Der Heiligenkalender

Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler

Datum ausschliessen
Name: Olga

07.05.

Helga (Heilika, Heilke, Olga)

Heilika (Helga, Olga) war Äbtissin von Niedernburg (Passau), wo. Königin Gisela nach ihrer Befreiung Zuflucht fand. + 1020.

11.07.

Olga

Olga, die Großfürstin von Känugaard, dem heutigen Kiew, war die Gattin des Waräger-fürsten Igor (Ingmar) geworden. Ihre Vorfahren waren als normannische Eroberer aus Schweden gekommen. Nach Igors Ermordung führte die junge Witwe als Regentin für den minderjährigen Sohn die Regierungsgeschäfte. Großfürstin Olga war eine kluge und energische Frauenpersönlichkeit, die es verstand, die auseinanderstrebenden Kräfte des noch jungen Reiches von Kiew zusammenzuhalten. Während ihrer Regentschaft drang zum ersten Mal das Christentum in Osteuropa ein. Die Wikingerfürstin ließ sich 957 taufen und bemühte sich um die Ausbreitung des christlichen Glaubens in Russland. Doch die Zeit war noch nicht reif, ein nachhaltiger Erfolg blieb aus. Die normannisch-russische Großfürstin starb um das Jahr 970. Die Christianisierung des Reiches im Osten Europas sollte erst Olgas Sohn und ihrem Enkel gelingen. Historisches: Slawische Teilfürsten hatten 862 schwedische Normannen nach Russland gerufen, die sich als Waräger bezeichneten und zu Staatsgründern wurden. Zuerst errichteten sie ein Reich um Holmgard (Nowgorod), dann um Känugard (Kiew). Die Finnen nannten die Normannen Ruotsi oder Rodse (=Ruderer). Davon leitet sich der Name der Russen, mit denen sich die Wikinger bald vermischten, ab

StandAdel
StadtKiew
Datum: 27.05.

27.05.

Augustin (August)

Augustin (August), später Erzbischof von Canterbury, war von Papst Gregor dem Großen im Jahr 596 mit 40 anderen Mönchen als Glaubensbote nach Britannien entsandt worden. In Kent, dem größten Teilkönigreich der Angelsachsen, wurden die christlichen Missionare von König Edelbert, der mit der christlichen fränkischen Prinzessin Bertha verheiratet war, freundlich aufgenommen. Nicht nur, weil die christliche Königin die fremden Priester maßgeblich unterstützte, war ihre Missionsarbeit so erfolgreich. Augustin, der bald zum Erzbischof von Canterbury ernannt wurde, verbot die Zerstörung der heidnischen Göttertempel und Kultstätten und ließ diese in christliche Gotteshäuser umgestalten. Ebenso versuchte er germanische und keltische Elemente in die christliche Religionsausübung einzubeziehen. Und gerade diese Toleranz und Aufgeschlossenheit gegenüber anderen Religionen war die Hauptursache für die großen Missionserfolge der christlichen Glaubensboten. Der erfolgreiche "Apostel Englands" starb vermutlich an einem 26.Mai um 604 in der jungen Bischofsstadt Canterbury.

StandBischof
StadtCanterbury

27.05.

Bruno

Bruno (Brun), Bischof von Würzburg, der Sohn Herzog Konrads von Kärnten, galt als einer der bedeutendsten und geachtetsten Kirchenvertreter seiner Zeit, denn er hatte eine hohe Auffassung von den Aufgaben seines bischöflichen Amtes. Er begann mit dem Bau des Würzburger Domes und förderte Bildung und Moral des Klerus. Mit Kaiser Heinrich III. zog er 1045 nach Ungarn. In Persenbeug an der Donau brach, während der Kaiser mit seinen Begleitern zu Tische saß, die Decke des Saales ein und begrub die Anwesenden unter den Trümmern. + 27.5.1045.

StandBischof
StadtWrzburg

27.05.

Margaret

Margaret Pole war zur Erzieherin von Maria (der Katholischen), der ältesten Tochter König Heinrichs VIII. von England bestellt worden. Nachdem ihr Sohn, Erzbischof Reginald, gegen die Kirchenpolitik des Königs Stellung bezogen hatte, wurde auch die Mutter verhaftet und am 27. Mai 1541, ohne irgendwelchen Schuldbeweis, hingerichtet..

BesonderheitenGewaltopfer

27.05.

Matthias (Mathias)

Matthias Kalemba, ein afrikanischer Christ, war Leiter des Trommelorchesters am Hof des Königs von Uganda. Er hatte eine Verschwörung des Katikiro, des obersten Hofbeamten, gegen den König aufgedeckt. Seltsamerweise war es dem Hofschranzen aber wieder gelungen, sich beim König einzuschmeicheln. In einer vom Katikiro inszenierten Aktion musste Matthias Kalemba, wie viele andere Christen (siehe Karl Lwanga u. Gef. siehe 3.6.), auf eine unglaublich grausame Weise sterben. Sie hatten nämlich, wie der Hofbeamte dem König erfolgreich eingeredet hatte, „die Götter erzürnt“. + 27.5.1886.

BesonderheitenMärtyrer

27.05.

Randolph

Randolph, ein vorbildlicher christlicher Vater, starb um 700 zu Arras (F) als Märtyrer.