Der Heiligenkalender

Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler

Datum ausschliessen
Name: Nio

12.01.

Anton (Antonio)

Anton(io) Maria (Taufname: Eustochio) Pucci wurde 1819 in einem Dorf im Apennin als Sohn eines armen Landarbeiters und Mesners geboren. 1837 trat er in das Serviten-Kloster in Florenz ein, durfte studieren, erwarb den Doktorgrad und wurde schließlich Priester in Viareggio (Toskana). Er war ein vorbildlicher Seelsorger, Beichtvater und Erzieher und seiner Zeit in vielem weit voraus. Man sagte ihm nach, wenn er für jemandes Anliegen bete, so werde das Gebet erhört. Der immer bescheiden gebliebene Landarbeitersohn bekleidete 24 Jahre lang das Amt eines Priors und wurde 1883 zum Provinzial der toskanischen Ordensprovinz erwählt. + 12.1.1892.

01.04.

Nunio (Nuño)

Nunio (Nuño) Álvarez Pereira, der angesehene Oberbefehlshaber der portugiesischen Armee, trat mit 62 Jahren in ein Kloster in Lissabon ein und verrichtete dort als Laienbruder auf eigenen Wunsch die niedrigsten Dienste. + 1.4.1431.

13.06.

Antonius (Anton, Antonio, Tonio, Anthony, Antoine, Ante, Antal)

Antonius von Padua (Taufname: Fernando) war ein Franziskaner-Mönch aus Portugal und wurde als Missionar nach Nordafrika entsandt. Doch kaum war er in Marokko eingetroffen, erkrankte er schwer und sollte in die Heimat zurückkehren. Doch das Schiff wurde auf der Heimfahrt von einem gewaltigen Sturm an die Küste von Sizilien verschlagen. - Antonius blieb in Italien und wurde hier - obwohl es heißt, er habe anfangs aus Mangel an Zuhörern zu den Fischen gepredigt - zu einem der begeisterndsten Prediger der Kirchengeschichte. Bis zu 30.000 Menschen sollen seinen Worten gelauscht haben. Daher war es nicht verwunderlich, dass sein Ordensgründer Franz von Assisi auf ihn aufmerksam wurde und ihn schließlich als Lehrer für Theologie an die Universität Padua entsandte. Doch viel Zeit blieb dem charismatischen Geistlichen nicht mehr. Ausgelaugt und gezeichnet von den jahrelangen beschwerlichen Reisen als Volksmissionar, musste er seine Lehrtätigkeit bald einstellen. Als er, erst 35 Jahre alt, den Tod herannahen fühlte, zog er sich in ein Kloster nahe Padua zurück. Dort starb er am 13 .Juni 1231. Bereits elf Monate später wurde er - der vielen Wunder wegen, die an seinem Grab geschahen - heilig gesprochen. Dies war der kürzeste Heiligsprechungsprozess der Geschichte. Der „Vater der Armen“ wurde zum Kirchenlehrer erhoben. Antonius ist Patron von Padua, Lissabon, der Diözesen Paderborn und Hildesheim, der Liebenden, der Eheleute, der Kinder, der Armen, der Sozialarbeiter, der Fayencefabrikanten, der Bäcker, gegen Schiffbruch, gegen Pest und Krieg, sowie Schutzheiliger für das Auffinden verlorener Sachen. Kurzum: Er ist „Helfer gegen alle Nöte“ und einer der am meisten verehrten Heiligen. Bauernregeln: „Hat Antonius starken Regen, geht ‘s mit der Gerste wohl daneben.“ „Wenn zu Antonius schön Wetter lacht, Sankt Peter (29.6.) uns viel Wasser macht.“

05.07.

Anton (Antonio, Tonio)

Anton(io) Maria Zaccaria war ein erfolgreicher Arzt in der norditalienischen Stadt Cremona. 1528, im Alter von 26 Jahren, beschloss der tief gläubige Doktor der Heilkunde ein neues Leben zu beginnen und sich fortan nur noch um die seelischen Leiden seiner Mitmenschen zu kümmern. Er wurde Priester. Zwei Jahre später gründete der nunmehrige Seelenarzt mit Gleichgesinnten in Mailand den Orden der „Regularkleriker vom Heiligen Paulus“, die Gemeinschaft der „Barnabiten“. Die Mitglieder der Kongregation wirkten als Volksmissionare. Bald nach der Gründung des Männerordens wurde auch eine Frauenkongregation ins Leben gerufen, die sogenannten „Angeliken“, die „Englischen Schwestern vom Heiligen Paulus“. Die Ordensschwestern sollten bald zu wahren Schutzengeln für Mädchen aus armseligen und verwahrlosten Verhältnissen werden. Auf den Ordensgründer Antonio Zaccaria geht auch der Brauch des Freitag-Läutens (um 3 Uhr nachmittags, zur Sterbestunde Christi) zurück. Antonio Zaccaria war erst 37 Jahre alt, als er am 5. Juli 1539 aus diesem Leben abberufen wurde, und hatte während seines kurzen Lebens doch viel mehr für seine Mitmenschen tun können als die meisten anderen Sterblichen. (Tonio)

StadtCremona
BesonderheitenOrdensgründer Sozialengagement

24.10.

Anton (Antonio)

Anton(io) Maria Claret, 1807 in Spanien geboren, empfing mit 28 Jahren die Priesterweihe. Ab 1843 zog er als Volksmissionar durch das Land. Um Helfer für seine Tätigkeit zu gewinnen, gründete er 1849 den Missionsorden "Söhne des Unbefleckten Herzens Mariä", genannt Claretiner. Ein weiblicher Ordenszweig folgte. Dann ging er als Volks-missionar nach Kuba. 1850 wurde der hoch geachtete Missionar zum Erzbischof von Santiago de Cuba gewählt. Doch schon 1857 wurde der geistliche Oberhirte, der für die Menschen auf der "Zuckerinsel" soviel Gutes tun konnte, von Königin Isabella II. als ihr Beichtvater nach Spanien zurückberufen. Hier verfasste Antonio Claret zahlreiche viel beachtete Schriften über Volkserziehung und gründete eine Vereinigung für christliche Künstler und Schriftsteller. Auf der Reise zum ersten Vatikanischen Konzil nach Rom starb er in einem südfranzösischen Zisterzienserkloster am 24.Oktober 1870.

StadtSantiago di Cuba
BesonderheitenOrdensgründer

20.12.

Eugen (Eugène, Eugenio, Evgenij, Jenö)

Eugen(ius) war ein Priester in Antiochia im heutigen Syrien. Er wurde während der Christenverfolgung unter Julian dem Abtrünnigen gemeinsam mit dem Priester Makarius eingekerkert und gefoltert, dann in die Wüstenprovinz Mauretanien verschleppt und zuletzt enthauptet. ++ um 362. Historische Anmerkung Unter dem Soldatenkaiser Julian Apostata, d.i. "der Abtrünnige" (360-363), wurden die Christenverfolgungen mit unbarmherziger Härte wieder aufgenommen., obwohl dieser Kaiser so gar nicht in die Reihe der Christenverfolger passte. Er war selber christlich erzogen worden, wollte aber die altrömische Götterreligion wieder herstellen und ließ neue Göttertempel errichten. Über die Ursache seines Vorgehens kann man nur Vermutungen anstellen. Vielleicht fühlte er sich von den oft absurden, intellektuell überspitzten Streitigkeiten christlicher Theologen, die kaum noch eine sinnvolle Beziehung zur Lehre Christi hatten, abgestoßen. Persönlich wandte sich der Kaiser dem Neuplatonismus und dem Mithraskult zu. Beide Weltanschauungen hatten vieles mit dem Christentum gemeinsam. Obwohl Julian allgemeine Glaubensfreiheit verkündet hatte, ließ er die Christen unbarmherzig verfolgen.

BesonderheitenMärtyrer