Der Heiligenkalender

Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler

Datum ausschliessen
Name: Heinrich

23.01.

Heinrich (Heiko, Haiko, Heiner, Heino).

Heinrich Seuse, um 1295 zu Konstanz am Bodensee geboren, wurde Dominikanermönch und war ein Schüler des berühmten "Meister Ekkehard". Der begnadete Seelenführer, Mystiker und Asket durchzog als rastloser Prediger Schwaben, die Schweiz, das Rheinland und kam bis in die Niederlande. Wegen verschiedener Äußerungen in seinen Predigten und Schriften musste er, von der Inquisition als Ketzer angeklagt, einen Prozess über sich ergehen lassen. Sein "Büchlein der ewigen Weisheit" wurde trotzdem zu einem weit verbreiteten Andachtsbuch. + 25.1. 1366

BesonderheitenMystiker

27.01.

Enrique (Heinrich)

Enrique (Heinrich) Ossó y Cervelló, geboren 1840 in Nordostspanien, wurde 1867 zum Priester geweiht und unterrichtete zunächst an der katholischen Hochschule zu Tortosa (Catalonien, Spanien) als Dozent für Mathematik und Physik. Dann arbeitete er für verschiedene Zeitschriften und verfasste christliche Schriften; am erfolgreichsten wurde sein „Leitfaden für den Katecheten“. 1876 gründete er die „Gesellschaft der Schwestern der hl Theresia von Jesus“. In einer Zeit starker laizistischer und antiklerikaler Strömungen wirkte er als ein Apostel des Friedens und der Versöhnung und war in all seinen Handlungen bestimmt von der christlichen Nächstenliebe.“ + 27.1.1896.

20.02.

Jordan u. Heinrich

Heinrich Mai (Ordensname: Bruder Jordan) war ein gütiger und hilfsbereiter Franziskaner-Laienbruder, der von den Mitmenschen geliebt und verehrt wurde. Vor seinem Eintritt ins Kloster war er Sattlergeselle in Buer bei Gelsenkirchen in Westfalen. + 20.2.1922.

Besonderheiten20. Jahrhundert

11.03.

Heinrich

Heinrich Hahn war Arzt in Aachen (Niederrhein) und zeitweise preußischer Landtagsabge-ordneter. Er war der Hauptbegründer des "Franz-Xaver-Missionsvereins" und kümmerte sich sein ganzes Leben lang mit großem Einsatz um soziale und karitative Belange. Der engagierte Sozialreformer wurde "Apostel im Laienkleid" genannt. + 11.3.1882.

StadtAachen
BesonderheitenSozialengagement

04.04.

Heinrich (Heinz)

Heinrich Richter, 1898 geboren, war Priester in Köln und 1931 zum Lokalpräses der Kolpingfamilie ernannt worden. Im August 1944 wurde der hilfsbereite Seelsorger von der Gestapo verhaftet und ins KZ Ohrdruf in Thüringen eingeliefert.. Dort spendete er seinen Mitgefangenen Trost und verlieh ihnen Zuversicht. Seine Stärke schöpfte er aus dem tiefen und unerschütterlichen Glauben an Gott. Bei der Räumung des Konzentrationslagers wurde er erschossen, da er nicht mehr transportfähig war.+ 4.41945. ehemals: Ambrosius von Mailand: Bauernregeln: „Der heilige Ambrosius schneit oft dem Bauern auf den Fuß.“ „Zu Sankt Ambrosius Zwiebeln und Erbsen man säen muss.“

StadtKln
Besonderheiten20. Jahrhundert Gewaltopfer

15.05.

Heinrich

Heinrich von Riedenburg war der Sohn eines bayrischen Grafen. 40 Jahre lang soll er als Pilger durch die Lande gezogen sein. Dann ließ er sich als Einsiedler bei Ebrantshausen in Niederbayern nieder. Sein Grab war im Mittelalter ein viel besuchter Wallfahrtsort. + um 1150.

StandAdel
BesonderheitenEinsiedler

10.06.

Heinrich (Heinz)

Heinrich (Heinz) von Bozen erblickte um das Jahr 1250 in Südtirol als Kind armer Leute das Licht der Welt. Schon sehr früh musste er sich als Knecht und Taglöhner, oft auch als Holzfäller, sein Brot verdienen. Doch trotzdem war er mit seinem Leben nie unzufrieden. Durch seine Bescheidenheit und seine tiefe Frömmigkeit gewann er die Achtung seiner Mitmenschen. In der Gegenwart des frommen Mannes kam nicht einmal dem rauhesten Holzknecht ein Fluch über die Lippen. Am 10. Juni 1315 war das arbeitsreiche Leben des Heinz von Bozen zu Ende. Während seiner Aufbahrung im Dom zu Treviso (Trentino) und der Beisetzung seiner sterblichen Überreste sollen sich mehrere Wunder ereignet haben. Weil auch später immer wieder um seine Person aufsehenerregende Begeben-heiten geschahen, wurden seine Reliquien 1759 nach Bozen übertragen, wo man 1870 dem heiligen Taglöhner zu Ehren eine Kirche erbaute.

StadtBozen
Besonderheiteneinfache, arme Leute

13.07.

Heinrich

Heinrich II. ging als der "heilige Kaiser" in die Geschichte ein. Er wurde 973 als Sohn des Bayernherzogs geboren und war ab 995 selber Herzog von Bayern. Nach dem Tod des mit ihm verwandten Kaisers Otto III. wählten die Fürsten den Bayernherzog zum deutschen König. Im Jahr 1004 wurde Heinrich in Rom, an der Seite seiner Gemahlin Kunigunde, zum römisch - deutschen Kaiser gekrönt. Der neue Kaiser war eine starke Persönlichkeit, ein ziel-bewusster Staatsmann, gebildet, humorvoll, alles in allem ein kluger und weitsichtiger Real-politiker. Geschickt beraten von seiner besonnenen Gemahlin, sicherte der Kaiser dem Reich eine ungewöhnlich lange Friedenszeit. Als tiefreligiöser Herrscher gründete er das Bistum Bamberg im Herzogtum Mainfranken, unterstützte mit viel Einsatz die Klosterreform-bewegung und hatte dabei engen Kontakt zum Reformabt Odilo von Cluny (siehe 3.1.). Heinrich II. war der letzte Kaiser aus dem Geschlecht der Ottonen. Er nannte sich Herrscher "von Gottes Gnaden", weil er seine kaiserliche Würde als Verpflichtung gegenüber Gott ansah. In späteren Jahrhunderten wurde dieser Titel von anderen Herrschern vollkommen anders ausgelegt und aufgefasst. - Der "heilige Kaiser" starb am 13. Juli 1024. Seine Ver-ehrung breite sich bald über ganz Mitteleuropa aus. (Im Regionalkalender für das deutsche Sprachgebiet wird der Gedenktag von Kaiserin Kunigunde (siehe 3.3.) gemeinsam mit dem ihres Gatten am 13. Juli begangen.) Heinrich und seine Gemahlin Kunigunde sind Patrone von Stadt und Diözese Bamberg. Der Kaiser ist außerdem Patron von Stadt und Bistum Basel.

StandAdel
StadtBamberg

05.08.

Henryk (Heinrich)

Henryk (Heinrich) Namenstag: 5.8 Namenspatron: Jan-Henryk Korczak-Goldszmit, geboren 1879 in Warschau, hatte Medizin studiert und begann sich als junger Arzt für die Rechte der Kinder einzusetzen. So plädierte er u.a. für die Abschaffung der Prügelstrafe. Nach dem Ersten Weltkrieg gab er seine Arztpraxis auf und übernahm die Leitung eines Waisenhauses. Nach der Besetzung Polens durch deutsche Truppen versuchte er mit fast übermenschlichem Einsatz die Kinder vor den NS-Schergen zu bewahren. Doch 1942 wurden trotz seines Widerstandes die jüdischen Waisenkinder nach Treblinka deportiert. Er folgte „seinen“ Kindern und ging mit ihnen am 5.81942 freiwillig in die Gaskammer, obwohl man ihm angeboten hatte, als Lagerarzt zu arbeiten.

StadtWarschau
Besonderheiten20. Jahrhundert Gewaltopfer
Datum: 16.09.

16.09.

André

André Kim war der erste einheimische Priester in Korea. Er missionierte in seiner Heimat unter ständiger Lebensgefahr. Schon bald wurde er gefangen genommen und am 16. September 1846 unter grausamen Martern ermordet. Er war erst 25 Jahre alt.

BesonderheitenMärtyrer

16.09.

Cornelius

Cornelius, Papst, bestieg im Jahr 251 den Stuhl Petri. Obwohl er von einer starken Mehrheit gewählt worden war, konnte er nicht verhindern, dass eine kleine, aber mächtige Minderheit einen Gegenpapst, es war dies der zweite in der Geschichte, aufstellte. Doch schon nach kurzer Zeit hatte sich Cornelius, der im Streit um die Bußpraxis von abge-fallenen Christen (- d.s. solche, die aus Angst vor den Martern ihren Glauben verleugnet und den Göttern geopfert hatten) eine milde und vergebende Haltung vertrat, Anerkennung verschafft. Nach nur knapp zwei Jahren Amtszeit wurde Papst Cornelius von Kaiser Gallus während einer neuerlichen Christenverfolgung verhaftet und in die Verbannung geschickt, wo er am 14.September 253 an den erlittenen Quälereien und Demütigungen starb. Cornelius ist Patron des Hornviehs (latein. cornu = Horn) und der Landwirtschaft sowie Schutzheiliger gegen Ohrenleiden, Krämpfe, Nervenleiden und Epilepsie. Da Teile der Reliquien des Papstes in die Abtei Cornelimünster am Niederrhein kamen, war seine Verehrung in den Niederlanden und in Nordwestdeutschland besonders groß.

StandPapst
StadtRom

16.09.

Cyprian (Zyprian)

Cyprian, Bischof von Karthago, war einer der bedeutendsten Kirchenschriftsteller der Frühkirche. Dabei war er erst als Erwachsener (im Jahr 248) Christ geworden. Er ließ sich zum Priester weihen und wurde bald darauf zum Bischof von Karthago, und damit zum Oberhaupt der nordafrikanischen Kirche, gewählt. Während der Christenverfolgung unter Kaiser Decius konnte er seine Gemeinde nur von einem Versteck aus leiten. Er durfte zwar vorübergehend in seine Bischofsstadt zurückkehren, wurde aber zuletzt am 14. September 258 in Karthago enthauptet. Bauernregel: "Um Sankt Cyprian zieht man oft schon Handschuh' an."

LandAfrika
StandBischof
StadtKarthago
BesonderheitenMärtyrer

16.09.

Edith (Edgitha, Editha)

Edith (Edgitha) von Wilton war die Tochter von König Edgar. Als ihr Bruder ermordet worden war, sollte sie Königin werden. Sie lehnte dieses Ansinnen jedoch ab, denn sie lebte lieber in der Stille des Klosters. Sie starb, erst 33 Jahre alt, am 16.September 984.

16.09.

Ludmilla (Milena, Milla)

Ludmilla, Herzogin in Böhmen (Milla, Milena), wurde gemeinsam mit ihrem Gatten Boriwoj vom Slawenapostel Methodius (siehe 14.2.) für den christlichen Glauben gewonnen. Ihren Enkel Wenzel, den späteren Heiligen (siehe 28.9.) erzog sie nach christlichen Wertvorstellungen. Doch ihre Schwiegertochter Drahomira war eifersüchtig auf die beim Volk beliebte Herzogin und hasste Ludmilla wegen ihres Einflusses auf den minderjährigen Sohn. Daher ließ die der alten slawischen Götterreligion anhängende junge Herzogin die Schwiegermutter am 15.September 921 erdrosseln. (traditionell und als Bistumsheilige Gedenktag am 16.9., sonst auch am 15.9.) Wetterregeln: "Sankt Ludmilla, das fromme Kind, bringt gerne Regen und viel Wind." - "Ludmilla will oft nicht artig sein und bringt viel Wind und Regen herein."

StandAdel
BesonderheitenGewaltopfer