Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler
Manfred (Manfredo) wurde als Sohn einer reichen, adeligen Familie in Mailand geboren. Er hatte alles, was er sich nur wünschen konnte, ein Leben in Wohlstand und eine glänzende Karriere erwarteten ihn. Doch der junge Edelmann verzichtete auf Reichtum und Luxus und zog sich als Einsiedler in eine Höhle am Lago di Como zurück. Er ernährte sich nur von dem, was ihm die Natur darbot und von Almosen. Allen Hilfsbedürftigen und Betrübten, die bald zur Behausung des als heiligmäßig geltenden Eremiten pilgerten, konnte er mit großem Ein-fühlungsvermögen Trost und Rat spenden und sie in ihrer Verzweiflung wieder aufrichten, + 28.1.1230 (?). Historischer Exkurs Vermutlich wurde der Stauferkönig Manfred von Sizilien
An den schmerzlichen Kapiteln in Alfred Delps Biografie (1907-1945) lässt sich viel von den Problemen und dunklen Momenten des zurückliegenden Jahrhunderts ablesen: Geboren wurde er als unehelicher Sohn einer katholischen Mutter und eines evangelischen Vaters in einem Wöchnerinnenasyl. Obwohl der Vater bei der später folgenden katholischen Hochzeit versprechen musste, seinen Sohn Alfred katholisch zu erziehen, setzten die Großeltern zunächst eine evangelische Erziehung durch. Erst nach einem Streit mit dem evangelischen Ortspfarrer ging der Vierzehnjährige zur katholischen Gemeinde. Die konfessionellen Spannungen beschäftigten ihn sein Leben lang. Nach der Schule trat Alfred dem Jesuitenorden bei und studierte Philosophie und Theologie. Dass Christentum und Nationalsozialismus für ihn unvereinbare Gegensätze seien, predigte er nicht nur offen, sondern publizierte das auch als katholischer Redakteur. Ab 1942/43 engagierte er sich im Kreisauer Kreis, wo er Grundlinien der katholischen Soziallehre in die Neuordnungspläne einfließen ließ. Am 28. Juli 1944 wurde Alfred verhaftet und später zum Tod verurteilt. Die Hinrichtung fand am 2. Februar 1945 statt.
Elfrieda (Elfreda, Elfleda) von Whitby war schon als kleines Mädchen von ihrem Vater, dem angelsächsischen König Oswin, auf ein Gelübde hin ins Kloster Whitby gebracht worden. Das Kind wuchs bei den Schwestern auf, lernte Lesen und Schreiben, sang und malte und konnte besonders schöne Handarbeiten anfertigen. Als sie 30 Jahre alt war, wurde Elfriede zur Äbtissin gewählt. Wegen ihres freundlichen Wesens und ihre großen Liebe zu den Mitmenschen sprach es sich bald im Lande herum, daß die Oberin von Whitby ein Herz für alle Bedürftigen habe. So stand das Glöcklein an der Klosterpforte fast nicht mehr still, immer wieder kamen Notleidende und baten um Nahrung und Kleidung. Kein Bittsteller wurde ohne Almosen weggeschickt, denn in allen Armen und Verlassenen sah die Äbtissin Christus selbst. Unter einem Umstand aber litt Elfrieda besonders. Alle nannten sie, die sich als Schwester der Armen fühlte, "das Königskind", auch wenn sie die ältesten Kleider anzog und bedürfnisloser lebte als jede einfache Schwester. Die von jedermann geliebte und geachtete Wohltäterin starb, etwa 60 Jahre alt, in ihrem Kloster, das seit frühester Kindheit ihre Heimat gewesen war, am 8.Februar 714.
Friedrich (Frederick), Pfarrer in seinem Geburtsort Hallum, war Gründer und erster Abt des Klosters Mariengaarde in Friesland (Niederlande), dessen Mönche lange Zeit als Muster klösterlicher Gesinnung galten. + 3.3.1175.
Alfried (Altfried, Alfridus), ein Verwandter des westfälischen Glaubensboten Ludger, war von 841 bis 849 Bischof von Münster und Abt von Werden an der Ruhr. Vermutlich war er dem Ruf seines Onkels gefolgt, um ihn bei der Missionsarbeit zu unterstützen und hier die christliche Lehre zu vertiefen. + 22.4.849. (Alfred).
Sigrid war die Gemahlin des christlichen Wendenfürsten Gottschalk (siehe 14.6.). Nach seiner Ermordung wurde sie von der heidnischen Partei samt ihren Kindern vertrieben. Sie starb in der zweiten Hälfte des 11.Jhdts.
Friedrich wurde 1065 der erste Abt des wieder errichteten Klosters Hirsau im Schwarzwald. Obwohl er die Abtei zur Blüte brachte, musste er auf Grund von Verleumdungen missgünstiger Mönche 1069 zurücktreten. + 8.5.1071.
Elfriede von Mercia war Königin der Ostangeln. Nach der Ermordung ihres Gatten lebte sie in der Nähe von Croyland bedürfnislos als Einsiedlerin. + um 795.
Mildred (Mildreda) war 695 zur Äbtissin des englischen Klosters Minster (Grafschaft Kent) geworden. Sie starb, hoch verehrt, an einem 13. Juli um das Jahr 734. Das Grab der hochverehrten Ordensfrau in Canterbury war lange Zeit eine beliebte Wallfahrtsstätte. Während der Reformationszeit wurde es zerstört
Friedrich (Frederik), Bischof von Utrecht (NL), ein großartiger Prediger und Kämpfer gegen Irrlehren, wurde vermutlich auf Befehl der Kaiserin Jutta, der ehrgeizigen Gemahlin Kaiser Ludwigs des Frommen, beseitigt. + 18.7. um 835.
Alfred Pampalon war ein junger kanadischer Priester aus der Provinz Québec. Er starb mit 28 Jahren, nachdem er jahrelang an einer unheilbaren, sehr schmerzhaften Krankheit hatte leiden müssen, am 30.September 1896.
Manfred (Maginfred, Meinfrid) war der erste Prior des Zisterzienser-Stiftes Eberbach (Rheingau). Durch sein vorbildliches Leben und eine ausgezeichnete Organisation rettete er in einer sehr schwierigen Zeit das Kloster vor dem Untergang. Er starb an einem 27. Oktober um 1150
Alfred der Große, ab 871 König der Angelsachsen, musste sein Land ständig gegen die Dänen verteidigen. Er gründete Schulen und Klöster, befestigte Städte, baute das von den dänischen Normannen zerstörte London wieder auf, zog viele Gelehrte an seinen Hof, sammelte die angelsächsischen Gesetze und ließ bedeutende theologische und geschichtliche Werke aus dem Lateinischen in die Sprache des Volkes übersetzen. König Alfred ließ in seinem verzweifelten Kampf gegen die Dänen die erste englische Flotte aufbauen und gilt daher als „Vater der englischen Marine“. + 28.10.900
Winifred (Gwennifrew) von Holywell lebte wahrscheinlich im 7.Jhdt in Wales. Sie wurde als jungfräuliche Märtyrin verehrt.
Friedrich von Regensburg muss eine überaus liebenswerte Persönlichkeit gewesen sein. Er stammte aus sehr einfachen Verhältnissen und hatte den Beruf des Schreiners (Tischlers) erlernt. Aus Sehnsucht, ein Gott gefälliges Leben zu führen, trat der schlichte bayrische Handwerker in das Regensburger Kloster der Augustiner-Eremiten ein und arbeitete hier meist in der Klosterschreinerei. Nicht nur sein bescheidenes, freundliches Wesen machte ihn bei den Menschen beliebt, vor allem waren es seine selbstlose Hilfsbereitschaft und sein Mitleid gegenüber allen Hilfsbedürftigen. So wurde der einfache Laienbruder, der nie eine Schulbildung genossen hatte, schon zu Lebzeiten als "Volksheiliger" verehrt. Sein Sterbetag war der 29.November 1329. (Friederike, Frieda, Rica)
Dankrad (Tankred, Tanko), Abt von Amorbach, wirkte als Glaubensbote bei den Sachsen um Verden an der Weser. + 16.12.808.
Elfrieda (Alfreda), eine englische Königstochter, lebte als jungfräuliche Klausnerin zu Croyland. + 30.12.(?) 834.