Der Heiligenkalender

Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler

Datum ausschliessen
Name: Konrad

19.02.

Konrad (Corrado)

Konrad (Corrado) von Piacenza, ein reicher Adeliger, war ein leidenschaftlicher Jäger. Er war schuld an einem Waldbrand, für den ein armer Bauer unschuldig zur Rechenschaft gezogen wurde. Erst als dieser zum Tode verurteilt worden war, klärte der Mann aus dem Adel den Tatbestand auf. Nach Verbüßung der Strafe, die für ihn weit geringer ausfiel als für den Bauern, zog er sich als Einsiedler auf einen hohen Berg zurück und führte ein strenges Büßerleben. + 1351. Sein Leib wurde 1485 völlig unverwest aufgefunden.

StandAdel
BesonderheitenEinsiedler Büßer

04.04.

Konrad (Kurt)

Konrad (Kurt), Abt des Klosters Weißenau (Württemberg) musste auf Grund von unhaltbaren Verleumdungen viele demütigende Kränkungen hinnehmen, bis seine Ehre wieder hergestellt wurde. +1241.

21.04.

Konrad

Konrad von Parzham wurde 1818 bei Passau geboren und war als Laienbruder 41 Jahre Pförtner im Kapuzinerkloster in Altötting. Mit grosser Liebe und Dienstbereitschaft sorgte er sich um Pilger, Bettler und andere Hilfesuchende. Von tiefer Frömmigkeit und Gebetseifer erfüllt war Konrad unermüdlich für die Menschen tätig. Er starb am 21. April 1894 und wurde 1934 heiliggesprochen. Sein Grab in der Klosterkirche zu Altötting wird hoch verehrt.

01.06.

Konrad (Kuno)

Konrad (Kuno) war zum Erzbischof von Trier gewählt worden. Doch noch vor der Amtsübernahme wurde er in Bitburg (Eifel) von der Opposition gefangen genommen und von einem Felsen gestürzt. + 1.6.1066. Im ehemaligen Kalender: Fortunat: Bauernregeln: "Schönes Wetter auf Fortunat ein gutes Jahr zu bedeuten hat." "Ist's an Fortunatus klar, so verheißt's ein gutes Jahr." .

StandBischof
StadtTrier
BesonderheitenGewaltopfer

26.11.

Konrad (Kurt, Kunz, Curd, Curt, Connie, Kord, Corrado, Conrado)

Konrad, ein junger Mann von hervorragender Bildung, war im Dezember 934 zum Bischof von Konstanz gewählt worden. Es zeigte sich bald, dass man eine hervorragende Wahl getroffen hatte. Der neue Bischof war ein ausgezeichneter Organisator und Verwalter, aber ebenso ein selbstloser Wohltäter. Den Großteil seines Besitzes und seines Einkommens verwendete der überaus fromme, aber mit beiden Beinen im Leben stehende Gottesmann für die Errichtung von Kirchen, Hospizen und Spitälern sowie für die Not-leidenden. Er selber brauchte nicht viel. Bischof Konrad war im Gegensatz zu vielen adeligen Standesgenossen auf einem Bischofssitz ein echter Seelenhirte, geprägt von der Liebe zu den Mitmenschen. Nach einer 40-jährigen Amtszeit starb er am 26.November 975. (Im deutschen Regionalkalender wird gemeinsam mit Bischof Konrad auch der Gedenktag von Bischof Gebhard von Konstanz begangen.) Bauernregel: "Noch niemals stand ein Mühlenrad, an Konrad, weil er Wasser hat."

StandBischof
StadtKonstanz

12.12.

Konrad (Corrado)

Konrad (Corrado) von Offida, geboren 1237, trat bereits mit 15 Jahren in das Franziskaner-Kloster in Ascoli Piceno (Mittelitalien) ein. Er verzichtete auf seinen Besitz, brach sein Studium ab, entsagte Freunden und Familie und zog als Almosensammler durch die Straßen der Stadt. Vom Charisma des jungen Ordensmannes angezogen, strömten Scharen von Menschen zu seinen Predigten. Man nannte Konrad bald den „zweiten Franziskus“. + 12.121306.

Datum: 23.03.

23.03.

Merbod (Marbod)

Merbod (Marbod, Merbot), Einsiedler und Seelsorger in Alberschwende im Bregenzer Wald (Vorarlberg), erfreute sich bei seinen Pfarrkindern, es waren vielfach Hirten- und Viehzüchterfamilien, großer Beliebtheit. Eines Tages fand man ihn mit tiefen Wunden am Kopf tot auf dem Boden liegend. Er war das Opfer von Raubmördern geworden. + 23.3.1110.

StadtBregenz
BesonderheitenEinsiedler Gewaltopfer

23.03.

Otto

Otto von Ariano (östlich von Neapel) verdiente sich zuerst als Soldat sein Brot. Er geriet in Gefangenschaft, wurde aber auf wunderbare Weise befreit. Dankbar wandte er sich darauf-hin Gott zu. Seinen Lebensunterhalt verdiente er sich fortan nur noch als Schuhflicker und als hilfsbereiter Fremdenbeherberger. + 23.3.1120.

StadtNeapel

23.03.

Rebekka

Rebekka Ar Rayès überlebte 1860 nur knapp einen Überfall der Drusen auf die christlichen Maronitendörfer im Libanon. In der Folgezeit wurde sie von schweren körperlichen und auch seelischen Leiden heimgesucht, zuletzt wurde sie gelähmt. Doch alles ertrug sie, ohne zu klagen und opferte ihre Schmerzen Gott auf. Nach ihrem Tod im hohen Alter von 82 Jahren wurde das Grab der opferbereiten Dulderin das Ziel vieler Wallfahrer. + 23.3.1914. Historischer Exkurs (Auf Betreiben der Westmächte unterzeichnete der türkische Sultan 1856 ein Dekret, wonach alle religiösen Minderheiten den moslemischen Staatsbürgern gleichgestellt werden sollten. Viele "rechtgläubige" Moslems empfanden das wie einen Schlag ins Gesicht. 1200 Jahre lang waren die Christen Bürger zweiter Klasse gewesen und außerhalb des Gesetzes gestanden. Jetzt sollte das anders ein? - Vor allem in den arabisch sprechenden Gebieten des Osmanischen Reiches brachen alte Ressentiments auf. Die Moslems in Syrien, vor allem die Drusen, eine Art schiitischer Geheim- sekte im Libanon, gingen zum offenen Angriff gegen die Christen über. Einer der Initiatoren des folgenden blutigen Dramas war der Gouverneur von Beirut, Khurud Pascha. Als Anlass für die Ver-folgungen wurde 1860 ein unbedeutender Streit zwischen einem Drusen und einem jungen Christen vorgeschoben. - Vom 30. Mai bis 26. Juni 1860 wurde fast jedes christliche Dorf im Libanon über-fallen und durch fanatische Drusenhorden geplündert und gebrandschatzt. Etwa 6 000 Christen wurden niedergemacht. Dem Abt eines maronitischen Klosters wurde bei lebendigem Leib die Haut abgezogen, keiner der christlichen Mönche überlebte das Massaker.

BesonderheitenGewaltopfer

23.03.

Toribio

Toribio Alfonso Mongrovejo, Erzbischof von Lima, gehört zu den bedeutendsten Kirchen-gestalten der Neuen Welt. Während seiner 17-jährigen Amtszeit reformierte er das religiöse (und bürgerliche) Leben in ganz Peru. Vor allem trat er, trotz des großen Unverständnisses, das sich ihm entgegenstellte, als Vorkämpfer gegen die Unterdrückung der Indios auf. Der Kämpfer im Bischofsornat starb während einer beschwerlichen Visitationsreise in einem ab-gelegenen Indianerdorf am 23.März 1606. Noch heute wird Toribio Mongrovejo von den Indios mit besonderer Innigkeit verehrt.

StadtLima
BesonderheitenReformer