Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler
Marald (Marold), Laienbruder im Kloster Indersdorf (Bayern), fiel seine Arbeit als "Sammelbruder", die er nicht aufgeben wollte, immer schwerer. Eines Tages fand man den alten Mann, vor einem Weggkreuz kniend, tot auf. Er war an Erschöpfung gestorben. +1172.
Marina starb vermutlich unter Kaiser Diokletian um 304 als Märtyrin zu Alexandria in Ägypten. Ihre Reliquien kamen später nach Venedig, wo sie besonders verehrt wurde. (Möglicherweise ist die Heilige identisch mit einer gleichnamigen Märtyrin, die im 3. Jhdt in Antiochia starb.)
Marina (Macrina) von Cäsarea war die Schwester des bedeutenden Kirchenlehrers Basilius des Großen. Die junge Frau galt als überaus gebildet und besaß eine außergewöhnlich hohe Intelligenz. Für viele Intellektuelle war sie daher eine gesuchte und geschätzte Gesprächspartnerin. Doch wenn ihr auch noch so viele weise Männer ihren Respekt zollten, Marina war nur eine Frau und konnte ihre Fähigkeiten nicht - so wie ihre Brüder - in der Öffentlich-keit einsetzen. Nachdem ihr Verlobter ganz unerwartet gestorben war, zog sie sich mit ihrer Mutter auf den Familienbesitz zurück und führte ein beschauliches, weltabgeschiedenes Leben. Am 19.Juli 380 war ihr Lebensweg auf dieser Welt zu Ende.
Maria, Namensfest: : Die Einführung des Festes "Mariä Namen" hängt eng mit der österreichischen Geschichte zusammen. Es wurde zwar schon um 1500 in Spanien gefeiert, aber erst Papst Innozenz XI. führte es zum Dank für die Befreiung Wiens (und damit des christlichen Abendlandes) von der Türkengefahr - durch die Schlacht am Kahlenberg am 12. September 1683 - noch im selben Jahr für die gesamte katholische Kirche ein. Das Fest "Maria Namen" ist nicht nur Namenstag für alle, die Maria heißen, sondern auch für die zahlreichen von Maria abgeleiteten Namensformen . Bauernregeln: "Zu Maria Namen, sagt der Sommer "Amen"!" "An Maria Namen kommen die Schwalben z'sammen."
Tamara ist eine Frauengestalt im Alten Testament. Von ihrem Gatten kinderlos zurückgelassen, heiratete sie, wie es nach jüdischem Gesetz üblich war, dessen Bruder. Doch weil sich dieser, er trug den Namen Onan, weigerte, mit ihr Kinder zu zeugen und diese Fähigkeit wirkungslos vergeudete, wurde er mit einem frühen Tod bestraft. Da die Frau aber ohne Nachkommenschaft ein schlimmes Los erwartete, verschleierte sie sich wie eine Tempelprotistuierte der Fruchtbarkeitsgöttin, verlockte ihren Schwiegervater zum Beischlaf, weil dieser der letzte Blutsverwandte ihres verstorbenen Gemahls war, und gebar Zwillingsknaben. Nun stand sie nicht mehr - verachtet und allein - ohne Nachkommenschaft da.