Der Heiligenkalender

Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler

Datum ausschliessen
Name: Katharina

01.02.

Katharina

Katharina de'Ricci (Taufname: Alessandra), eine Dominikanernonne, geboren 1522 in Florenz, gehörte zu den am meisten beachteten Kirchengestalten ihrer Zeit. Sie erlebte Visionen und trug die Wundmale Christi. Die Briefe, die sie an viele bekannte Persönlich-keiten ihrer Zeit schrieb, gelten heute als wichtige kirchengeschichtliche Zeugnisse. + 1.2.1590. .

BesonderheitenMystikerin

02.02.

Maria Katharina

Maria Katharina Kasper, eine Bauerntochter aus Dernbach im Westerwald, rief 1820 in ihrem Heimatort zusammen mit sechs Gefährtinnen eine Gemeinschaft ins Leben, die sich um Arme und Kranke kümmerte. Daraus entstand (1851) der Orden "Arme Dienstmägde Jesu Christi". Die sogenannten "Dernbacher Schwestern" hatten, als ihre Gründerin starb, bereits Niederlassungen in vielen Ländern, sogar in den U.S.A. + 2.2.1898. .

BesonderheitenOrdensgründerin Sozialengagement

09.02.

Anna Katharina (Annekathrin, Antje, Anke)

Anna Katharina Emmerick (Annekathrin), die Tochter armer Bauern, verdiente sich ihren Lebensunterhalt als Dienstmagd. 1802 konnte sie ihren sehnlichsten Wunsch erfüllen und in das Kloster Dülmen (Westfalen) eintreten. 1813 wurde bekannt, dass die Ordensfrau die Wundmale Christi trug und schwere Schmerzen erdulden musste. Dies brachte ihr einerseits Verehrung ein, andererseits wurde sie von Spöttern belächelt. Anna Katharina Emmerick hatte die Gabe, weit von ihr entfernte Begebenheiten zu beobachten. Immer wieder bestätigten spätere Nachrichten ihre Angaben. Ein Rätsel blieb ebenso, wie die Frau, die nachweislich nur ein Jahr lang eine Schule besucht und nur die plattdeutsche westfälische Mundart gelernt hatte, ein ausgezeichnetes Hochdeutsch sprechen und sogar Latein verstehen konnte. Clemens Brantano, der bekannte Dichter der deutschen Romantik, zeichnete, allerdings mit großer dichterischer Freiheit, ihre Visionen auf. + 9.2.1824. - (Antje, Anke)

BesonderheitenMystikerin

24.03.

Karin (Katharina, Karen, Kaja)

Katharina (Karin) von Schweden wurde im Jahre 1331 als Tochter der heiligen Brigitta (23.7.) geboren. Mit 14 Jahren wurde sie, wie damals üblich, verheiratet. 1349, sie war jetzt 18 Jahre alt, begleitete Karin ihre Mutter nach Rom, wo die Schönheit der Nordländerin bei vielen Römern offene Bewunderung hervorgerufen haben soll. In Rom erreichte sie die Nachricht, dass ihr Mann plötzlich gestorben sei. Die junge Witwe beschloss daraufhin, bei ihrer Mutter zu bleiben, der sie nun 23 Jahre lang als treue Weggefährtin zur Seite stand. Nach dem Tode der Mutter brachte Katharina unter größten Schwierigkeiten deren sterbliche Überreste in die schwedische Heimat nach Vadstena, wo die Verstorbene 30 Jahre zuvor das erste Kloster des von ihr ins Leben gerufenen „Erlöserordens“ hatte erbauen lassen. Katharina/Karin wurde hier Äbtissin. + 24.3.1381

29.04.

Katharina (Caterina, Katja, Kathrin)

Katharina (Caterina) von Siena ist eine der außergewöhnlichsten Frauengestalten der Kirchengeschichte. „Sie war klein von Gestalt, aber groß von Geist und Würde.“ Wie Teresa von Àvila ist sie eine der beiden Kirchenlehrerinnen. Im Jahre 1324 erblickte Caterina als 24. (und letztes) Kind der Wollfärberfamilie Benincasa in Siena (Toskana) das Licht der Welt. Es war eine Zeit, in der Kirche und Papsttum stark an Ansehen verloren hatten. Unter dem Druck der Könige von Frankreich war die Residenz der Päpste nach Avignon in der Provence verlegt worden. In ganz Italien waren Städtekämpfe an der Tagesordnung, das einfache Volk litt unter der Bedrückung durch mächtige Herren. Als Caterina 12 Jahre alt war, suchten die Eltern für sie einen Bräutigam aus. Das Kind aber lehnte mit Nachdruck eine Heirat ab und musste nun deshalb ständig Vorwürfe der Eltern hinnehmen. Doch dann erkrankte sie an Pocken, die ihr Gesicht entstellten. Völlig zurück-gezogen lebte das Mädchen fortan in der häuslichen Abgeschiedenheit, nur mehr im elterlichen Betrieb mithelfend. Mit 18 Jahren verließ sie das Elternhaus und trat in das Kloster der Dominikanerinnen in der Stadt ein. Als 1374 die Pest ausbrach, kümmerte sich Caterina gemeinsam mit anderen Schwestern um die Opfer der verheerenden Epidemie Obwohl sie noch jung war, wurde die hochintelligente Frau mit der Zeit als Ratgeberin von hochgestellten Persönlichkeiten, kirchlichen wie weltlichen, geschätzt und respektiert. Es war hauptsächlich das Verdienst der weithin bekannten Ordensfrau, dass der Papst aus Avignon, dem „babylonischen Exil der Kirche“ nach Rom zurückkehrte. Dass Katharina von Siena die Wundmale des Gekreuzigten empfangen hatte, wurde erst nach ihrem Tod bekannt. Mit 33 Jahren starb die große Frau in Rom, wo sie in der Basilika Santa Maria sopra Minerva ihre letzte Ruhestätte fand, am 29. April 1380. Katharina von Siena ist Patronin von Italien, zweite Patronin von Rom und Schutzheilige der Sterbenden Anmerkung: Pest und andere Seuchen forderten besonders unter der Geistlichkeit zahllose Opfer, da sie zu den Sterbenden gerufen wurden und sich ansteckten. Viele Geistliche flohen daher - ebenso wie viele Ärzte - aus den Seuchengebieten, um das eigene Leben zu retten

StadtSiena
BesonderheitenKirchenlehrerin

25.11.

Katharina (Kathrin, Katja, Käthe, Karin, Karen, Katinka, Kitty, Kaja)

Katharina von Alexandria soll zu Beginn des 4.Jhdts in Ägypten gelebt haben. Die junge Frau stammte aus einer vornehmen, sehr reichen Familie. Ihre hervorstechendsten Eigenschaften waren eine außergewöhnlich hohe Intelligenz und ein übermäßiger Stolz. Gespräche mit einem Einsiedler sollen in der selbstbewussten Frau eine tiefe Nachdenklichkeit hervorgerufen und sie bewogen haben, Christin zu werden. Während eines Opferfestes für eine römische Gottheit soll es der auffallend schönen jungen Frau durch ihre außergewöhnliche Redegewandtheit und Schlagfertigkeit gelungen sein, Kaiser Maxentius in Verlegenheit zu bringen. Verärgert soll dieser daraufhin die 50 besten Philosophen und Meister der Rhetorik an den Hof gerufen haben, wo sie mit der jungen Christin über die römische Götterreligion und das Christentum diskutieren sollten. Katharina soll - zumindest erzählt das die Legende - die Argumente der weisen Männer mit einer solchen Brillanz und Eindringlichkeit widerlegt haben, dass sich alle 50 zum Christentum bekehrten. Daraufhin ließ, so wird weiter berichtet, der vor Wut rasende Kaiser die Christin Katharina auspeitschen und rädern, d.h. auf ein mit Nägeln besetztes Rad flechten. Katharinas Martyrium fand wahrscheinlich im Jahr 306 statt. Die Legende erzählt, Engel hätten den Leib der Märtyrin auf den Berg Sinai getragen, wo im 6.Jhdt das berühmte Katharinenkloster entstand. Katharina ist eine der drei weiblichen Nothelfer, Patronin der Lehrer, Studenten, Philosophen, Redner, Universitäten, Bibliotheken und Bibliothekare, Buchdrucker u.a.m. In Paris, wo sie als Schutzheilige der Näherinnen und Modistinnen, der "Cathérinettes", gefeiert wird, gibt es noch heute am Tag der Heiligen ein lebendiges Brauchtum. Bauernregeln: "Katharinenschnee tut den Saaten weh." Wie's Wetter ist zu Sankt Kathrein, wird auch der nächste Frühling sein." "Sankt Kathrein läßt den Winter herein." Sankt Kathrein sperrt die Geige ein (stellt den Tanz ein)." "Kathrein stellt Schiffahrt und Musik ein."

StadtAlexandria
BesonderheitenMärtyrerin

31.12.

Cathérine (Katharina)

Cathérine Labouré (Taufname: Zoë) wurde als neuntes von 17 Kindern einer armen Bauernfamilie in Ostfrankreich geboren. Sie arbeitete zuerst als Dienstmagd, wurde dann aber, 1830, bei den Barmherzigen Schwestern (Vinzentinerinnen) in Paris aufgenommen. Bis zu ihrem Tode kümmerte sich die Ordensfrau bis zur Selbstaufopferung um alte Menschen. Sie hatte mehrere Erscheinungen der Gottesmutter, was zur Prägung der sogenannten "Wundertätigen Medaille" führte, die große Verbreitung fand. Die Mystikerin starb am 31.Dezember 1876. Ihr Leib blieb bis heute unverwest.

Besonderheiteneinfache, arme Leute Mystikerin
Datum: 15.02.

15.02.

Claude (Claudius)

Claude (Claudius) de la Colombière trat 1658 in Lyon in den Jesuitenorden ein und war bald ein geschätzter Volksprediger. Als Seelenführer der hl Margareta Maria Alacoque (16.10.) setzte er sich für die Verbreitung der Herz-Jesu-Verehrung ein. 1676 wurde er als Beichtvater der Herzogin von York nach England berufen, auf Grund von Verleumdungen 1678 aber eingekerkert. 1679 kehrte er schwer krank in seine Heimat zurück. + 15.2.1682

15.02.

Drutmar

Drutmar (Trudmar, Druthmar), Mönch im Reichskloster Lorsch, wurde 1014 von Bischof Meinwerk (siehe 5.6) von Paderborn zum Abt von Korvey (Westfalen) berufen. Unter seinem Vorgänger war die Abtei in geistlicher und wirtschaftlicher Hinsicht verwahrlost. Die meisten Mönche standen dem strengen neuen Abt ablehnend gegenüber, viele traten aus dem Kloster aus. Doch trotz aller Missgunst brachte er die Abtei zu neuer Blüte und versöhnte die Mönche durch seine Persönlichkeit und sein vorbildliches Leben. + 15.21046.

StadtKorvey
BesonderheitenReformer

15.02.

Faustin (Faustinus) und Jovita

Faustin und Jovita, Geschwister, erlitten zu Brescia zwischen 117 und 138 den Märtyrertod.

StadtBrescia
BesonderheitenMärtyrer

15.02.

Friedrich

Friedrich Bachstein, ein Franziskanerbruder, wurde in Prag von fanatischen Hussiten zu Tode gequält. + 15.21611.

StadtPrag
BesonderheitenMärtyrer

15.02.

Georgia

Georgia, Jungfrau zu Clermont (F), lebte in großer Zurückgezogenheit bei Fasten und Gebet. Ihren Sarg sollen weiße Tauben zum Friedhof begleitet haben. + um 600.

BesonderheitenEinsiedlerin

15.02.

Siegfried (Sigfrid, Sigurd, Seyfried)

Siegfried (in Skandinavien Sigurd), war ein angelsächsischer Mönch aus Glastonbury, der im Jahre 995 als Glaubensbote nach Skandinavien gekommen war. Der „Apostel der Schweden“ predigte zuerst in Norwegen und erhielt dabei vom Wikingerfürsten Olaf Haraldson jegliche Unterstützung. Dann zog Siegfried/Sigurd weiter nach Schweden, wo sich König Olaf Erikson von ihm taufen ließ. In Skara in Gotland, nördlich von Göteborg, errichtete der Missionar das erste schwedische Bistum. Bis zur Reformation wurde Siegfried/Sigurd als Patron von Schweden verehrt; dann geriet er nach und nach in Vergessenheit. + 15.2. um 1040.

StadtGteborg
BesonderheitenMissionar