Der Heiligenkalender

Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler

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Name: Kunigunde

03.03.

Kunigunde

Kunigunde, Kaiserin, Tochter des Grafen von Lützelburg (Luxemburg), heiratete 999 Herzog Heinrich von Bayern, der nach dem Tod des kinderlosen Otto III. deutscher König bzw. römischer Kaiser wurde. An der Seite ihres Gemahls wurde sie im Jahre 1014 in Rom zur Kaiserin gekrönt. Mehrere Male führte sie während der Abwesenheit des Gatten die Staatsgeschäfte und unterstützte ihn bei seinem religiösen und sozialen Engagement. Kunigunde war „das Gewissen des Kaisers“ und „der Schutzengel des Volkes“. Dass Heinrich II. das Hauptziel seiner Regierung nicht in kriegerischer Expansion, sondern in der Sicherung des inneren Friedens und der sozialen Gerechtigkeit sah, war hauptsächlich das Verdienst seiner Gemahlin. Auch schwerste Heimsuchungen und bitterste Enttäuschungen (sie musste angeblich wegen der falscher Anschuldigung der ehelichen Untreue in einem „Gottesgericht“ über glühendes Eisen gehen; ihre Ehe blieb kinderlos) konnten ihr das Gottvertrauen nicht nehmen. Gemeinsam mit ihrem Gemahl gründete sie das Bistum Bamberg (Mainfranken). - Nach dem Tode des geliebten Ehegatten lebte Kunigunde als einfache Ordensfrau im von ihr selbst gegründeten Kloster Kaufungen nahe Kassel in Hessen. + 3.31039. Lostagsregeln: „Wenn es donnert um Kunigund, treibt ‘s der Winter noch lange bunt.“ - „Lachende Kunigunde bringt frohe Kunde. Kunigunde tränenschwer, bleiben oft die Scheunen leer.“ - „Zu Kunigunten wird ‘s warm von unten.“

03.03.

Kunigunde

Kunigunde, Kaiserin, war die Tochter des Grafen von Lützelburg (Luxemburg). 999 heiratete sie Herzog Heinrich von Bayern, der nach dem Tod des kinderlosen Otto III. deutscher König bzw. römischer Kaiser wurde. An der Seite ihres Gemahls wurde sie im Jahre 1014 in Rom zur Kaiserin gekrönt. Mehrere Male führte sie während der Abwesenheit des Kaisers die Staatsgeschäfte und unterstützte ihn bei seinem religiösen und sozialen Engagement. Die Kaiserin war als Kirchen- und Klösterförderin und -gründerin bekannt. Auch schwerste Heimsuchungen und bitterste Enttäuschungen (- Sie musste angeblich wegen der falscher Anschuldigung der ehelichen Untreue in einem "Gottesgericht" über glühendes Eisen gehen; ihre Ehe blieb kinderlos -) konnten ihr das Gottvertrauen nicht nehmen. - Nach dem Tode des geliebten Ehegatten lebte sie als einfache Ordensfrau bescheiden in einem Kloster bei Kassel in Hessen. + 3.3.1039. (Im deutschen Regionalkalender wird Kunigundes Gedächtnis gemeinsam mit dem Kaiser Heinrichs am 13.7. begangen.) Wetterregeln: "Wenn es donnert um Kunigund, treibt 's der Winter noch lange bunt." - "Lachende Kunigunde bringt frohe Kunde. Kunigunde tränenschwer, bleiben oft die Scheunen leer." - "Zu Kunigunten wird 's warm von unten." m ehemaligen Kalender: Margaretha von Antiochia: Bauernregel: "Sankt Margreth führt die Schnitter ins Korn." - "Sankt Margreth bringt die Sichel, für Hansl und für Michl.". - "Wie's Wetter an Sankt Margareth, das selbe noch 4 Wochen steht." - "Margaretenregen bringt keinen Segen."

16.06.

Kunigunde

Kunigunde war eine gottesfürchtige Jungfrau, die (im 4. Jhdt) auf der Rückreise von einer Wallfahrt nach Rom zu Rapperswil in der Schweiz starb. .

24.07.

Kunigunde

Kunigunde, die Tochter von König Béla IV. von Ungarn, war als Königin von Polen eine mildtätige und hilfsbereite Landesmutter. + 24.7.1292.

Datum: 23.05.

23.05.

Almerida (Alma) und Quintus

Almerida (Alma) starb gemeinsam mit Quintus und anderen Gefährten als Märtyrin in Nordafrika, wahrscheinlich während der Katholikenverfolgung durch den arianischen Vandalenkönig Geiserich im 5. Jhdt

LandAfrika
BesonderheitenMärtyrer

23.05.

Bartholomäus

Bartholomäus Agricola, ein Bauernsohn aus Bayern wurde Franziskanerpriester und ein glänzender Volksprediger. Ganz besonders nahm er sich der in Not Geratenen und der Gefangenen an. + 23.5.1621.

BesonderheitenSozialengagement

23.05.

Désiré (Desiderius; Désirée)

Desiderius (Désiré), seit 595 Bischof von Vienne, war ein in allen Wissenschaften bewanderter, gebildeter Mann. Auf Betreiben der Königin Brunhild wurde er abgesetzt und aus seinem Bistum verwiesen. Er konnte zwar für kurze Zeit wieder in sein Amt zurückkehren, wurde aber, da er weiterhin freimütig die von der germanischen Blutrache diktierte Rachsucht der Königin und ihres Gatten verurteilte, ermordet. + 611 (Désirée) Historisches: Brunhild, eine westgotische Königstochter, hatte 567 Siegbert, den König des fränkischen Teilkönigreiches Austrasien, geheiratet. Als Chilperich, der Herrscher des Teilkönigreichs Neustrien, seine Gemahlin, Brunhilds Schwester, auf Anstiften seiner Nebenfrau Fredegunde hatte ermorden lassen, trat das altgermanische Gebot der Blutrache in Kraft, und beide Könige fielen ihr zum Opfer. Brunhilde aber gelang es 596, das ganze Frankenreich zu vereinigen und als Regentin für lange Zeit die Herrschaft auszuüben. Zahlreiche weitere Mitglieder des merowingischen Königshauses wurden in der Folge Opfer der Blutrache der einen oder der anderen Partei. Als bereits 80-Jährige geriet Brunhild in Gefangenschaft des Sohnes ihrer Kontrahentin und wurde auf dessen Befehl an den Schweif eines Pferdes gebunden und zu Tode geschleift. - In ihrem Hass gegenüber Feinden, aber auch in ihrer Treue gegenüber Freunden war Königin Brunhild ganz ein Kind ihrer Zeit. Das Christentum war bei den Franken erst an der Oberfläche eingedrungen und konnte die heidnisch-germanische Auffassung von Ehre noch lange nicht verdrängen. - Der unbarmherzige Kampf der Königinnen und die als unvermeidlich angesehene Ausübung der Blutrache haben das Grundmotiv für das Nibelungenlied abgegeben, in das freilich auch christliche Motive eingeflochten sind. Brunhild, die von der anmutigen jungen Königin zur fürchterlichen Rächerin wurde, hat in der Heldensage in der Gestalt der Kriemhild (in geringerem Maße der Brunhild) ihren Niederschlag gefunden.

StandBischof
StadtVienne

23.05.

Renata (Renate, Renée)

Renate (Renata, Renée) von Lothringen, 1544 geboren, war durch Heirat Herzogin von Bayern geworden. Sie war ihren Untertanen bald eine gütige Landesmutter und Wohltäterin. Obwohl selbst Mutter von 10 Kindern, fand sie immer Zeit, sich um Arme, Kranke und Einsame zu kümmern. Fast ihr ganzes Privatvermögen gab sie für soziale Einrichtungen aus (u.a. ließ sie das Elisabeth-Spital in München errichten), sie selber gönnte sich nur das Notwendigste zum Leben. Ihr Gatte, Herzog Wilhelm V., der sie bei ihren guten Werken unterstützte, sagte einmal: „Wollte man die Liebe malen, so müsste man ein Porträt der Herzogin anfertigen; denn in ihr sind alle Eigenschaften der Liebe vereint.“ Am 20. April 1601 machte sie mit ihrem Gatten eine Wallfahrt zur Muttergottes nach Altötting, um eine gute Sterbestunde zu erbitten. In der Gnadenkapelle wurde sie plötzlich von Fieber geschüttelt; zu Hause angekommen, fühlte sie sich wieder gesund. Doch in der Nacht vom 22. auf den 23. Mai 1602 entschlief sie für immer.

BesonderheitenSozialengagement