8.1159, siehe 30.8.

24.08.

Bartholomäus

Bartholomäus, der Apostel, hieß wahrscheinlich mit ursprünglichem Namen Nathanael und stammte aus Kana in Galiläa. Er war durch den Apostel Philippus zu Christus gekommen, der den neuen Jünger mit den Worten empfing: „Seht, ein wahrer Israelit, an dem kein Falsch ist.“ Nach Jesu Tod und Auferstehung zog der Apostel als Wanderprediger durch Armenien, Mesopotamien und Indien. Berühmt wurde er vor allem durch seine Fähigkeit, „Besessene“ zu heilen. So soll die Tochter des Königs von Armenien durch ihn wieder gesund geworden sein, was dazu führte, dass die ganze armenische Königsfamilie christlich wurde (Die Armenier waren das erste Volk, das in seiner Gesamtheit christlich wurde). Doch Bartholomäus starb als Märtyrer. Die heidnische Partei unter der Führung des Bruders des Königs ließ den Apostel gefangen nehmen und zur „persischen Todesstrafe“ verurteilen: Bei lebendigem Leib wurde ihm die Haut abgezogen, dann wurde er gekreuzigt. Das Jahr seines Todes lag um die Mitte des 1. Jhdts. Der Apostel ist Patron des Bistums Lüttich, der Metzger, Schneider, Buchbinder, Bauern, Winzer, Hirten, Sattler, Gerber, Schuhmacher, Stuckateure und Helfer gegen Zuckungen und Nervenkrankheiten. Historisches: Traurige Berühmtheit erlangte die Bartholomäusnacht des Jahres 1572, auch „Pariser Bluthochzeit“ (Vermählung des Calviners Heinrich von Bourbon und Navarra mit Marguerite Valois, der Schwester des katholischen Königs Karl IX.) genannt, in Frankreich. Etwa 2.000 Hugenotten (Protestanten) wurden auf Befehl der Königsmutter Caterina von Medici, die sich übergangen fühlte und um ihren Einfluss fürchtete, in Paris - und am folgenden Tag in ganz Frankreich - ermordet. Die Gründe dafür waren weitgehend politischer Natur. Bauernregeln: "Sankt Bartholomä treibt das Korn in die Höh'." "Wie sich das Wetter am Bartheltag stellt ein, so soll es den ganzen September sein." "Bartholomä, wer Korn hat, der säe, wer Gras hat, der mähe, wer Hafer hat, der reche, wer Äpfel hat, der breche." "Zu Sankt Bartholomä geht man im Sommer in die Kirche und im Herbst wieder hinaus." "Bartholomäus pflücket die Nuß." "Am Bartheltag bau's Korn, und warte nicht bis morg'n." - "Bartholomä, wenn's regnet, o weh." "Bleiben Störche und Reiher noch nach Bartholomä, dann kommt ein Winter, der tut uns nicht weh."

BesonderheitenBiblische Gestalt Märtyrer

24.08.

Emilia (Emilie, Emily, Milena, Milla)

Emilia de Vialar war ein Mädchen aus einer reichen und angesehenen Familie im Städtchen Gaillac in Südfrankreich. Als sie nach der Ausbildung in einem Mädchenpensionat nach Hause zurückgekehrt war, wurde ihr Elternhaus bald zum Sammelpunkt für Arme und Kranke. Aus dieser Sorge um die Bedürftigen entwickelte sich der Orden der "St.Josephs-Schwestern", die sich besonders der Armen und Kranken annehmen und heute hauptsächlich in Afrika und Indien tätig sind. + 24.8.1856.

BesonderheitenSozialengagement

24.08.

Johanna-Antida (Jeanne-Antide)

Johanna-Antida (Jeanne-Antide) Thouret war 1788 in Paris Vinzentiner-Schwester gewor-den. 1795 musste sie vor der Französischen Revolution in die Schweiz fliehen, um ihr Leben zu retten. Am Bieler See arbeitete sie dann als Lehrerin. 1799 gelang es ihr, nach der Rück-kehr in die Heimat, in Besançon (Franche Comté) ein Haus zu erwerben und eine Kongre-gation zu gründen, die sich karitativen Werken und der Mädchenerziehung widmen sollte. Dabei fand die Ordensfrau sogar die Unterstützung von Letizia Buonaparte, Napoleons Mutter. In Neapel, wo sie ein weiteres Ordenshaus errichtet hatte, starb Mutter Thouret nach einem erfüllten Leben im Dienste der Mitmenschen am 24. August 1826.

BesonderheitenSozialengagement

24.08.

Michaela (Miguela)

Michaela (Miguela) Desmaisières, 1809 als Tochter eines Grafen in Madrid geboren, zeigte schon als Kind, wie sehr ihr Leid und Not anderer Menschen zu Herzen gingen. Das Mitleid mit dem Nächsten sollte auch für die erwachsene Frau der Anstoß für ihr Handeln sein. So gründete die sozial denkende Gräfin in Madrid 1845 ein Haus für "gefallene" und gefährdete Mädchen und rief die Kongregation "Dienerinnen des Heiligsten Sakraments" ins Leben. Sie selbst opferte sich regelrecht auf im Einsatz für Gestrauchelte und Außenseiter, wofür sie (wegen ihres "fragwürdigen Umgangs") oft nur beschimpft, verleumdet und auch verachtet wurde. Sie starb am 24.August 1865 in Valencia während einer Choleraepidemie.

StandAdel
StadtMadrid
BesonderheitenSozialengagement