Der Heiligenkalender

Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler

Datum ausschliessen
Name: Otto

26.02.

Ottokar

Ottokar (Otgar) gründete um 750 gemeinsam mit seinem Bruder Adelbert das Kloster Tegernsee, das zu einem der bedeutendsten Kulturzentren Deutschlands wurde. Auf seine Anregung hin wurden durch einen Verwandten die Reliquien des hl Quirin ( siehe 16.6.) von Rom in das Kloster gebracht. + 26.2.771.

23.03.

Otto

Otto von Ariano (östlich von Neapel) verdiente sich zuerst als Soldat sein Brot. Er geriet in Gefangenschaft, wurde aber auf wunderbare Weise befreit. Dankbar wandte er sich darauf-hin Gott zu. Seinen Lebensunterhalt verdiente er sich fortan nur noch als Schuhflicker und als hilfsbereiter Fremdenbeherberger. + 23.3.1120.

StadtNeapel

09.05.

Ottokar

Ottokar III., Markgraf von Traungau, ließ am Semmering-Pass ein Hospital erbauen und übergab 1163 seinen Besitz Vorau (Steiermark) an Erzbischof Eberhard von Salzburg, damit dieser dort ein Augustiner-Chorherrenstift errichte. + 1164.

StandAdel
StadtSalzburg

28.05.

Otto

Otto Neururer, 1882 als 12. Kind einer Bauernfamilie geboren, wurde 1932 als Pfarrer in Götzis (Vorarlberg) eingesetzt und bald von seinen Gläubigen geschätzt und verehrt. Nach dem Anschluss Österreichs an Hitler-Deutschland wurde der als Gegner des Nationalsozialismus bekannte Priester bei der Gestapo angeklagt, er habe eine „deutsche Ehe“ (mit einem glaubenslosen SS-Mann) verhindert. Daraufhin wurde er 1938 verhaftet, zuerst ins KZ Dachau und im Juni 1939 ins Lager Buchenwald eingeliefert. Alle überlebenden Mitgefangenen berichteten, Pfarrer Neururer habe alle Demütigungen und alles Leid, das man ihm zufügte, mit fast übermenschlicher Geduld ertragen. Als man ihn an den Beinen aufhängte, starb er im Mai 1940 nach einem langen, schmerzvollen Todeskampf.

30.06.

Otto

Otto von Bamberg, der „Apostel von Pommern“, war im Jahr 1061 in Mainfranken zur Welt gekommen. Im Jahr 1102 bestieg er den Bischofsstuhl von Bamberg. Während des Investiturstreits versuchte er zwischen Papst und Kaiser zu vermitteln und war maßgeblich am Zustandekommen des Wormser Konkordats beteiligt, das als Kompromiss die Auseinandersetzung zwischen Papst und Kaiser beilegte. Erfolgreich war der Bischof als Missionar bei den heidnischen Pommern tätig, wo er und seine Gefährten 22.000 Neuchristen die Taufe spenden konnten. Sein verständnisvolles Wesen und sein würdiges Auftreten trugen viel dazu bei, dass er die Herzen der Menschen für seine Überzeugung gewann. Durch den Glaubensboten aus dem Frankenland wurde die gesamte Kirche im Missionsland Pommern organisiert. Dann kehrte Otto nach Bamberg zurück und widmete sich ganz den Angelegenheiten seines Bistums. Als im Mai 1125 ein verspäteter Wintereinbruch in Bamberg die Saaten vernichtete, ließ der Bischof Brot backen und an die Hungernden verteilen, so lange sein eigener Vorrat reichte. + 30.6.1139 im hohen Alter von 80 Jahren. Otto ist Patron der Diözesen Bamberg und Berlin sowie gegen Tollwut

StandBischof
StadtBamberg

07.09.

Otto

Otto, Bischof von Freising, war der Sohn von Markgraf Leopold III. von Österreich (siehe 1.11.). Er reformierte das religiös-sittliche Leben in seinem Bistum und wandte vor allem der Ausbildung des Klerus große Aufmerksamkeit zu. Der Grundgedanke seines Wirkens war immer das Maßhalten, auch im religiösen Leben. Fanatismus war ihm fremd. In seinen Schriften vertrat er die Harmonie von geistlicher und weltlicher Gewalt. In die Geschichte ging der Babenberger vor allem durch seine bleibende Leistung als Schriftsteller ein. Am berühmtesten wurde seine Universalchronik in acht Büchern. + 22.9.1158

StadtFreising

22.09.

Otto

Otto, Bischof von Freising, + 22.9.1158, siehe 7.9.

Datum: 22.02.

22.02.

Kathedra Petri (Petri Stuhlfeier) ist das Gedenken an die Einsetzung des Apostels Petrus zum Bischof von Rom (und zuvor zum Bischof von Antiochia). Das Fest ist schon für das Jahr 354 bezeugt. Lostagsregeln: „Wenn ‘s friert auf Petri Stuhlfeier, so friert ‘s noch vierzehnmal heuer.“ „Die Nacht von Petri Stuhlfeier zeigt an, was 40 Tag’ wir für Wetter ha’n.“

22.02.

Isabella (Elisabeth, Isabeau, Isabelle)

Isabella (Elisabeth, Isabeau), die Schwester König Ludwigs IX. von Frankreich, gründete in der Nähe ihres Hauses in Paris-Longchamp ein Kloster und führte als Klarissin ein strenges Büßerleben. + 22.2.1270.

StandAdel
BesonderheitenBüßerin

22.02.

Marald (Marold); Maralda (Mara)

Marald (Marold), Laienbruder im Kloster Indersdorf (Bayern), fiel seine Arbeit als "Sammelbruder", die er nicht aufgeben wollte, immer schwerer. Eines Tages fand man den alten Mann, vor einem Weggkreuz kniend, tot auf. Er war an Erschöpfung gestorben. +1172.

22.02.

Margarita (Margaretha, Margarete)

Margarita (Margherita, Margareta) von Cortona, ein bildhübsches Mädchen, dessen Eltern Bauern waren, lebte als Mätresse mit einem jungen Grafen, der sie wegen des Standesunterschiedes nicht heiraten durfte, zusammen. Als ihr Geliebter von Wegelagerern ermordet worden war und sie vor seinem entstellten Leichnam stand, wurde ihr die Vergänglichkeit des Lebens bewusst. Innerlich vollkommen verändert, trat sie in ein Kloster ein und führte fortan ein Leben der Buße und des Dienstes am Nächsten. + 22.2.1297.

StandAdel
BesonderheitenBüßerin