Der Heiligenkalender

Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler

Datum ausschliessen
Name: Linus

11.01.

Paulinus von Aquileja

Paulin(us) von Aquileja war einer der berühmtesten Lehrer seiner Zeit. Karl der Große war vom Geist dieses Gelehrten so angetan, daß er ihn um das Jahr 776 an seinen Hof nach Aachen holte, wo Paulin an der Palastschule unterrichten musste. 787 ernannte ihn der Kaiser zum Patriarchen von Aquileja. In seinen Schriften bekämpfte Paulinus die damals um sich greifende Irrlehre des Adoptianismus (Sie sahen in Christus einen mit Gottes Kraft ausgestatteten und zum Gott erhobenen Menschen.) und bemühte sich um die Christianisierung der Awaren, ein den Hunnen verwandtes Volk. Auf Paulinus geht die heutige Form des Credos der Messe zurück. + 11.1.802.

BesonderheitenKirchenlehrer

02.06.

Marcellinus und Petrus

Marcellinus und Petrus starben um das Jahr 300 in Rom als christliche Märtyrer. Ihre Reliquien befinden sich in Seligenstadt am Main.

StadtRom Seligenstadt

22.06.

Paulin (Paulinus)

Paulin(us), Bischof von Nola (Campanien, Italien), 353 oder 354 als Sohn einer Senatorenfamilie geboren, war vor seinem Übertritt zum Christentum Statthalter von Campanien. Als sein Sohn völlig unerwartet starb, legte er alle seine Ämter nieder, widmete sich theologischen Studien und ließ sich 394 zum Priester weihen. Am Grab des hl Felix von Nola (siehe 14.1.) gründete er eine klösterliche Gemeinschaft. Seinen gesamten Besitz verwendete er nun zum Bau von Kirchen und für wohltätige Zwecke. Er linderte, so gut er konnte, die durch den Einfall der Goten Alarichs entstandene Not. Deshalb berief man den hochgebildeten Wohltäter zum Bischof. + 26.6.431. Jedes Jahr wird in Nola am 26. Juni zu seinem Gedenken ein Volksumzug abgehalten.

StandBischof
StadtNola

31.08.

Paulinus

Paulinus, ein frühchristlicher Bischof von Trier, stammte aus Aquitanien (Südfrankreich). Er sprach sich auf dem Konzil von Arles als einziger Bischof gegen die ungerechte Verurteilung des Athanasius durch den Kaiser aus. Für seinen Mut musste er büßen und wurde auf kaiser-lichen Befehl nach Phrygien verbannt. Er starb nach fünf Jahren voller Erniedrigungen und Entbehrungen im Exil am 31. August 358.

StandBischof
StadtTrier

23.09.

Linus

Linus, Papst, war der erste Nachfolger von Petrus als Bischof von Rom. Er soll im Jahre 67 das Martyrium erlitten haben.

StandPapst
BesonderheitenMärtyrer
Datum: 23.03.

23.03.

Merbod (Marbod)

Merbod (Marbod, Merbot), Einsiedler und Seelsorger in Alberschwende im Bregenzer Wald (Vorarlberg), erfreute sich bei seinen Pfarrkindern, es waren vielfach Hirten- und Viehzüchterfamilien, großer Beliebtheit. Eines Tages fand man ihn mit tiefen Wunden am Kopf tot auf dem Boden liegend. Er war das Opfer von Raubmördern geworden. + 23.3.1110.

StadtBregenz
BesonderheitenEinsiedler Gewaltopfer

23.03.

Otto

Otto von Ariano (östlich von Neapel) verdiente sich zuerst als Soldat sein Brot. Er geriet in Gefangenschaft, wurde aber auf wunderbare Weise befreit. Dankbar wandte er sich darauf-hin Gott zu. Seinen Lebensunterhalt verdiente er sich fortan nur noch als Schuhflicker und als hilfsbereiter Fremdenbeherberger. + 23.3.1120.

StadtNeapel

23.03.

Rebekka

Rebekka Ar Rayès überlebte 1860 nur knapp einen Überfall der Drusen auf die christlichen Maronitendörfer im Libanon. In der Folgezeit wurde sie von schweren körperlichen und auch seelischen Leiden heimgesucht, zuletzt wurde sie gelähmt. Doch alles ertrug sie, ohne zu klagen und opferte ihre Schmerzen Gott auf. Nach ihrem Tod im hohen Alter von 82 Jahren wurde das Grab der opferbereiten Dulderin das Ziel vieler Wallfahrer. + 23.3.1914. Historischer Exkurs (Auf Betreiben der Westmächte unterzeichnete der türkische Sultan 1856 ein Dekret, wonach alle religiösen Minderheiten den moslemischen Staatsbürgern gleichgestellt werden sollten. Viele "rechtgläubige" Moslems empfanden das wie einen Schlag ins Gesicht. 1200 Jahre lang waren die Christen Bürger zweiter Klasse gewesen und außerhalb des Gesetzes gestanden. Jetzt sollte das anders ein? - Vor allem in den arabisch sprechenden Gebieten des Osmanischen Reiches brachen alte Ressentiments auf. Die Moslems in Syrien, vor allem die Drusen, eine Art schiitischer Geheim- sekte im Libanon, gingen zum offenen Angriff gegen die Christen über. Einer der Initiatoren des folgenden blutigen Dramas war der Gouverneur von Beirut, Khurud Pascha. Als Anlass für die Ver-folgungen wurde 1860 ein unbedeutender Streit zwischen einem Drusen und einem jungen Christen vorgeschoben. - Vom 30. Mai bis 26. Juni 1860 wurde fast jedes christliche Dorf im Libanon über-fallen und durch fanatische Drusenhorden geplündert und gebrandschatzt. Etwa 6 000 Christen wurden niedergemacht. Dem Abt eines maronitischen Klosters wurde bei lebendigem Leib die Haut abgezogen, keiner der christlichen Mönche überlebte das Massaker.

BesonderheitenGewaltopfer

23.03.

Toribio

Toribio Alfonso Mongrovejo, Erzbischof von Lima, gehört zu den bedeutendsten Kirchen-gestalten der Neuen Welt. Während seiner 17-jährigen Amtszeit reformierte er das religiöse (und bürgerliche) Leben in ganz Peru. Vor allem trat er, trotz des großen Unverständnisses, das sich ihm entgegenstellte, als Vorkämpfer gegen die Unterdrückung der Indios auf. Der Kämpfer im Bischofsornat starb während einer beschwerlichen Visitationsreise in einem ab-gelegenen Indianerdorf am 23.März 1606. Noch heute wird Toribio Mongrovejo von den Indios mit besonderer Innigkeit verehrt.

StadtLima
BesonderheitenReformer