Der Heiligenkalender

Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler

Datum ausschliessen
Name: Karl

28.01.

Caroline (Carola, Karla)

Caroline de Malberg, eine nicht sehr glücklich verheiratete Frau aus Metz (Lothringen), gründete 1872 für weltliche Frauen, die lernen wollten, sich zu vervollkommnen, ihre Kinder richtig zu erziehen und den christlichen Geist in ihrer Familie zu fördern, die "Gesellschaft der Töchter des hl Franz von Sales". + 28.1.1891.

StadtMetz
BesonderheitenOrdensgründerin Sozialengagement

28.01.

Karl der Große

(Karl der Große wird nicht mehr als Heiliger verehrt)

StandAdel

02.03.

Karl

Karl der Gute, geboren 1024 als Sohn von König Knud von Dänemark und der Adele von Flandern, wurde in der Heimat seiner Mutter erzogen und Nachfolger des letzten Grafen von Flandern. Er unterstützte die „Gottesfriedensbewegung“ und setzte sich gegen Ungerechtigkeiten ein. Die einfachen Menschen liebten und verehrten ihn; doch er wurde von einem Gefolgsmann, den er wegen Friedensbruchs zur Rechenschaft gezogen und bestraft hatte, ermordet. + 2.3.1127

StandAdel

09.05.

Caroline (Karoline, Carola, Karla, Lina, Carolin)

Caroline Gerhardinger (On:Sr.Theresia von Jesus) war 1797 nahe Regensburg als Tochter eines angesehenen Schiffsmeisters zur Welt gekommen. Sie wurde Lehrerin und war in ihrem Beruf glücklich. Der Regensburger Bischof Michael Wittmann (siehe 8.3.) ermunterte die be-geisterte Pädagogin, eine zeitgemäße Kongregation für Mädchenerziehung zu schaffen, die ihre Absolventen vor allem auf das Leben vorbereiten sollte. So wurden die Kongregation der "Armen Schulschwestern Unserer Lieben Frau" aus der Taufe gehoben, die sich bis nach Nordamerika ausbreitete. Mutter Theresia war fast 50 Jahre lang Generaloberin. + 9.5.1879. (Karla, Lina, Carola).

StadtRegensburg
BesonderheitenOrdensgründerin Sozialengagement

03.06.

Karl

Karl Lwanga und Gefährten waren christliche Pagen am Hof von König Mwanga in Uganda. Sie wurden im Mai 1886 auf Betreiben des Katikiro, des obersten Hofbeamten, der die Christen am Königshof beseitigen wollte, zum Feuertod verurteilt. Als Hinrich-tungsort wurde eine viele Kilometer entfernte Opferstätte am Fuß des Berges Namugongo ausgewählt. Nach einem zweitägigen qualvollen Todesmarsch erreichten die 13 jungen Christen (sie waren zwischen 17 und 25 Jahre alt) den Ort, wo sie den Göttern, die sie angeblich erzürnt hatten, geopfert werden sollten. Die Männer wurden, in Schilfmatten gewickelt, auf einen brennenden Scheiterhaufen geworfen. Es war der 3. Juni 1886. Historischer Exkurs (1879 kamen die ersten europäischen Missionare nach Uganda und waren hier wohlgelitten. Als aber arabische Kaufleute den König gegen sie aufhetzten, mussten sie das Land verlassen. Jedoch das einheimische Christentum bestand weiter, besonders am Königshof, und ein neuer König rief die "weißen Männer" wieder ins Land. Dass es dann zu einer so grausamen Christen-verfolgung kam, hatte eine ganz eigenartige Ursache. Der Christ Matthias Kalemba (siehe 27.5.), hatte eine Verschwörung aufgedeckt, an deren Spitze der oberste Staatsbeamte, der Katikiro, stand. Dieser wurde zwar zum Tode verurteilt, dann aber erstaunlicherweise freigelassen. Ja, es gelang ihm sogar, wieder die Gunst des jungen Königs zu gewinnen. Von da an hetzte er gegen die Christen, jagte dem König Angst ein, die Götter könnten erzürnt sein und ihn bestrafen, außerdem verweichliche die christliche Religion die jungen Krieger. Der König bekam mit der Zeit Angst, ließ sich umstimmen und verbot unter Androhung strengster Strafen die christliche Religion. - Wie viele afrikanische Christen damals ums Leben kamen, kann man heute nicht mehr ermitteln.

BesonderheitenMärtyrer

12.08.

Karl

Karl Leisner, geboren 1915, war Jugendführer in Cleve (Niederrhein) und Leiter der katho-lischen Jungschar des Bistums Münster (Niederrhein-Westfalen). Als er 1939 während des Aufenthalts in einem Sanatorium das missglückte Attentat auf Hitler mit dem Wort "schade" kommentierte, erzählte ein Kurgast dies weiter. Noch am selben Tag wurde Karl Leisner verhaftet. Im Lager Dachau wurde er tuberkulosekrank, erlebte zwar noch die Befreiung des Lagers, starb aber wenige Monate später, völlig ausgezehrt, am 12.August 1945. Als der Denunziant nach dem Krieg vom Leid und Tod des einstigen Mitpatienten erfuhr, brach er zusammen.

LandAfrika
StadtMnster
Besonderheiten20. Jahrhundert Gewaltopfer

04.11.

Karl (Carl, Kalle, Carlo, Carlos, Charles, Karel, Károly); Karoline (Karla, Karola)

Karl Borromäus, Erzbischof von Mailand, war d e r bahnbrechende Kirchenreformer der Gegenreformation. Der 1538 geborene Sohn einer hochadeligen Familie begann bereits mit 14 Jahren das Studium der Rechte an der Universität Pavia. Erst 21 Jahre alt, wurde der talentierte junge Mann Sekretär des Papstes, mit dem er allerdings verwandt war. Er empfing die Priesterweihe und wurde mit 25 Jahren zum Erzbischof von Mailand ernannt. Doch er lebte nicht wie so viele andere Protektionskinder nur von den Einkünften seines Bistums, er widmete sich mit ganzer Kraft dem Wiederaufbau der verwahrlosten Diözese und der Hebung der Religiosität bei Volk und Klerus. Da ihm bewusst war, wie sehr das Ansehen der niedrigen Geistlichkeit durch Unwissen und Aberglauben ge-schwunden war, gründete er Seminare für die Ausbildung des Priesternachwuchses. Auf dem Reformkonzil von Trient (1545-1563) war der junge Bischof von Mailand eine der tonangebenden Persönlichkeiten der Erneuerung. Besonders großen Widerstand gegen längst notwendige Reformen leisteten dabei die Kanoniker aus jenen hochgestellten Familien, denen traditionellerweise die Besetzung eines Bischofssitzes zugesichert war, ganz gleich, ob der Betreffende für das hohe geistliche Amt geeignet war oder nicht. Ihr großer Einfluss war vielfach auch das Hindernis für eine radikalere Reform der katholischen Kirche. Durch den ständigen Kontakt mit Volk und Klerus - unwürdige Priester setzte er einfach ab - konnte Carlo Borromeo die Moral in seinem Bistum heben und Missbräuche, wie z.B. das Konkubinat vieler Geistlicher (die Ehelosigkeit der niedrigen Weltgeistlichen wurde zwar schon lange gefordert, aber erst auf dem Konzil von Trient kirchengesetzlich festgelegt.) und abergläubische Praktiken im Volk, abstellen. Er kümmerte sich intensiv um Kranke und Arme, besorgte mit eigenen Mitteln und aus Spenden Nahrungsmittel, Kleider, Medikamente und Unterkünfte für die Bedürftigen. Während der Pestepidemie von 1576 betreute er monatelang persönlich Kranke und Sterbende. Am 3.November 1584 war das Lebenslicht des "Märtyrers der Nächstenliebe" erloschen. Er war erst 46 Jahre alt. Seine Lebenskraft hatte er frühzeitig aufgezehrt, sein Beispiel aber lebte fort, fand viele Nachahmer und trug unendlich viel zur Erneuerung der katholischen Kirche bei. Historisches Der hohe Klerus, bestehend aus Söhnen adeliger Familien, denen allein Bischofsstellen zustanden, war um 1500 durchwegs in erschreckender Weise verweltlicht, hatte zur christlichen Religion und ihren Geboten kaum noch Beziehung und kümmerte sich auch nicht um Bildung und Moral der niedrigen Geistlichkeit. Die Bischofswürde war zu einem einträglichen weltlichen Amt verkommen. - Kirchenvertreter und Religion hatten, als Martin Luther auftrat, oft kaum noch etwas gemeinsam. Bauernregel: "Wenn's an Karolus stürmt und schneit, dann lege deinen Pelz bereit, und heiz' den Ofen wacker ein, bald zieht die Kälte bei dir ein!"

StandBischof
StadtMailand
BesonderheitenReformer

01.12.

Charles (Karl, Charlotte)

Charles de Foucauld, 1858 in Straßburg geboren, war Offizier geworden. Wegen seines nicht standesgemäßen Lebens wurde er aber bald vom Dienst suspendiert. Als er 30 Jahre alt war, nahm er an einer abenteuerlichen Expedition nach Marokko teil. Der Anblick betender Moslems beeindruckte ihn so sehr, dass er sich stärker seiner christlichen Religion zuwandte. Charles de Foucauld wurde Trappist, lebte dann als Einsiedler in Nazareth und ging schließlich in die algerische Sahara, wo er unter den Wüstenstämmen missionieren wollte. Seine liebevolle Fürsorge um die Armen, Kranken und Schwachen, brachte ihm zwar viele Freunde, nur Missionserfolge konnte er keine aufweisen. Am 1.Dezember 1916 wurde der gütige Missionar, der noch keinen einzigen Moslem für seinen Glauben gewonnen hatte, von Tuaregs erschossen.

StadtSoldat
BesonderheitenEinsiedler Gewaltopfer
Datum: 23.05.

23.05.

Almerida (Alma) und Quintus

Almerida (Alma) starb gemeinsam mit Quintus und anderen Gefährten als Märtyrin in Nordafrika, wahrscheinlich während der Katholikenverfolgung durch den arianischen Vandalenkönig Geiserich im 5. Jhdt

LandAfrika
BesonderheitenMärtyrer

23.05.

Bartholomäus

Bartholomäus Agricola, ein Bauernsohn aus Bayern wurde Franziskanerpriester und ein glänzender Volksprediger. Ganz besonders nahm er sich der in Not Geratenen und der Gefangenen an. + 23.5.1621.

BesonderheitenSozialengagement

23.05.

Désiré (Desiderius; Désirée)

Desiderius (Désiré), seit 595 Bischof von Vienne, war ein in allen Wissenschaften bewanderter, gebildeter Mann. Auf Betreiben der Königin Brunhild wurde er abgesetzt und aus seinem Bistum verwiesen. Er konnte zwar für kurze Zeit wieder in sein Amt zurückkehren, wurde aber, da er weiterhin freimütig die von der germanischen Blutrache diktierte Rachsucht der Königin und ihres Gatten verurteilte, ermordet. + 611 (Désirée) Historisches: Brunhild, eine westgotische Königstochter, hatte 567 Siegbert, den König des fränkischen Teilkönigreiches Austrasien, geheiratet. Als Chilperich, der Herrscher des Teilkönigreichs Neustrien, seine Gemahlin, Brunhilds Schwester, auf Anstiften seiner Nebenfrau Fredegunde hatte ermorden lassen, trat das altgermanische Gebot der Blutrache in Kraft, und beide Könige fielen ihr zum Opfer. Brunhilde aber gelang es 596, das ganze Frankenreich zu vereinigen und als Regentin für lange Zeit die Herrschaft auszuüben. Zahlreiche weitere Mitglieder des merowingischen Königshauses wurden in der Folge Opfer der Blutrache der einen oder der anderen Partei. Als bereits 80-Jährige geriet Brunhild in Gefangenschaft des Sohnes ihrer Kontrahentin und wurde auf dessen Befehl an den Schweif eines Pferdes gebunden und zu Tode geschleift. - In ihrem Hass gegenüber Feinden, aber auch in ihrer Treue gegenüber Freunden war Königin Brunhild ganz ein Kind ihrer Zeit. Das Christentum war bei den Franken erst an der Oberfläche eingedrungen und konnte die heidnisch-germanische Auffassung von Ehre noch lange nicht verdrängen. - Der unbarmherzige Kampf der Königinnen und die als unvermeidlich angesehene Ausübung der Blutrache haben das Grundmotiv für das Nibelungenlied abgegeben, in das freilich auch christliche Motive eingeflochten sind. Brunhild, die von der anmutigen jungen Königin zur fürchterlichen Rächerin wurde, hat in der Heldensage in der Gestalt der Kriemhild (in geringerem Maße der Brunhild) ihren Niederschlag gefunden.

StandBischof
StadtVienne

23.05.

Renata (Renate, Renée)

Renate (Renata, Renée) von Lothringen, 1544 geboren, war durch Heirat Herzogin von Bayern geworden. Sie war ihren Untertanen bald eine gütige Landesmutter und Wohltäterin. Obwohl selbst Mutter von 10 Kindern, fand sie immer Zeit, sich um Arme, Kranke und Einsame zu kümmern. Fast ihr ganzes Privatvermögen gab sie für soziale Einrichtungen aus (u.a. ließ sie das Elisabeth-Spital in München errichten), sie selber gönnte sich nur das Notwendigste zum Leben. Ihr Gatte, Herzog Wilhelm V., der sie bei ihren guten Werken unterstützte, sagte einmal: „Wollte man die Liebe malen, so müsste man ein Porträt der Herzogin anfertigen; denn in ihr sind alle Eigenschaften der Liebe vereint.“ Am 20. April 1601 machte sie mit ihrem Gatten eine Wallfahrt zur Muttergottes nach Altötting, um eine gute Sterbestunde zu erbitten. In der Gnadenkapelle wurde sie plötzlich von Fieber geschüttelt; zu Hause angekommen, fühlte sie sich wieder gesund. Doch in der Nacht vom 22. auf den 23. Mai 1602 entschlief sie für immer.

BesonderheitenSozialengagement